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Systemische Therapie

Wie kann eine Beziehung gesund bleiben?

Mit viel Freude und Empathie geht Dr. Britta Papay in ihren Sitzungen vor und hilft Paaren so, ihre Blicke wieder auf die wesentliche Dinge ihrer Beziehungen zu richten.

Mit viel Freude und Empathie geht Dr. Britta Papay in ihren Sitzungen vor und hilft Paaren so, ihre Blicke wieder auf die wesentliche Dinge ihrer Beziehungen zu richten.

Foto: Catrin-Anja Eichinger: www.eichinger.hamburg

Wie halten Sie es so mit Prävention? Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge zum Zahnarzt, zum Hausarzt, zur Darmspiegelung? Wie wichtig ist es für Sie, in Prophylaxe zu investieren, sowohl zeitlich als auch monetär?

Wir leben in Deutschland in einer Gesellschaft in der nach wie vor Prävention eine relativ kleine Rolle spielt und in der das gesamte Gesundheitssystem auf Heilung anstatt auf Vermeidung von Erkrankung ausgerichtet ist.

Dies gilt bedauerlicherweise auch für psychische und mentale Themen, wo nach wie vor das Prinzip gilt: wir versuchen zu reparieren was kaputtgegangen ist.

Ich bin eine große Verfechterin von Prävention und Prophylaxe und betreibe dies auch in Beziehungsthemen professionell als Paartherapeutin.

Mein Anliegen ist, Beziehungen nicht zu reparieren, wenn sie kaputt sind, sondern Paare dabei zu begleiten, ihre Beziehung gesund zu halten.

Wie kann das gelingen?

Darüber habe ich kürzlich im Rahmen des WDR Podcasts „Lisas Paarschitt“ Lisa Ortgies ein Interview gegeben, in dem wir darüber sprachen, was wir tun können, um unsere Beziehungen gesund zu halten.

Wünschen wir uns nicht alle eine lebenslang andauernde glückliche Beziehung mit einem Partner oder einer Partnerin?

Ich glaube, dass dieser Wunsch in den meisten von uns zutiefst verankert ist, Frustration und Traurigkeit groß sind, wenn dies nicht gelingt.

Es geht darum von Anfang an eine gesunde und solide Grundlage für unsere Beziehung zu schaffen.

Wie geht das, wie können wir das machen?

Am Anfang haben wir die rosarote Brille auf und sehen in unserem Partner nur das Schöne und das Gute, sind verliebt, verklärt, überglücklich und überflutet von wunderbaren Hormonen und Botenstoffen, die drogengleiche Wirkung haben.

Ich sage aber immer, dass es in einer Beziehung erst richtig interessant wird, wenn wir die rosarote Brille absetzen. Dann geht es nämlich darum zu bewahren und auszubauen, was uns an diesem Partner so fasziniert.

Hier gibt es zum Beispiel die Landkarte des Partners, die es gilt, ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Stellen Sie sich vor, Sie gehen auf eine Wanderung und die Landkarte ist veraltet: Sie könnten sich ganz fürchterlich verirren! Und genauso ist es mit unserem Partner: Wenn wir auf dem Laufenden bleiben was dieser für Wünsche, Träume, Gedanken hat, was er will und was nicht, was er mag und was nicht, dann ist die Gefahr bei weitem geringer, uns zu verirren. Diese Landkarte halten wir aktuell, indem wir uns ganz viel miteinander austauschen und uns immer wieder erzählen, was uns wichtig ist.

Das zweite Wertvolle, das wir tun können, ist ständig auf unser Beziehungskonto einzuzahlen.

Das darf man sich gerne wie ein Bankkonto vorstellen, auf das man jeden Monat sein Gehalt einzahlt, gerne auch Ersparnisse bildet. Wie ungerne schauen wir auf einen Kontoauszug und sehen, dass wir in den roten Zahlen sind!

Die roten Zahlen in der Beziehung sind dauerhafte kleine Unachtsamkeiten, Gemeinheiten, Missachtung der Wünsche und Bedürfnisse des Partners, Gleichgültigkeit, Desinteresse.

Wenn wir die vielen kleinen Dinge des Alltags, die unser Partner für unsere Beziehung tut, wertschätzen, wenn wir selbst viele Kleinigkeiten dazu beitragen damit unser Beziehungskonto gefüllt bleibt, dann besteht die Gefahr der roten Zahlen erst mal gar nicht.

Ein weiterer wichtiger Präventionsaspekt ist, mit unserem Partner ausreichend klar und offen über unsere Bedürfnisse zu sprechen.

Erstens: Unser Partner kann nicht in unser Gehirn schauen und nicht wissen, was wir denken, fühlen und uns wünschen – egal wie lange wir uns schon kennen!

Und zweitens: Es braucht ein ganzes Dorf, nicht nur um ein Kind großzuziehen, sondern auch um unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Ein Problem moderner großstädtischer westlicher Beziehungen ist, dass wir auf unseren Partner schier unerfüllbare Wünsche und Bedürfnisse projizieren, die einen Menschen alleine vollkommen überfordern! Wir brauchen auch den besten Freund, den Pfarrer, den Paartherapeuten, den Kumpel, den Kollegen, den Arzt um alle Bedürfnisse zu befriedigen, die wir so haben.

Und dann noch: Wehret den Anfängen.

Es ist nahezu unmöglich, mit einem Partner das ganze Leben zu teilen, ohne dass man sich gegenseitig unwillkürlich ab und an mal Unrecht tut oder gar verletzt.

Wichtig ist dann, dies anzusprechen und nicht auf die nächste Gelegenheit zu warten, um dem anderen die angetane Ungerechtigkeit heimzuzahlen.

Dies geschieht oft in Form von Sarkasmus, kleinen Spitzen oder Gemeinheiten, die gerne dann auch in Anwesenheit Dritter ausgeteilt werden.

Jedes Mal, wenn wir uns durch unseren Partner verletzt oder ungerecht behandelt fühlen hat dies eine Berechtigung. Es ist unerheblich, ob es sich um eine Lappalie handelt oder unser Partner sagt: „Mein Gott, es war doch nicht so ernst gemeint!“ Wenn wir uns verletzt fühlen, dann sind wir das, weil das Gefühle in uns triggert, also anstachelt, die ganz tief in uns verankert sind und die meist mit unserer Geschichte, unserer Herkunft und unserer Kindheit zu tun haben.

Ich möchte Sie ermutigen, dies mit Ihrem Partner auch sofort anzusprechen und zu sagen, dass sie sich verletzt gefühlt haben durch seine Worte, sein Verhalten oder auch durch eine Unterlassung. Wenn man dabei Ich-Botschaften verwendet und vermeidet, den anderen anzuklagen, dann bietet dies die beste Möglichkeit, Verständnis, möglicherweise eine Entschuldigung und eine Vermeidung dieses Verhaltens in der Zukunft zu erlangen.

Denn das was geschieht, wenn sich im Laufe der Jahre in einer Beziehung die Verletzungen und die Missachtungen häufen, sind die von dem amerikanischen Therapeuten John Gottmann genannten „Vier Apokalyptischen Reiter“: Abwertung, Sarkasmus, Mauern und Rückzug.

Wenn in einer Beziehung die vier apokalyptischen Reiter Einzug halten, ist es allerhöchste Zeit, sich Hilfe zu holen.

Ich arbeite in meiner Praxis als Paartherapeutin mit dem Konzept des Baumes der Liebe und dem Ansatz, bereits am Anfang einer Beziehung die Wurzeln für das gesunde Wachstum eines schönen starken Baumes zu legen.

Für mich, aus Südeuropa stammend, ist es natürlich ein kräftiger, knorriger Olivenbaum.

Das kann aber gerne auch eine deutsche Eiche sein, eine Birke, eine Tanne oder was auch immer Sie mögen.

Kontaktieren Sie mich gerne, wenn Sie mehr über meine präventive Paartherapie erfahren möchten.

Natürlich unterstütze ich auch gerne beim Reparieren, denn wenn der Wille da ist, etwas wieder gut zu machen, ist oft auch ein Weg möglich.

Wir freuen uns auf Sie unter:

 

 

Kontakt

 

 

Dr. Britta Papay

Lehnhartzstraße 8

20249 Hamburg

Tel.: 040/20956933

britta.papay@hamburg.de

https://brittapapay.de/

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