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Internistische Gemeinschaftspraxis in Hamburg und Umgebung

„Sie tragen die Verantwortung für Ihre Gesundheit – gehen wir es an!“

Die aktuelle Corona-Pandemie aber auch die jährliche Grippewelle und andere Krankheitsbilder stellen die Medizin seit jeher vor große Herausforderungen. Wie jeder zu seinem eigenen Wohlbefinden beitragen und die Ausbreitung von Krankheiten eindämmen kann, erklärt Dr. Peter Kuhlencordt im Interview mit dem Hamburger Abendblatt.

Neben dem Gefäßspezialisten Herrn Dr. Kuhlencordt, Internist, Kardiologe und Angiologe, ist Frau Dr. Kohlhage-Traub, Internistin, Kardiologin und Schlafmedizinerin, in der Gemeinschaftspraxis Fontenay tätig. Die beiden Mediziner ergänzen sich in ihrer Arbeit und decken somit das gesamte internistische Spektrum von Prävention und Diagnostik über Beratung bis hin zur Behandlung ab.

Herr Dr. Kuhlencordt, die Corona-Pandemie hält die Welt derzeit in Atem. Sehen Sie als Mediziner irgendeine Chance, solche rasant steigenden Infektionszahlen künftig in Zaum zu halten?

Letztlich lernen wir alle von der aktuellen Situation. Neben den allgemeinen Maßnahmen zur Früherkennung und Unterbrechung der Infektionskette ist es enorm wichtig, Patienten mit dem Risiko für schwere, potentiell tödliche Verläufe besonders zu schützen. Zu dieser Gruppe gehören Menschen mit Gefäßerkrankungen, Übergewicht, Immunschwäche bzw. schwerer Lungenerkrankungen sowie alte Menschen mit schweren Begleiterkrankungen.

Nicht jeder Krankheit kann man vorbeugen, aber welche Präventionsmaßnahmen kann ich ergreifen, um mich effektiver gegen solche Virusinfekte zu wappnen?

Im Rahmen der Corona-Pandemie wird sehr deutlich, dass jeder von uns seine körperliche Fitness und Gesundheit und damit seine Widerstandskräfte so gut wie möglich bis ins hohe Alter erhalten sollte. Dies kann jeder Einzelne nur durch ein optimales Management seiner Risikofaktoren bzw. Erkrankungen erreichen. Was in den Vordergrund rücken muss, ist die Erkenntnis, dass jeder die Verantwortung für seine eigene Gesundheit trägt. Das wiederum setzt voraus, dass Risikofaktoren und Erkrankungen früh erkannt werden, um rechtzeitig drohende gesundheitliche Probleme präventiv behandeln zu können.

Vorsorge wird von vielen Menschen jedoch leider hintenangestellt. Wann sollte ich auf jeden Fall Ihre Praxis aufsuchen?

Zum Check bei uns in der Praxis sollten sich auf jeden Fall Patienten mit Übergewicht sowie Raucher und Personen, deren Familie häufig von Herzkreislauferkrankungen betroffen ist, vorstellen. Bestehen weitere Risikofaktoren wie Nierenerkrankungen, Fettstoffwechselerkrankungen, Bluthochdruck oder Zuckerkrankheit sollten sogar regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erfolgen.

Die kardiologische und gefäßmedizinische Präventiv-Untersuchung erfolgt dann in unserer Praxis mithilfe modernster Technologien, um kardiovaskuläre Risiken bzw. Erkrankungen so früh wie möglich zu erkennen.

Eine wirkungsvolle Form der Vorsorge in Ihrer Praxis ist die Teilnahme an einem individuell angepassten „Check-Up“. Wovon profitieren Ihre Patienten hier?

Der medizinische Check kann den Patienten viele Sorgen nehmen. In Abhängigkeit von ihrem persönlichen und individuellen Risikoprofil können durch den Check u.a. folgende Erkrankungen ausgeschlossen werden: Metabolische Risikofaktoren (Labor), Strukturelle Herzerkrankung, Koronare Herzerkrankung, Herzrhythmusstörungen, Karotisstenose, Bauchaortenaneurysma, Nierenarterienstenose, PAVK, Postthrombotisches Syndrom und Krampfaderleiden.

Die Gefäßmedizin ist ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit, arteriell setzen Sie einen Fokus auf die sogenannte Schaufensterkrankheit (pAVK) wie auch auf die Carotisstenose und das Bauchaortenaneurysma. Was haben diese Krankheiten gemeinsam?

Bei den genannten Erkrankungen sind die Schlagadern des Körpers betroffen. PAVK steht für periphere arterielle Verschlusserkrankung, auch als Schaufensterkrankheit geläufig. Bei der pAVK kommt es zu einer fortschreitenden Verengung der Schlagadern der Beine, seltener der Arme. Bei über 55-Jährigen ist meist eine sogenannte „Gefäßverkalkung“ der Auslöser. Bei jedem Zehnten ist aber eine völlig andere Erkrankung ursächlich für die Verengung bzw. den Verschluss der Arterien. Typischerweise kommt es bei der pAVK zu belastungsabhängigen Wadenschmerzen, die zum Stehenbleiben zwingen können. Da nach kurzer Pause wieder Beschwerdefreiheit besteht, können die Betroffenen zum nächsten „Schaufenster“ weitergehen. Mit zunehmendem Sauerstoffmangel kommt es in weiter fortgeschrittenen Stadien zu Ruheschmerzen oder sogar zur Entwicklung von Nekrosen. Fest steht, dass eine erfolgreiche Behandlung der pAVK nur gelingt, wenn die Ursache der Durchblutungsstörung richtig erkannt wird. Dabei haben Patienten mit pAVK das höchste Herz-Kreislauf-Risiko, sodass bei uns immer auch eine Abklärung und Therapie der Risikofaktoren erfolgt. Durch die Messung der Durchblutung mittels Knöchel-Arm-Index, Pulswellenanalyse und farbcodierter Duplexsonographie können wir genau beurteilen, ob eine pAVK vorliegt.

Bei der Karotisstenose wiederum handelt es sich um eine Verengung der hirnversorgenden Halsarterien. Meist liegt eine jahrzehntelange, fortschreitenden „Verkalkung“ der Gefäßwand zugrunde. Mit zunehmender Verengung der Arterien steigt das Risiko für einen Schlaganfall. Risikofaktoren sind Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Rauchen und genetische Faktoren wie familiäre (Vor-)Belastung. In den meisten Fällen kann eine Karotisstenose mit Medikamenten behandelt werden. Bei Hinweisen für Verschleppung von Blutgerinnseln oder sehr enger Halsschlagader sollte die Verengung chirurgisch oder katheterinterventionell saniert werden. Den Grad der Verengung können wir mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung, der farbcodierten Duplexsonographie herausfinden.

Die Bauchaortenaneurysma ist eine Erweiterung der Hauptschlagader und besonders tückisch, da sie von den meisten Patienten überhaupt nicht bemerkt wird. Ab einem Querdurchmesser von 5,5cm steigt das Risiko, dass das Aneurysma platzt, ein Ereignis welches leider selten überlebt wird. So ist es hier besonders wichtig, dass das Aneurysma repariert wird, bevor das Gefäß platzt. In Abhängigkeit der individuellen Begleitumstände kann in solchen Fällen dann eine Gefäßprothese mittels eines Katheterverfahrens eingesetzt-, oder die Hauptschlagader offen chirurgisch repariert werden.

Venöse Gefäßerkrankungen sind u.a. die Thrombose und die Lungenembolie, welche Risikofaktoren spielen hier eine Rolle?

Eine tiefe Beinvenenthrombose mit oder ohne Verschleppung von Gerinnsel-Material in die Lunge (Lungenembolie) entsteht häufig aufgrund einer familiären Vorbelastung. Weitere Risikofaktoren sind mangelnde Bewegung, ausgelöst durch Bettlägerigkeit oder auch Langstreckenflüge. Des Weiteren begünstigen Übergewicht, eine Schwangerschaft, die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln, Rauchen, Tumorerkrankungen und Faktoren, die die Gerinnfähigkeit des Blutes steigern (Thrombophilie), die Entstehung einer Thrombose. Eine Thrombose die ohne erkennbare Risikofaktoren auftritt ist prognostisch wegen der hohen Zahl an Rezidiven besonders ungünstig.

Gibt es denn sogenannte Frühwarnsignale?

Frühwarnsignale für eine Venenthrombose sind eine einseitige Beinschwellung, Beinschmerzen, Fußschmerzen und bläuliche Verfärbung der Zehen. Bei zusätzlicher Lungenembolie können Atemnot, Unruhe, Schweißausbrüche, Brustschmerzen, Herzrasen, Herzstolpern und Ohnmachtsanfälle hinzukommen.

Ihre Schwerpunkte bauen allesamt auf Ihre allgemein internistische Tätigkeit auf. Mit welchen Krankheitsbildern haben Sie also darüber hinaus zu tun?

Neben meinen Spezialgebieten, dem Herzen, den Arterien (Schlagadern), Venen und Lympherkrankungen beschäftige ich mich mit den Erkrankungen der „inneren“ Organe wie z.B. dem blutbildenden System, der Leber, den Nieren, dem Darm, der Drüsen (Schilddrüse etc.) und der damit verbundenen Hormonproduktion.

Aus Ihrer Erfahrung heraus: Gibt es eine Altersgruppe, die besonders mit internistischen Leiden zu tun hat oder gibt es offensichtliche Auslöser?

Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der internistischen Erkrankungen. Im Alter von 50 Jahren leiden ca. 50% unserer Bevölkerung an einer chronischen Erkrankung. Wir sehen in unserer Praxis aber auch eine Vielzahl jüngerer Patienten mit z.B. Durchblutungsstörungen, Krampfaderleiden, Venenthrombose, mit Herzfehlern, mit Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen.

Was möchten Sie den Lesern noch mit auf den Weg geben?

Wir freuen uns Sie in unserer Praxis begrüßen zu dürfen und nehmen uns gerne die Zeit mit Ihnen Ihre Gesundheitsziele abzusprechen und umzusetzen.

So erreichen Sie mich:

 

 

Kontakt 

 

 

 

Internistische Gemeinschaftspraxis Fontenay

PD Dr. Peter Kuhlencordt

Dr. Med. Monika Kohlhagen-Traub

Fontenay 1d

20354 Hamburg

Tel: 040 413307630

E-Mail: praxis@internistenfontenay.de

www.internistenfontenay.de

Schwerpunkte

 

 

Kardiologie

Angiologie

Schaufensternkrankheit