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Homöopathie für Tiere

In Sasel schlägt das Herz für Tiere

Ein Besuch bei Dr. Heiko Delorme ist wie eine Auszeit vom Alltag.

Die Praxis des Tierarztes in der Saseler Chaussee 145 liegt parallel zur Hauptstraße hinter einer Toreinfahrt mitten im Grünen. Im Garten umtoben vier Corgies ihr Herrchen. Delorme züchtet die kurzbeinigen Hütehunde, die vor allem durch die englische Königin bekannt wurden. "Leider hatte ich noch keine Anfrage aus dem britischen Königshaus nach meinen Hunden", sagt Delorme und lacht.

Der erste "Patient" an diesem Tag – ein Papagei – ist um halb elf einbestellt, Zeit genug zum Reden also. Delorme bittet in sein Arbeitszimmer. An der Wand über seinem Schreibtisch hängt ein Bild von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie sowie Abbildungen über die inneren Organe und dem Skelett von Hund und Katze. Außer diesen beiden beliebtesten Haustieren der Deutschen behandelt er auch Nagetiere – also Hasen, Kaninchen, Hamster oder Meerschweinchen - sowie alle gängigen Vogelarten und Reptilien.

Hunde Katzen und alle anderen Kleintiere sind seine Patienten

Selbst Ratten und Mäuse sind willkommen. Vor wenigen Wochen hätte eine Punkerin ihr Haustier, eine Ratte aus der Bluse gezogen. Das Tier hatte eine leichte einseitige Bindehautentzündung, wie er schnell diagnostiziert hatte. Euphrasia half sehr schnell. "Natürlich helfe ich auch Ratten, Frettchen und alle anderen Tiere, an denen das Herz ihrer Besitzer hängt. Es sind im Grunde ganz possierliche und zutrauliche Tiere, wenn man sich näher mit ihnen beschäftigt. Wichtig ist für mich, dass Sie artgerecht gehalten werden und dass man sie nicht aus einer Laune heraus erwirbt."

Delorme hat ein Herz für alle Tiere. Der Wahlhamburger, der in Hannover studiert hat, sieht seine Aufgabe darin, ihnen zu helfen, und zwar nachhaltig. Das zeigt sich vor allem im breiten Diagnostik- und Behandlungsspektrum seiner Praxis. Sein Motto: Die Basis jeder Behandlung ist ein sicherer Befund. Digitales Röntgen, Ultraschalluntersuchungen, Blutdruckmessung und alle gängigen Laboruntersuchungen sind bei ihm Standard.

Um jedes Tier gründlich untersuchen zu können, bekommt jeder Tierbesitzer ein exklusives Zeitfenster zugewiesen. Anders gesagt: Es sitzt, außer gelegentlich im Notdienst, keiner sonst im Wartezimmer. Hier kläfft, miaut und kräht nichts durcheinander. "Viele Tiere gleichzeitig im Wartezimmer, dann noch mit ihren besorgten Haltern, sorgen für unnötigen Stress, da sich leider naturgemäß nicht alle Arten untereinander gut vertragen. Es ist dann manchmal schwierig, die gestressten Tiere zu untersuchen und auch einige Laborparameter sind verändert.

Schulmediziner mit homöopathischer Kompetenz

Nach der Diagnostik folgt die Wahl der Behandlungsmethode. Hier steht dem Tiermediziner ein breites Spektrum zur Verfügung. Als ausgebildeter Tierarzt verfügt er über die Erkenntnisse aus der Schulmedizin, gleichzeitig nutzt er das Wissen alternativer Heilmethoden, vor allem der Homöopathie, Akupunktur und dem Einsatz von Mikroorganismen.

Seine These lautet schlicht: "Die Kombination aus Schulmedizin und Naturheilverfahren garantiert die besten Ergebnisse". Oft kann eine homöopathische Behandlung sehr hilfreich sein, manchmal reicht sie nicht aus. Bestes Beispiel ist eine Pankreas-Insuffizienz. Bei diesem Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist die Produktion der Verdauungsenzyme oder die der Blutzucker regulierenden Hormone eingeschränkt. Das äußert sich meist in Verdauungsbeschwerden mit chronischem Durchfall sowie Abmagerung oder im zweiten Fall mit Folgen von Blutzuckerstörungen. Hier, so Delorme, müssten dem Tier die fehlenden Enzyme bzw. Hormone zugeführt werden und es müsste eine Ernährungsberatung durchgeführt werden, da sei mit homöopathischer Therapie allenfalls begleitend etwas zu machen. Das gelte auch für andere Stoffwechselerkrankungen wie z.B. der Schilddrüsenunterfunktion. Wie beim Menschen, müssten auch hier dem Tier die fehlenden Enzyme ergänzt werden.

Homöopathie ist bei vielen chronischen Erkrankungen die bessere Wahl

In vielen anderen Fällen hilft die Homöopathie umso mehr. Die Heilmethode basiert, bei Mensch wie beim Tier, auf dem so genannten Reiz-Reaktions-Prinzip. Das bedeutet: Die kleinstmögliche Dosis eines homöopathischen Arzneimittels setzt einen spezifischen Reiz im Körper des Patienten. Der wird dadurch zu einer Reaktion gezwungen, wodurch die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Das "provozierende" Mittel zu finden, das genau diese Reaktion auslöst, erfordert viel gelerntes Wissen und Erfahrung.

Im Falle einer Heilung greift der immer gern von Homöopathie-Gegnern angeführte Placebo-Effekt bei Tieren wohl kaum. Auch bestimmte körpereigene Reaktionen im menschlichen und tierischen Körper laufen ähnlich ab und zum Teil mit noch geringeren Wirkstoffkonzentrationen, wie sie in der Homöopathie eingesetzt werden. In der Schulmedizin, so Delorme, sind Tierversuche auch heute meist noch Standard, Heilungserfolge einer homöopathischen Therapie bei Tieren bleiben eher unerwähnt.

Als Beispiel schildert er die Behandlung einer Hündin, bei der er erst kürzlich den ausgebliebenen Milcheinschuss mit genau dosierter Gabe von "Phytolacca" bewirkt hätte. "Hier konnten wir noch während der Behandlung zusehen, wie die Milch in das Gesäuge einschoss."

Einige Tierbesitzer, besonders auch Züchter, die sich, ihre Tiere und ihre Familie überwiegend homöopathisch behandeln, verfügen über eine kleine homöopathische Hausapotheke, und da reicht manchmal ein Telefonat, um abzuklären, ob ein sofortiger Tierarztbesuch angemessen ist, oder ob zunächst einmal ein homöopathischer Ratschlag ausreicht. Denn zwischen homöopathischen Arzneimitteln für Menschen und für Tiere besteht kein Unterschied, außer in der Dosis.

Vor allem bei Arthrose und anderen chronischen Erkrankungen hat sich Delorme zufolge die Homöopathie bewährt. Schulmedizinisch werden die Patienten in solchen Fällen meist mit starken Schmerzmitteln oder Cortison behandelt. Das lindert zwar oft die Symptome, hat aber in der Regel gravierende Nebenwirkungen auf die Organe und führt nicht selten zu Magen-Darm-Erkrankungen, Leber-und Nierenschäden. Das Fortschreiten der Erkrankung wird zudem beschleunigt. "Homöopathische Substanzen in Verbindung mit Akupunktur dagegen lindern die Schmerzen ohne Nebenwirkungen und fördern gleichzeitig die Beweglichkeit, ohne den Organismus und das Gemüt des Tieres zu schaden", so Delorme.

Eine Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten ist für ihn besonders bei Erkrankungen des Bewegungsapparates oft eine gute Ergänzung seiner Therapie.

Mikrobiologie: Der Darm ist der Schlüssel zur Gesundheit

Ein weiteres Spezialgebiet des Tierarztes ist die Mikrobiologie. Dabei geht es um die Labor-Analyse der Bakterienkultur im Darm des Tieres. Ist sie im Ungleichgewicht, spiegelt sich dieser Zustand meist in bestimmten Krankheitsbildern oder Verhaltensauffälligkeiten des Tieres wider – von Haut- und Schleimhauterkrankungen (Darmschleimhaut) bis zu Depressionen und jeglicher Art von Autoimmunerkrankungen.

"Der Darm erweist sich immer mehr als Schlüssel zur Gesundheit", sagt Heiko Delorme. Vor allem die Erkenntnis, dass Hirn- und Darmfunktion eng miteinander verbunden sind, ermöglichten heute neue Therapieansätze bei Menschen wie bei Tieren. So hätte ein Hund, der extrem ängstlich war, nach erfolgreicher Darmsanierung mit homöopathischen Substanzen plötzlich ganz neue Wesenszüge offenbart. Delorme. "Der Besitzer erlebte den Wandel von einem Duckmäuser in ein springlebendiges, fröhliches und mutiges Tier. Das musste er auch erst einmal verkraften."

Delorme beschäftigt sich bereits seit etwa 30 Jahren mit Mikroorganismen. Er stellt inzwischen Mikroorganismenkomplexe (MOK) her, die er auch ins In- und Ausland verschickt.

2013 war er einer von 10 internationalen Referenten auf dem Internationalen Kongress für Veterinärmedizin in Mexiko-City. Hier ging es um den Einsatz von Mikroorganismen bei Tieren.

Über das selbe Thema hat er im April dieses Jahres auf dem "Internationalen Kongress für Ganzheitliche Tiermedizin" in Nürnberg referiert.

Artikel über Mikroorganismeneinsatz bei Menschen und Tieren und in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft sind auch in einigen Fachzeitschriften veröffentlicht worden.

Um seinem "Hobby" Mikroorganismen eine für ihn angenehme Seite abzugewinnen, hat Delorme mehrmals in seinem Urlaub für "Anec", einer mexikanischen Organisation von Landwirten unentgeltlich Kleinbauern Möglichkeiten aufgezeigt, ökologische Landwirtschaft ohne Einsatz von Pestiziden und Düngemittel zu betreiben. Die Kleinbauern, die er zusammen mit Anec-Mitarbeitern zum Teil in die entlegensten Gegenden Chiapas aufgesucht hat, wurden dabei in die Produktion von Mikroorganismen für den Einsatz bei Tieren und für Böden, sowie in die Humusproduktion eingewiesen. Da in einigen Dörfern keinerlei medizinische Versorgung vorhanden war, wurden auch Grundkenntnisse in Homöopathie vermittelt. Homöopathie ist übrigens in Mexiko wesentlich stärker verbreitet, als in Deutschland.

Darüber hinaus hat Delorme in Mexiko und in Deutschland regen Gedankenaustausch mit Fachleuten aus Universitäten und aus der Landwirtschaft sowie mit engagierten Umweltschützern, die alle gemeinsam nach Wegen suchen, die konventionelle, zerstörerische Landwirtschaft und Massentierhaltung durch neue Gedankenansätze abzulösen.

Einige kritische Beispiele für Fehlentwicklungen, aber auch Hinweise auf Alternativen sind auf seiner Homepage unter www.dr-delorme.de (unter dem Punkt Mikroorganismen) nachzulesen.

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Dr. med. vet. Heiko Delorme

Saseler Chaussee 145

22393 Hamburg

Tel.: 040 - 63 64 44 86

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www.dr-delorme.de

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