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imland Klinik Eckernförde

Neue Bewegungsfreiheit nach nur einer Stunde

Foto: imland Klinik

Mit über 1.200 Knie- und Hüftgelenksoperationen ist das Gelenkzentrum Eckernförde Vorreiter auf dem Gebiet der Endoprothesen. Im Interview mit dem Hamburger Abendblatt verrät Dr. med. Steffen Oehme, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, was die Behandlung in der imland Klinik besonders macht und erklärt Behandlungsabläufe.

Dr. Oehme, das Gelenkzentrum in Eckernförde ist eines von nur drei Endoprothetik Zentren der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein. Was genau kann sich der Leser darunter vorstellen?

Endoprothetik ist der Fachbegriff für den künstlichen Gelenkersatz. Seit etwa fünf Jahren vergeben die Berufsverbände Zertifikate für bestimmte Klinikausrichtungen, also auch für den Bereich Endoprothetik. In Deutschland gibt es rund 1.200 Kliniken und Krankenhäuser, die solche Eingriffe durchführen. 480 sind durch die Berufsverbände zertifiziert, 180 davon sind wiederum Maximalversorger auf diesem Gebiet, aber nur insgesamt drei befinden sich in Schleswig-Holstein. Dazu gehören wir.

Was zeichnet eine Klinik denn als Maximalversorger aus?

Maximalversorger zu sein bedeutet im weitesten Sinne erst mal, dass wir das Leitungsangebot im Bereich der Endoprothetik im Vergleich zu anderen Krankenhäusern bei weitem übertreffen. Wir sind im Gelenkzentrum Eckernförde spezialisiert auf den künstlichen Gelenkersatz. Als Maximalversorger haben wir entsprechend viel Routine in solchen Operationen. Eine Besonderheit ist, dass bei jeder OP ein Haupt- oder Senioroperateur am OP-Tisch anwesend sein muss. Und die haben einen straffen Terminplan, denn sie müssen jährlich sowohl 100 Hüftgelenks- als auch Knieoperationen durchgeführt haben. Diese Expertise gibt auch den Patienten die Sicherheit, ein bestmögliches OP-Ergebnis zu erzielen.

Und wer prüft das alles?

Den Status als Maximalversorger zu halten oder erst einmal zu erlangen, ist gar nicht so einfach und mit viel Aufwand verbunden. EndoCert, eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, prüft und kontrolliert medizinische Einrichtungen im Bereich der Endoprothetik. Alle drei Jahre findet diese Zertifizierung durch externe Orthopäden statt, welche die Verfahrensweise genauestens prüfen – das dauert mehrere Tage. So müssen z.B. alle Ergebnisse aller Operationen offengelegt werden, anhand derer EndoCert eine Beurteilung der Ergebnisqualität abgibt. Bei 1.200 Operationen im Jahr ist das eine Sisyphusarbeit, die wir für unsere Patienten aber gerne in Kauf nehmen.

Wann ist ein Gelenkersatz überhaupt nötig?

Verschleiß ist der Hauptgrund für einen künstlichen Gelenkersatz. Ist die Knorpelfläche abgenutzt, trifft Knochen auf Knochen und das verursacht bei Bewegung Schmerzen. Das Durchschnittalter unserer Patienten liegt bei etwa 68 Jahren. Ein Drittel der Patienten ist aber auch deutlich jünger und muss in Folge eines Unfalls oder eine Rheumaerkrankung operiert werden. Außerdem werden die Ansprüche der Patienten höher. Heute möchte man auch im fortgeschrittenen Alter, wenn man sonst noch geistig und körperlich fit ist, sein Leben immer noch eigenständig führen, reisen und/oder Sport machen können.

Wie zeitintensiv ist ein solcher Eingriff und mit welchen Folgen müssen die Patienten leben?

Im Gelenkzentrum in Eckernförde sind wir routiniert in der Durchführung minimalinvasiver und muskelschonender Operationstechniken. So wird bei einer Hüftoperation z.B. nur die defekte Knorpelschicht abgeschliffen, vom eigentlichen Beckenknochen geht nichts verloren. Der Hüftkopf wird entfernt, und durch einen Prothesenschaft im Oberschenkel ersetzt. Auch dieser Eingriff ist viel schonender als früher, denn es ist u.a. nicht mehr nötig, die Muskelschichten über den auszutauschenden Gelenken zu durchtrennen. Heute haben wir Methoden, um zwischen den Muskelsträngen zu operieren, sodass diese vollkommen unversehrt bleiben und sich kein Narbengewebe im Muskel bildet. Nach etwa einer Stunde ist der Patient dann auch schon fertig und wird ins Aufwachzimmer gebracht.

Ist der Patient denn nach einer Operation für immer von seinen Sorgen befreit?

Leider wohl nicht für immer, aber unsere Patienten können sich sicher sein, dass wir für unsere Endoprothesen ausschließlich High-Tech Materialien verwenden. So besteht ein künstliches Hüftgelenk z.B. aus Titan, wobei die bewegten Teile aus Keramik und/oder medizinischem Kunststoff gemacht sind. Diese Materialien versprechen eine besonders hohe Lebensdauer. Das war früher noch anders, da mussten die Verschleißteile bereits nach 12 bis 15 Jahren ausgewechselt werden. Nach heutigen Standards funktioniert der Gelenkersatz hingegen 20 bis 25 Jahre sehr gut, danach können wieder erste Verschleißerscheinungen auftreten, die eine Wechseloperation nötig machen. Dabei wird aber nicht zwangsläufig die gesamte Prothese ausgetauscht, meist sind es nur einzelne Teile, die verschlissen sind, und die gezielt gewechselt werden können.

Wie sieht denn ein typischer Behandlungsverlauf aus, angefangen bei den ersten Beschwerden bis hin zu der Zeit nach der OP?

Es ist wichtig zu erwähnen, dass nicht jeder Gelenkverschleiß zwingend operativ behandelt werden muss, auch mit Krankengymnastik lässt sich im frühen Stadium vieles beheben. Hier bekommt man u.a. Tipps für einen schonenderen Umgang mit den Gelenken im Alltag und wie man Fehlstellungen ausgleichen kann. Wird die Lebensqualität mehr und mehr beeinträchtigt, sollte ein Beratungstermin bei einem Orthopäden vereinbart werden. Wer das Gespräch aber nach 15 Minuten mit einem OP-Termin verlässt, sollte hellhörig werden. Wir beraten im Gelenkzentrum umfangreich und geben dem Patienten die nötige Zeit, den Eingriff zu überdenken und genau abzuwägen. Wer sich dann für eine Operation entscheidet, sollte sich auf einen etwa einwöchigen Klinikaufenthalt einstellen. Nach der knapp einstündigen OP wird bereits am Tag darauf mit der ersten Krankengymnastik begonnen. Das neue Gelenk kann sich zunächst etwas ungewohnt anfühlen, da auch etwaige Fehlstellungen durch die Operation behoben werden. Nach dem Aufenthalt bei uns erfolgt eine dreiwöchige Reha-Maßnahme. In häuslicher Umgebung befindet sich der Patient also erst wieder nach ca. vier Wochen, aber auch dann raten wir dringend weiter zur ambulanten Krankengymnastik. Im Nachgang finden selbstverständlich noch einige Nachsorgetermine bei uns statt - mit erfreulichen Ergebnissen: Über 80 Prozent der Patienten berichten spätestens nach einem Jahr, dass sie das künstliche Gelenk überhaupt nicht mehr spüren und es uneingeschränkt nutzen können.

So erreichen Sie uns:

 

 

Kontakt

 

 

imland Klinik Eckernförde

Schleswiger Str. 114

 24340 Eckernförde

Tel.: 04351 882-575

info.kleck@imland.de

www.imland.de

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