Anzeige

Experten im Fokus

Anzeige
Anwaltskanzlei in Hamburg

Ihr Kampf im Verkehrsrecht: "David gegen Goliath"

Foto: Anwaltskanzlei Ruhnke

Mit der Erfahrung aus über 15.000 Fällen und langjähriger Berufserfahrung steht die Ruhnke Anwaltskanzlei seinen Mandanten im Verkehrs- und Strafrecht mit Rat und Tat zur Seite. Im Interview mit dem Hamburger Abendblatt verrät Rechtsanwalt Felix Ruhnke die Dos and Dont's der Unfallschadenabwicklung und gibt Einblicke in die Tricks der gegnerischen Versicherungen.

Herr Ruhnke, Ihre Kanzlei ist ausschließlich auf das Verkehrsrecht spezialisiert. Wie kam es zu diesem besonderen Fokus?

Bisher habe ich auf diese Fragen geantwortet, dass wir „Benzin im Blut“ haben. Künftig wäre das dann wohl eher Elektrizität. Tatsächlich ist es wohl eine Mischung aus Leidenschaft zur Mobilität und dem Ansporn, bei dem täglichen Kampf des Geschädigten gegen die Versicherung – wie David gegen Goliath – durch unser Zutun David gewinnen zu lassen.

Was sind die häufigsten Verkehrsunfälle, mit denen Sie in Ihrer Kanzlei zu tun haben?

Da sind die Fälle so bunt und abwechslungsreich wie das Leben selbst. Es gibt natürlich häufig auftretende Konstellationen, wie den Auffahrunfall oder Vorfahrtsverletzungen. Wichtig zu wissen für jede Unfallart ist, dass auch eine vermeintlich „klare Sache“ nicht automatisch dazu führt, dass man als Geschädigter seinen gesamten Schaden ersetzt bekommt. Das zu erreichen, ist unser Job. Bei jedem Fall sind andere Klippen zu umschiffen. Auch das macht den besonderen Reiz unseres Rechtsgebietes aus.

Ein Verkehrsunfall ist vor allem für den unverschuldeten Geschädigten ein Ärgernis. Welche Ängste haben Ihre Mandanten?

Im Vordergrund steht verständlicherweise die Befürchtung, dass der Schaden nicht voll bezahlt wird. Das ist nicht unbegründet, schließlich leben Versicherungen davon, so wenig wie möglich zu zahlen. An dieser Stelle sorgen wir dafür, dass der richtige Schadenumfang ermittelt und geltend gemacht wird und verhindern rechtswidrige Kürzungen. Die Anwaltskosten hierfür muss bei unverschuldeten Unfällen stets die gegnerische Versicherung tragen, es gibt also keinen Grund zur Sorge, auf Kosten sitzen zu bleiben. Für den Fall, dass Sie in einen streitigen Unfall verwickelt werden, empfehlen wir den Abschluss einer Verkehrs-Rechtsschutzversicherung.

Wir stellen uns vor: Auf einer Schnellstraße überholt mich ein anderer PKW, aber der nötige Abstand wird nicht eingehalten. Es kommt zur Kollision. Alle Beteiligten sind mit dem Schrecken davongekommen, aber der Blechschaden ist immens. Wer haftet jetzt?

Rechtlich klar: derjenige, der seinen Fahrstreifen verlassen hat. Tatsächlich häufig unklar: wer kann was beweisen? Das Risiko, mit einer Entscheidung nach „Beweislast“ abgespeist zu werden, ist hoch. Hier kämpfen wir für den Geschädigten.

Was sollte ich als Unfallgeschädigter auf jeden Fall zuallererst machen?

Die Unfallstelle absichern, sich um Verletzte kümmern und dann: Daten aufnehmen und Beweise sichern. So gut wie jeder kann mit seinem Mobiltelefon Fotos machen. Auch wenn die Unfallstelle zügig geräumt werden muss gilt: Fotos der Fahrzeuge in Unfallendstellung sind immer hilfreich und häufig auch entscheidend. Das gilt auch für das Sichern von Zeugendaten von unbeteiligten Dritten. Gemeinsam aufzuschreiben, was passiert ist und auch das Anfertigen einer Skizze kann sinnvoll sein, z.B. auf einem Unfallberichtsformular. Die rechtliche Einordnung erfolgt dann später.

Und was sollte ich auf keinen Fall tun?

Man sollte keine Schuldeingeständnisse abgeben oder unterschreiben. Keinesfalls sollte man vor Ort und auch nicht später bei der gegnerischen Versicherung anrufen. Was dann nämlich passiert, nennen die Versicherungen „Schadensteuerung“. Ziel einer solchen Steuerung ist es, den Schaden möglichst billig abzuwickeln, und das geht nur auf Kosten des Geschädigten. Dieser bleibt zwangsläufig auf der Strecke.

Angenommen mein Wagen hat einen Totalschaden und ist nicht mehr fahrtauglich, gibt es Möglichkeiten zur Überbrückung?

Der Geschädigte hat in diesem Fall Anspruch auf den Ersatz erforderlicher Mietwagenkosten oder auf Nutzungsausfall in Geld. Die jeweiligen Voraussetzungen und Grenzen sollten auf jeden Fall mit einem Profi besprochen werden.

Die gegnerische Versicherung hat sich gemeldet, alles scheint seinen Lauf zu nehmen. Kann ich mich jetzt zurücklehnen?

Wenn sich die gegnerische Versicherung aktiv bei Ihnen meldet, haben Sie idealerweise bereits einen Verkehrsrechtsanwalt beauftragt und der hat auch schon alles Erforderliche in die Wege geleitet. Darauf verweisen Sie dann und lehnen sich zurück. Sonst wird die Versicherung versuchen, Sie in ihrem Eigeninteresse zu „steuern“. Das sollten Sie vermeiden. Lassen Sie sich die Schadennummer geben und überlassen Sie die Regulierung ihres Schadens ab sofort dem Profi: einem Verkehrsrechtsanwalt.

Sie empfehlen also, frühzeitig einen Anwalt zu beauftragen, auch in klaren Fällen?

Ja. Auch wenn man gefühlt noch gar keinen Streit mit der Gegenseite hat und sich fragt: „Brauche ich denn jetzt schon einen Anwalt? Wenn ja, wofür?“. Zunächst einmal klären wir im Rahmen der Erstberatung, ob der Fall auch wirklich rechtlich klar ist. Schon da vertun sich viele. Was dann die Schadenhöhe und die Durchsetzung der Ansprüche angeht, sorgen wir dafür, dass Streit gar nicht erst entsteht. Die anwaltliche Schadenabwicklung dient also nicht der Eskalation, sondern der Streitvermeidung.

Wie lange dauert eine solche Unfallschadenabwicklung pauschal und welche Etappen durchläuft sie?

Das ist sehr stark abhängig vom Einzelfall. Grundsätzlich beginnt die Abwicklung mit der Schadenanmeldung und der Feststellung der Schadenhöhe durch einen unabhängigen Sachverständigen, der nicht auf der Lohnliste der Versicherung steht. Beides erfolgt bei uns in der Regel tagesgleich. Die Versicherung prüft dann die von uns angemeldeten Schadensersatzansprüche dem Grunde und der Höhe nach. Die von der Versicherung hierfür benötigte Zeit ist je nach Versicherung und deren Auslastung sehr unterschiedlich – von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen. Entscheidend ist z.B. auch, ob der Unfallgegner mit seinen Schadenmeldungen genauso gewissenhaft und schnell ist wie wir. Natürlich nutzen wir jede Möglichkeit der Beschleunigung.

Was passiert, wenn auch ein Personenschaden entstanden ist?

Personenschäden können für die Betroffenen dramatische Folgen haben. Unsere Gesundheit ist unser höchstes Gut, daher widmen wir uns diesen Fällen mit besonderem Einsatz. Neben Heilbehandlungskosten, vermehrten Bedürfnissen und einem angemessenen Schmerzensgeld bedeutet dies insbesondere auch Förderung von Zugang zu Rehabilitation und Widereingliederung. Aber auch bei sogenannten Standardverletzungen wie dem HWS-Schleudertrauma sollte man sich im Zweifel nicht vorschnell abfinden lassen.

Neben Ihrem Schwerpunkt der Unfallabwicklung arbeiten Sie auch an alltäglicheren Fällen. Beispiel: Ich bin geblitzt worden und bekomme eine viel zu hohe Strafe aufgebrummt. Welche Rechte habe ich?

Einen Bußgeldbescheid kann man natürlich – notfalls gerichtlich – auf seine Richtigkeit hin überprüfen lassen. Aber Achtung: hier müssen kurze Fristen beachtet werden! Unserem Team aus Verkehrsrechts-Spezialisten gehört auch ein Fachanwalt für Strafrecht an, der seit über 20 Jahren in Verkehrsstrafsachen und Ordnungswidrigkeitenverfahren verteidigt. Gerade in diesem Bereich ist ein hoher Erfahrungsschatz häufig entscheidend.

Welche Tipps möchten Sie den Lesern mit auf den Weg geben?

Ich wünsche allen jederzeit eine Handbreit Luft vor der Stoßstange. Und wenn das einmal nicht klappt, gilt es drei wesentliche Dinge zu beachten. Erstens: Vermeiden Sie, dass die gegnerische Versicherung Sie steuert. Sie entscheiden! Zweitens: Vermeiden Sie Empfehlungen von Sachverständigen, die nicht unabhängig sind. Drittens: Versuchen Sie die Schadenabwicklung nicht in Eigenregie oder durch einen nichtspezialisierten Anwalt durchzuführen.

Kontakt

 

 

RUHNKE Anwaltskanzlei

Reesendamm 3 (Ecke Jungfernstieg)

20095 Hamburg

Tel: +49 609 45 48-00

Mail: info@verkehrsrecht-nord.de

www.verkehrsrecht-nord.de

Schwerpunkte

 

Verkehrsrecht

Unfallschadenregulierung

Strafrecht