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Immobilien

Verstehen – beraten – lösen: Immobilienkompetenz seit 1853

Axel Kloth, persönlich haftender Gesellschafter des Hamburger Immobilien-Experten J. L. Völckers & Sohn, erzählt in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt über den Kunden als Fokus, die passende Chemie und über verlorenen Respekt sowie abhandengekommene Demut.

Herr Kloth, stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch bitte kurz vor.

J. L. Völckers & Sohn wurde im April 1853 gegründet. Und ich, Axel Kloth, bin die mittlerweile fünfte Inhaber-Generation. Dementsprechend führe ich das Unternehmen nach der Übernahme von meinem Vater seit 2006 als alleiniger, persönlich haftender Gesellschafter.

Insbesondere der diskrete und am Kunden orientierte Ansatz steht bei uns im Vordergrund. Viele unserer Kunden vertrauen unserer kompetenten Beratung schon seit mehreren Generationen. Dabei geht es vor allem darum, Lösungen, Alternativen oder Entscheidungsgrundlagen für unsere Kunden zu erarbeiten. Daneben bearbeiten wir aber auch klassische Verkaufs- und Suchaufträge.

Wie sieht Ihr bisheriger Berufsweg bis zu J. L. Völckers & Sohn aus?

Nach meiner kaufmännischen Ausbildung im Groß- und Außenhandel zog es mich nach London, wo schließlich auch der Wechsel in den Immobilienbereich erfolgte. Ein einjähriges Praktikum, vier Jahre als Assistent des Geschäftsführers und ein berufsbegleitendes Studium an der Wirtschaftsakademie Kiel und der European Business School in Oestrich Winkel später stieg ich 1996 in die väterliche Firma J. L. Völckers & Sohn ein.

Berufspolitisch engagiere ich mich aktiv seit 1998 – beispielsweise als Vorstandsmitglied im Ring Deutscher Makler (kurz: RDM) Landesverband Hamburg und nach der Fusion mit dem Verband Deutscher Makler (kurz: VDM) im Immobilenverband Deutschland Nord (kurz: IVD). In der Zeit von 2010 bis 2015 war ich dort als Vorsitzender tätig und war maßgeblich an der Gründung des „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ beteiligt. Ergänzend dazu war ich Mitglied des Bundesvorstandes des IVD, zuletzt als Vize-Präsident. Außerdem bin ich neuerdings Mitglied im Plenum der Handelskammer Hamburg, um nur einige Aktivitäten zu nennen. Wie Sie sehen, ist mir ein solches aktives Engagement sehr wichtig.

Aus Ihrer Website geht hervor, dass Sie mit Ihrer Tätigkeit die drei großen Bereiche Beratung, Verkauf und Verwaltung abdecken. Was genau können sich die Lesenden unter diesen Leistungen vorstellen?

Nach unserer Philosophie steht die Beratung im Mittelpunkt aller Dienstleistungen rund um die Immobilie. Sie ist die Grundlage für einen erfolgreichen Verkauf, genauso wie für die gute und nachhaltige Betreuung von Immobilien als Kapitalanlage.

Immobilien müssen ganzheitlich gedacht werden. Die Nutzung, der technische Zustand, die Finanzierung und die langfristigen Ziele der Eigentümer beeinflussen den Umgang mit Verkaufs-, Verwaltungs- oder Beratungsaufträgen maßgeblich. Für uns bedeutet das, dass eine Beschäftigung mit und das Hinterfragen von diesen unterschiedlichen Aspekten eine entscheidende Grundlage für weitere Entscheidungen darstellt. Selbst, wenn eigentlich „nur mal schnell verkauft“ werden soll, ergeben sich nach einer genaueren Betrachtung schnell interessante Alternativen und Optionen.

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag aus?

Einen typischen Arbeitstag gibt es nicht. Ich beginne meist um 8 Uhr im Büro und bearbeite eingehende Post, aktuelle Fälle, spreche mit Mitarbeitern und Kunden. Mittags finden oft Termine mit Kunden oder Netzwerkpartnern statt. Das Büro verlasse ich meist gegen 18:30 Uhr. Etwa zwei- bis dreimal in der Woche geht es dann noch auf Veranstaltungen wie beispielsweise Vorträge, Vorstandssitzungen oder Netzwerkveranstaltungen.

Und welche (interne) Philosophie verfolgen Sie mit Ihrem Unternehmen?

Im Mittelpunkt steht das Interesse des Kunden. Wir wollen jeden Kunden so behandeln, dass er auch in Zukunft wieder zu uns kommt oder uns weiterempfiehlt.

Warum haben Sie Hamburg als Standort gewählt?

Hamburg ist meine Heimatstadt und innerhalb von Deutschland der Ort, an dem ich mich am wohlsten fühle. Hanseatische Zurückhaltung und Pragmatismus liegen mir mehr als Überschwänglichkeit und Träumerei.

Wie schätzen Sie den Hamburger Immobilienmarkt und die aktuelle Wohnsituation ein?

Das könnte jetzt ein ganzer Aufsatz werden… Der Hamburger Immobilienmarkt hat sich schon immer durch eine gewisse Konstanz und große Zurückhaltung bei Übertreibungen ausgezeichnet. Das ist – mit gewissen Einschränkungen – auch heute noch so. Wer langfristige und solide Kapitalanlagen sucht, ist auf dem Hamburger Markt meist besser aufgehoben als in anderen deutschen Großstädten. Wer durch Spekulation reich werden möchte, sollte lieber auf einem der anderen Märkte suchen. Der Wohnungsmarkt ist ebenfalls eher stabil. Es gibt aber Szenebereiche, in denen der Markt sich verselbstständigt hat.

Welche Kunden betreuen Sie? Besteht Ihr Kundenstamm aus einer bestimmten Zielgruppe?

Unsere Kunden sind überwiegend Privatpersonen, oft auch Gruppen von Eigentümern. In der Regel gibt es viele offene Fragen zu der oder den Immobilie(n) oder auch Verständigungsprobleme untereinander. Es geht eigentlich immer darum, zunächst einmal die tatsächliche Situation und die dafür richtige Aufgabenstellung herauszuarbeiten. In dieser Phase zeigt sich immer, ob wir der passende Ansprechpartner sind, um zu helfen – oder, ob die „Chemie“ stimmt. Tätig werden wir nur, wenn es auch passt. Ohne eine vernünftige Grundlage und Vertrauen kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit nicht funktionieren.

In einem Vorabgespräch erwähnte Sie die „schwierigen Situationen“, aus denen Sie Ihren Kunden heraushelfen. Können Sie das den Lesenden näher erläutern?

Das können ganz unterschiedliche Situationen oder Phasen sein. Es hat aber eigentlich immer mit bedeutenden Veränderungen zu tun. Es können Erbschaften oder genauso wirtschaftliche Notfälle sein, wie die Entscheidung, sein Leben ändern zu wollen und dafür die Weichen zu stellen. Sehr oft hat es mit Kommunikationsproblemen und Emotionen zu tun. Dann sind wir als Moderator und Gestalter von Transparenz gefordert.

Hatten Sie bereits mit einem außergewöhnlichen Fall bzw. Kunden zu tun, der Ihnen extrem im Gedächtnis geblieben ist?

Ja, schon mehrmals. Aber Vertraulichkeit und Diskretion ist die Grundlage unseres Geschäfts.

Wie sieht das Feedback der Kunden Ihnen gegenüber aus?

Eigentlich bekommen wir fast immer sehr positives Feedback. Oft laufen solche Projekte über viele Monate oder sogar Jahre – da erlebt man so manches, dass auch zusammenschweißen kann. Am meisten freue ich mich dann, wenn Kunden am Ende sagen, dass Sie unsere Rechnung wirklich gern zahlen, weil sie mit unserer Arbeit sehr zufrieden sind und waren. Und zum Glück habe ich in dieser Hinsicht oft Grund zur Freude…

Was ist für Sie das A und O, wenn es um den (Ver-)Kauf einer Immobilie geht?

Der Verkauf einer Immobilie ist für die meisten Menschen eine der größten und schwierigsten Entscheidungen im Leben. Dazu kommen fehlendes Wissen und wenig Erfahrung sowie oft komplexe Zusammenhänge und viele Menschen aus dem Umfeld, die, gefragt oder ungefragt, Meinungen kundtun, die die ohnehin vorhandene Unsicherheit meist noch verstärken.

Darum ist das Erarbeiten einer Grundlage, die eine Entscheidung, die sich auch gut anfühlt und überhaupt erst möglich macht, für mich das A und O bei dem Verkauf einer Immobilie. Es hat meines Erachtens keinen Zweck, erst einen Verkauf voranzutreiben und Kaufinteressenten zu suchen, um dann auf den letzten Metern zum Notartermin festzustellen, dass der Verkauf so eigentlich doch nicht wirklich das ist, was man wollte. Mir ist so etwas in meinen frühen Berufsjahren durchaus passiert.

Gibt es diesbezüglich gewisse Richtlinien, die ein Interessent wissen und beachten muss?

Bei dem Verkauf einer Immobilie muss man einiges wissen und beachten. Nicht nur, dass man viel Geld verschenken kann – vor allem, wenn man mit zu hohen Vorstellungen an den Markt geht – sondern auch, weil es Haftungsrisiken und rechtliche Fallstricke geben kann. Auch muss gut überlegt sein, ob man als Eigentümer den Verkauf „in vorderster Front“ betreiben möchte, oder ob es nicht doch besser ist, etwas mehr Distanz zu den Kaufinteressenten zu wahren. Das kann emotional deutlich weniger belastend sein: Und man hat dementsprechend mehr Spielraum für Antworten oder Fragen.

Ein (Ver-)Mittler kann auch ein sehr hilfreicher Puffer sein. Und wenn es nicht nur um Verhandlungen mit Kaufinteressenten, sondern auch mit Miteigentümern geht, ist ein Moderator mit viel Erfahrung eigentlich fast immer Gold wert.

Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation in Bezug auf die Corona-Krise?

Das ist aus meiner Sicht sehr stark abhängig vom Marktsegment. So wird der Markt für Gastronomie und Freizeitimmobilien vollständig anders betroffen sein, als der Mietwohnungsmarkt. Daher halte ich eine differenzierte Betrachtung für sehr wichtig. Die derzeit verstärkt zu findenden Artikel, die undifferenzierte Aussagen in die Welt posaunen, sind nicht hilfreich und tragen zu der ohnehin bestehenden Verunsicherung bei.

Welche langfristigen Auswirkungen sehen Sie für Ihre Branche?

Mittelfristig sehe ich keine gravierenden Auswirkungen auf meine Branche – das eine oder andere spezielle Segment einmal ausgenommen. Gravierende Änderungen wird es meiner Einschätzung nach erst bei einem spürbaren Zinsanstieg geben. Insofern ist somit die Entwicklung der Finanzmärkte für mein Geschäftsfeld bedeutend.

Haben Sie allgemein einen ganz persönlichen Geheimtipp, den Sie Ihren Kunden mitgeben?

Mein Geheimtipp: Hören Sie nicht auf das Geschwätz anderer Leute! Suchen Sie sich mit Bedacht Fachleute, die Sie bei Ihrer Entscheidung beraten und unterstützen. In einer Zeit, in der jeder glaubt, er sei Immobilienexperte – nur, weil er schon einmal eine Eigentumswohnung gekauft oder schon einmal einen Mietvertrag unterschrieben hat, werden Sie mit schlauen Sprüchen überhäuft. Aber um die richtigen Entscheidungen für Ihre Immobilie treffen zu können, benötigen Sie einen möglichst ganzheitlichen Betrachtungswinkel. So sollten Sie auch intensiv darüber nachdenken und sich im Klaren sein, welche Ziele Sie verfolgen. Auch sollten Sie die Antwort auf Ihre Fragen parat haben, bevor andere Ihnen diese Fragen stellen. Sonst geraten Sie schnell in die Defensive.

Zu guter Letzt: Was ist Ihr Wunsch für 2020? Und für 2021?

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir als Ergebnis der gegenwärtigen Krise wieder mehr Respekt vor anderen und Demut im Umgang mit unserem Leben finden würden. Beides ist unserer Gesellschaft in der Vergangenheit mehr und mehr abhandengekommen.

Wir freuen uns auf Sie:

 

 

Kontakt

 

 

J.L. Völckers & Sohn KG

Alsterdorfer Straße 262

22297 Hamburg

Tel: 040 - 32 10 10

E-Mail: info@voelckers-sohn.de

www.voelckers-sohn.de

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