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Trauerbegleitung

Auf kreative Art die Trauer leichter machen

Wir haben mit Anemone Zeim von Vergiss Mein Nie über die Möglichkeiten der Trauerberatung, konkrete Hilfe und über die Erinnerungswerkstatt gesprochen.

Trauerbegleitung. Bei ihrem Angebot zur Trauerbegleitung Vergiss Mein Nie legen Anemone Zeim und ihre vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben viel Einfühlsamkeit besonderen Wert auf die hohe Qualität und Verantwortung ihrer Arbeit: "Denn wenn das Schlimmste schon passiert ist, muss man ehrlich die Frage angehen: Was machen wir jetzt?" Auch im Trauerfall gibt es Techniken, Prozesse und Werkzeuge, die den Angehörigen auf dem Weg zurück ins Leben helfen. Coach und Trauerbegleiterin Anemone Zeim hat uns einige davon vorgestellt.

Trauerberatung

Unter dem Stichwort "Trauerberatung" fasst sie die Akut-Hilfe zusammen. Wobei "akut" sich nicht auf die zeitliche Nähe zum Todesfall betrifft, sondern darauf, wann die Trauer akut wird. Ein Anhaltspunkt ist oft, wenn der Betroffene durch seine Trauer im Alltag eingeschränkt ist – das kann direkt nach dem Todesfall sein, zwei Wochen später, sechs Monate oder auch zehn Jahre. In jedem Fall gilt es, das Chaos zu ordnen. Um sich seinen Gefühlen zu stellen, bietet Vergiss Mein Nie in gemütlichen und hellen Räumlichkeiten, die zur Straße – also zum Leben – offen sind, ein großes Angebot an. "Wer trauert, ist oft wie gelähmt", sagt Anemone Zeim, "wichtig ist, in Bewegung zu kommen." Das Stichwort ist "Voran-trauern": Ziel ist nicht, die Trauer abzustellen, sondern sie zu einem freundlichen und friedlichen Lebensbegleiter zu machen, der an Schrecken und Intensität verliert. Dabei wird bei Vergiss Mein Nie viel mit gestalterischen Ansätzen gearbeitet. Denn oft ist es schwierig, Trauer in Worte zu fassen und oft haben Klienten Angst vor Kontrollverlust; oder davor, den Schmerz des Verlustes in der Begleitung erneut durchleben zu müssen. Das ist aber nicht Sinn der Trauerbegleitung. Es geht darum, Gefühle und Erlebnisse zu klären, um Ressourcen zu finden, die durch die Krise helfen. Dafür kann es sehr hilfreich sein, gestalterisch prozessorientiert zu arbeiten: "Male deine Gefühlswelt" kann so ein Ansatz sein. In der Beschäftigung mit dem entstehenden Bild wird einerseits Trauerarbeit geleistet, andererseits kann man später über das Bild sprechen und hat in ihm ein "drittes Objekt", ein Vehikel, anhand dessen man alles benennen und bearbeiten kann – von dem man sich aber auch entfernen und distanzieren kann und damit eine andere Perspektive, Abstand zur eigenen Trauer einnehmen kann. Viele Werkzeuge zur Trauerbearbeitung kann man übrigens auch online unter dem Stichwort Trauergeschenke kaufen, beispielsweise wenn man weiter weg wohnt und lieber in den eigenen vier Wänden seine Trauer bearbeiten möchte.

Die Erinnerungswerkstatt

"Vereinfacht", sagt Anemone Zeim, "kann man von vier Zuständen der Trauer sprechen". Als erstes kommt der Schock, in dem der Trauernde wie ein Roboter funktioniert. Wochen später, wenn die Umgebung oft schon über die Trauer hinweg ist, brechen bei Betroffenen die Gefühle auf: Plötzlich weint man im Bus. Scheinbar geht die Kontrolle erneut verloren und das Umfeld reagiert oft mit Unverständnis. Ein bis zwei Jahre nach dem Trauerfall beginnt die Phase der Ordnung und des Aussortierens: Was will ich behalten? Was will ich loslassen? Für diese Zeit der Neuorientierung bietet Vergiss Mein Nie die Erinnerungswerkstatt an. Und die funktioniert so: Irgendwann kommt der trauernde Mensch an den Punkt, an dem er denkt oder fühlt „ich habe mich weiterentwickelt, mittlerweile soviel ohne den Verstorbenen erlebt, dass ich die Verbindung zu ihm verliere." Oder: "Ich habe Andenken an ihn oder sie, Gegenstände, die symbolisch für wichtige Erlebnisse stehen, aber mit denen ich praktisch nichts mehr anfangen kann und die bei mir zuhause einstauben und mich vorwurfsvoll ansehen. Was mache ich?" In der Erinnerungswerkstatt wird als erstes erarbeitet, ob das Erinnerungsstück für den Angehörigen wirklich bedeutungsvoll ist oder, wenn es mehrere sind, welches davon. Unter der gedachten Überschrift "Andenken alltagsfähig machen" oder "Wie kann ich diese 'gespeicherte' Liebe für mich sinnvoll nutzbar machen?" wird nun überlegt, welche neue Form man dem bedeutungsvollen Gegenstand geben kann. Wohlgemerkt: Diese Prozesse sind sehr individuell. Manchmal muss ein Erinnerungsstück nicht verändert werden. Manchmal aber ist es sinnvoll: Anemone Zeim erzählt von einem Fall, als ein von der verstorbenen Mutter selbstgestrickter Pullover, der lange nicht mehr passte, aufgetrennt und zu einem Schal umgearbeitet wurde, den die Klientin brauchen konnte und den sie seither trägt. Das Material, die Erinnerung, die Liebe ist noch da, aber nicht als Ballast, sondern als Kraftspender im Alltag.

Prioritäten zu setzen kann in dieser Phase der Trauer von großer Bedeutung sein, beispielsweise wenn man ein jahrelang nicht angetastetes Zimmer eines verstorbenen Kindes auf ein zentrales Erinnerungsstück reduziert. All diese Vorgehensweisen machen den Weg frei für Phase vier der Trauer: Man blickt nach vorne und entwickelt wieder eine Vision für sich – und der Schal hält einen dabei warm, als Begleiter auf dem neuen Lebensweg.

"Ich kenne jemand, der trauert – was kann ich tun?"

Wer jemand kennt, der trauert, kann ihn unterstützen. Mit einer hochwertigen, liebevoll geschriebenen Trauerkarte in Kombination mit einem sinnvollen Geschenk, das dabei hilft, der Trauer zu begegnen. Das kann die „Trauerbegleitung in a Box“ sein, eine Selbsthilfebox für Trauernde oder ein Wunsch-Schiffchen, auf das man Wünsche für sich und den Verstorbenen aufschreibt und das man dann loslassen kann. Auch gut: Die Wutkapsel für negative Gefühle. Beruhigend ist die Kalimba, ein Instrument, das keine Disharmonien kennt und beim Einschlafen hilft. Im Angebot sind Blumen-Tränen, die man aussäen kann. Und die Trauer-Landkarte: Denn die Trauer ist für die Betroffenen ein unbekanntes Land und der Weg daraus mag manchmal lang sein. Aber es gibt immer einen Weg. Man muss ihn nur finden. Und dabei hilft Vergiss Mein Nie.

Beratungen für Unternehmen und Erinnerungsgestaltung in Hospizen

Wenn in einem Unternehmen jemand stirbt, kann es für die Kollegen schwer sein, damit umzugehen, gerade wenn es durch einen Unfall oder durch Suizid geschieht. Auch hier, beim Thema „Trauer am Arbeitsplatz“, bietet Vergiss Mein Nie Unternehmensberatung und Unterstützung bei der Trauerarbeit und ganz praktischen Dingen wie dem Schreiben von Nachrufen an. Hospize werden von Anemone Zeim und ihrem Team durch die Organisation von Veranstaltungen unterstützt, wie beispielsweise Erinnerungstagen, Erinnerungscafés, Workshops, Fortbildungen und der Gestaltung von Erinnerungsplätzen und Erinnerungsgeschenken.

Workshops und die Tiertrauersprechstunde

Darüber hinaus gibt es Trauerworkshops in denen Trauernde und Co-Betroffene auf verschiedenen Wegen an der eigenen Trauer arbeiten können. Auch Fortbildung für andere Trauerhelfer und Trauerbegleiter wird angeboten. Und: "Tiere sind auch Familienmitglieder", dementsprechend ist auch eine Tiertrauersprechstunde im Angebot, denn auch hier können starke Verluste zu bearbeiten sein.

So erreichen Sie uns:

 

 

Kontakt

 

 

Vergiss Mein Nie

Trauerbegleitung & Erinnerungswerkstatt

Eimsbütteler Chaussee 71

20259 Hamburg

Tel.: 040 40 18 97 42

hallo@vergiss-mein-nie.de

www.vergiss-mein-nie.de

 

Schwerpunkte

 

Trauerbewältigung

Erinnerungskultur

Trauerbegleitung