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Mediation und Familienrecht

Mit Mediation das Schicksal in die eigenen Hände nehmen

Foto: Sabine Roselt

Rechtsstreitigkeiten betreffend familienrechtliche Angelegenheiten (z.B. Scheidungsfolgen) werden primär über Anwälte und Gerichte ausgetragen. In diesen Fällen entscheidet letztendlich eine übergeordnete Instanz über den Verlauf und Ausgang einer streitigen Auseinandersetzung. Sabine Roselt, Rechtsanwältin und Mediatorin aus Hamburg, bietet mit der Mediation ein befriedigenderes und kostengünstigeres Verfahren an, um Streitigkeiten friedlich und einvernehmlich zu lösen.

Vor allem Streitthemen innerhalb der Familie oder nach einer Trennung erfordern ein gewisses Maß an Sensibilität. „Ich sehe meine Aufgabe darin, gemeinsam mit Ihnen die für Sie beste Vorgehensweise herauszufinden und Sie dann mit vollem Einsatz bei der Durchführung zu unterstützen“, sagt Sabine Roselt. Im Interview mit dem Hamburger Abendblatt erklärt sie den Ablauf des Verfahrens und welche Vorteile sich den beteiligten Parteien bietet.

Frau Roselt, welche Probleme / Themen bearbeiten Sie schwerpunktmäßig in der Mediation?

Mein Schwerpunkt liegt in der Familienmediation. Hier sind es oft emotionsgeladene Themen, mit denen die Beteiligten zu mir kommen. Insbesondere bei Trennung oder Scheidung geht es häufig um Enttäuschung und Verletzung. Richtig zuzuhören und dem anderen die Chance zu geben, sich auszusprechen, kann bereits weiterhelfen. Mir ist es vor allem ein Anliegen, dass die Kinder nicht unnötig unter der Situation leiden. Von einer friedvollen Einigung, mit der alle Parteien einverstanden sind, profitieren in diesem Fall also alle Beteiligten. Eine Familienmediation kann helfen, faire Verhandlungen zum Beispiel über die elterliche Sorge, das Umgangsrecht, den Ehegatten-​ und Kindesunterhalt sowie die vermögensrechtliche Aufteilung zu führen.

Sie sagten es bereits: Emotionen spielen bei solchen Streitangelegenheiten eine große Rolle. Wie gelingt es, dass die Beteiligten auf einen gemeinsamen Nenner kommen?

Die Mediation beinhaltet nicht nur gemeinsame Gespräche, sondern auch Einzelsitzungen. In diesen haben meine Klienten die Möglichkeit, all ihre Ängste, Sorgen und Befürchtungen zu äußern, ohne von dem anderen unterbrochen zu werden. Bei einer Mediation geht es nicht um Schuldzuweisungen und Vorwürfe, sondern zunächst einfach nur darum, zuzuhören.

Wer sich für die Mediation entscheidet, dem sollte bewusst sein, dass dies schon ein Stück Arbeit bedeutet sowie die Bereitschaft, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ist diese Offenheit und Bereitschaft nicht vorhanden, wird es schwierig, eine gemeinsame Lösung zu finden. Aber wer sich darauf einlässt, wird mit Sicherheit belohnt werden.

Streitige Auseinandersetzungen werden für gewöhnlich vor Gerichten ausgetragen, kann man sich das durch die Mediation sparen?

Richtig, das ist das Schöne an der Mediation – Man trifft eine Entscheidung, über die im Nachhinein niemand verärgert ist, denn mit Hilfe von Kommunikation hat man diese Lösung gemeinsam erarbeitet. Man trennt sich sprichwörtlich im Guten. Das Mediationsverfahren endet mit einer einvernehmlichen Vereinbarung, die beide Parteien unterschreiben müssen. Durch einen Notar kann diese Einigung noch zu einem vollstreckbaren Titel gemacht werden.

Welche Vorteile sehen Sie noch gegenüber einem gerichtlichen Verfahren?

Die Mediation ist nicht nur nachhaltiger, weil gemeinsam eine Lösung erarbeitet wird, mit der alle einverstanden sind und die dann auch zuverlässig umgesetzt wird, sie ist auch kostengünstiger, da Anwälte nicht konsultiert werden müssen. Darüber hinaus sind die Termine mit mir flexibler . Auf einen Gerichtstermin wartet man mitunter mehrere Monate. Ein weiterer Pluspunkt ist die Online-Mediation, die ich gemeinsam mit einer Kollegin durchführe. Denn manchmal ist es eben nicht möglich, eine Präsensmediation durchzuführen, bei der sich die Konfliktparteien in einem Raum gegenübersitzen. Grund dafür kann eine geografische Distanz sein, die ein Zusammentreffen erschwert, oder auch der Wunsch, sich in physischem Abstand zu der Konfliktpartei zu befinden. Ein Anlass hierfür muss nicht unbedingt emotionaler Art sein; das Jahr 2020 lehrt uns, dass „Social Distancing“ aufgrund anderer Ursachen geboten sein kann.

Mediatoren gibt es in Hamburg einige, was ist die Besonderheit Ihres Verfahrens?

Ich arbeite nicht nur als Mediatorin, sondern auch als Anwältin mit dem Schwerpunkt Familienrecht. Ich biete also den Vorteil, dass ich Medianten zwar nicht rechtlich beraten und vertreten, jedoch informieren kann, wenn dies von beiden gewünscht wird. Manche möchten vielleicht wissen, wie eine Einigung rechtlich aussehen würde oder, ob sie auf anderem Wege einen höheren Zugewinn hätten. Auf diese Erfahrung und Expertise kann ich zu jeder Zeit zurückgreifen.

Und zu guter Letzt: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich hoffe, dass immer mehr Menschen der Mediation aufgeschlossen gegenüberstehen und darin eine Alternative zum gerichtlichen Verfahren sehen.

Kontakt

Sabine Roselt

Mediatorin und Rechtsanwältin

Maisredder 18

22175 Hamburg

 

040 63 64 25 25

0171 33 23 653

info@ra-​roselt.de

sabine-roselt.de

 

Schwerpunkte

Mediation

Familienrecht