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50 Jahre Hörforschung

Von Hannover um die Welt: Eine Hörprothese auf Reisen

Passgenaue Hörsysteme für jeden Anspruch sind das Ziel des Deutschen HörZentrums Hannover.

Passgenaue Hörsysteme für jeden Anspruch sind das Ziel des Deutschen HörZentrums Hannover.

Foto: Kaiser/MHH

Das Deutsche HörZentrum Hannover (DHZ) hat sich in den letzten Jahren weltweit einen Namen gemacht. Dafür ist vor allem eine Hörprothese, das sogenannte Cochlea-Implantat (CI), verantwortlich.

Das Rauschen des Meeres, der Wind in den Baumwipfeln, die Stimme des eigenen Kindes: Geräusche sind Emotionen. Für die meisten ist es unvorstellbar, diese nicht mehr wahrnehmen zu können. Und das soll auch so bleiben. Dafür engagiert sich die HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover mit ihrem Deutschen HörZentrum (DHZ) seit fünf Jahrzehnten.

"Wir machen Menschen hörend"

Seit 1984 beherbergt die HNO-Klinik global das größte Cochlea-Implantat (CI) Zentrum. „Wir machen Menschen hörend“, lautet dabei der Slogan.

Und das gelingt! Mit fast 10.000 CI-Operationen bis zum Jahr 2019 hat das HörZentrum Hannover Pionierarbeit geleistet und bereits tausende Menschen von der Stille befreit. Neben den hochgradig schwerhörigen Patienten und den Hörgeräteträgern werden zunehmend Menschen mit Mittelohrimplantaten versorgt. Dieses breite Spektrum macht das DHZ weltweit zur einzigen Einrichtung, die die komplette Bandbreite der Hörstörungen abdecken kann. "Wir versorgen Menschen mit Hörstörungen aller Art und in jedem Lebensalter“, verdeutlicht Klinikdirektor Prof. Thomas Lenarz, der das HörZentrum 2003 als Teil der HNO-Klinik gegründet hat.

Gegen soziale Isolation für mehr Lebensqualität

Wie wichtig das Hören für die gesellschaftliche Teilhabe ist, spüren die meisten erst, wenn sie plötzlich ertauben oder die Hörfähigkeit schleichend nachlässt. Aber gerade auch für Menschen, die von Geburt an betroffen sind, hat die Hörschädigung weitreichende Folgen. Soziale Isolation, eine reduzierte Lebensqualität, Depressionen und Arbeitslosigkeit sind oft das Resultat der auditiven Einschränkung.

Um Spracherwerb und Bildungschancen zu garantieren, werden gehörlos geborene Kinder heute möglichst schon im ersten Lebensjahr mit einem CI versorgt. Erstmalig wurde dieser Eingriff 1988 europaweit in Hannover an einem 4-Jährigen durchgeführt. Die Hörforscher der MHH stellten fest, dass es nur ein kleines Zeitfenster für diese Kinder gibt, um die sogenannte Hörbahnreifung gelingen zu lassen. Bereits im Alter von sechs Jahren kann es dafür schon zu spät sein.

Hörforschung made in Hannover

Unter der Leitung von Prof. Thomas Lenarz deckt die Hannoversche Hörforschung mit ihren klaren Zielen die gesamte Innovationskette für Hörsysteme und Cochlea-Implantate ab. Doch damit nicht genug: Die Forscher arbeiten mit Hochdruck daran, die Signalübertragung zu perfektionieren und das bionische Ohr zu realisieren. Sprich: Das natürliche Hören wiederherzustellen. „Unser Ziel ist ganz klar: eine für jeden Patienten präzise Diagnose und maßgeschneiderte Therapie“, betont Prof. Lenarz. Für diese Unternehmung hat die HNO-Klinik zwei eigene Forschungsabteilungen gegründet. Das Verbundsinstitut für AudioNeuro-Technologie und Nanobiomaterialien (VIANNA) dient dabei als Aushängeschild. „Wir untersuchen, wie sich das Gehirn bei Gehörlosigkeit entwickelt, welche Veränderungen es aufweist und wie es sich an die Situation mit den Hörprothesen anpasst“, fasst Prof. Andrej Kral, der gemeinsam mit Prof. Lenarz das Institut leitet, die komplexen Prozesse zusammen.

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Kontakt

 

 

Deutsches HörZentrum Hannover

Karl-Wiechert-Allee 3

30625 Hannover

Tel.: 0511/532-6603

dhz.sekretariat@mh-hannover.de

www.hoerzentrum-hannover.de

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