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Ergotherapie und Logopädie

„Eine Therapie ist nur so gut wie die Ursachenanalyse“

Svend Holger Schulze, Gründer und Leiter des Lernwerk Therapiezentrums für Ergotherapie und Logopädie, erklärt das individuelle Lernwerk-Konzept und dessen nachhaltigen Erfolg

Hamburger Abendblatt: Herr Schulze, Sie leiten das Lernwerk Therapiezentrum für Ergotherapie und Logopädie sowie eine Nachhilfeschule. Was genau unterscheidet Lernwerk von anderen Anbietern?

Holger Schulze:

Zum einen findet Nachhilfe immer nur in Form des Einzelunterrichtes durch lehrerfahrene Akademiker* und Lehrer* (m.w.d) statt. Im Lernwerk sind Lehrende in der Lage lerntypengerecht zu unterrichten und die Schüler dort abzuholen, wo sie stehen. Wir arbeiten mit klaren Zielvorgaben, geben Lehrstoff zur Vertiefung mit und verzichten auf Unterrichtsverträge. Bei uns kann man freie Stundenkontingente erwerben und on demand Stunden ordern. So erhöhen wir die Unterrichtsfrequenz vor Arbeiten und Prüfungen und können auf Wunsch in den Ferien oder bei sonstigen Abwesenheiten pausieren.

Auf welche spezielle Methodik greift das Lernwerk im Bereich der Therapien bei Kindern und Erwachsenen zurück?

Auf keine im Besonderen, wir arbeiten individuell. Nach einem Konzept oder einer Methodik zu arbeiten, halten wir für grundfalsch, denn die Ursachen, also die Probleme von Lernstörungen, sind zu komplex, um sie mit einer Standardmethode behandeln zu können. Anders gesagt: Eine Therapie kann nur so gut sein, wie die Ursachenanalyse im Rahmen einer interdisziplinären Ursachenforschung, auf deren Basis wir dann individuelle Therapiepläne erstellen.

Wie sieht so eine Ursachenanalyse aus?

Grob betrachtet lassen sich anhand von acht Störungsfeldern fast immer die Symptomen LRS, ADHS, burn out, Schlaf- oder Konzentrationsstörungen etc. erklären. Die potentiellen Störungsfelder sind

auditive Wahrnehmungsdefizite, visuelle Blicksteuerungsproblematiken, mangelnde Hirnstromsteuerungsfähigkeiten, Lateralitätsstörungen, unangepasster Medienkonsum, mangelnde Erziehungsstruktur, unerkannte Ängste und Traumata und Haltungsproblematiken bzw. vorhandene frühkindliche Reflexe.

Haben sie hier ein Beispiel?

Ja, der HNO-Arzt prüft das periphere Hören. Wir messen, wie schnell und vollständig das Gehirn die einzelnen Töne verarbeitet und zu Buchstaben zusammensetzen kann. Das nennt man die Entwicklung einer gestaltfesten Repräsentation eines Wortes vor dem inneren Auge. Das Kind hört Wasser. Und buchstabiert für sich Waser. Der Doppellaut wurde nicht im Gehirn „aufgelöst“. Oder es hat eine unzureichende Tonhöhendifferenzierung. Dann kann es Satzbetonungen nicht heraushören und versteht den Sinn oder die Intention des Satzes nicht. Kinder mit solchen Störungen landen sehr schnell in der Schublade „LRS“. Das ist Unsinn. Das Kind benötigt in diesem Fall die Behandlung der auditiven Wahrnehmungsstörung.

Ist das nicht sehr aufwändig zu therapieren?

Nein, es ist eine relativ leichte Therapie mit nahezu 100-prozentigen Therapieerfolgen. Ist das Gehirn nach der Therapie in der Lage, Töne schnell und vollständig aufzulösen, ist die Ursache für die sogenannte LRS beseitigt und es kann ganz normal lernen. Dies sind nur zwei Beispiele von Dutzenden Testverfahren, die wir hier bei uns durchführen können. Indem wir diese falsche Weichenstellung in einer frühen Lebensphase korrigieren, helfen wir den Kindern auf lange Sicht, ihr Leben erfolgreich meistern zu können.

Welche Menschen profitieren besonders von dem Lernwerk-Konzept?

Im Prinzip Betroffene mit Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, ADHS und sogenannten Teilleistungsstörungen. Stark zunehmend Klienten, die wegen unserer Neurfeedback-Kompetenz gezielt zu uns kommen oder an uns verwiesen werden. Insbesondere Schlaganfallbetroffene, Tinnitus- und Migräne-Patienten.

Welche Leistungen stehen besonders im Fokus?

Wir sind wohl der führende Anbieter für Neuro-Biofeedback-Therapien in Norddeutschland. Wir bieten alle Systeme des Neurofeedbacks an und haben eine Expertise von tausenden Behandlungen. Diese Therapieform wirkt unglaublich schnell, implizit und nachhaltig. Ob es eine sinnvolle Therapie ist, finden wir durch unsere Vortests und Hinweise von Ärzten und Psychotherapeuten heraus. Diese Behandlungsform ist international seit Jahrzehnten Standard. In Deutschland bieten es bislang nur wenige Kliniken oder private Arztpraxen an. Wir fühlen uns hier als der Robin Hood, weil wir diese hochwertige Technologie auch einkommensschwächeren Menschen anbieten können.

Wie läuft die Zusammenarbeit im Einzelnen ab – von der Diagnostik bis zur Lerntherapie?

Zunächst wird in einem kostenfreien Vorgespräch geklärt, welche Diagnosen bereits gestellt wurden und fragen alle relevanten Phasen von der Schwangerschaft, über die frühkindliche Entwicklung, erfolgte Behandlungen und Therapien, Sozialverhalten, Lernstruktur, Erziehungsmuster, Medienkonsum, u.v.m. ab und führen schon erste Tests durch. Sinn dieses Gespräches von rund 70 Minuten ist es, dass wir Indizien finden, die weitere tiefgreifende Tests notwendig erscheinen lassen.

Sollten wir diese für sinnvoll halten, führen wir diese an weiteren Terminen durch und analysieren die möglichen Ursachen. Hierfür stehen uns Systeme zur Verfügung, die auf wissenschaftlichen Studien konstruiert wurden und auf Normwerte zurückgreifen können. Wir messen, wir glauben nicht. Anschließend findet die Auswertung der Ergebnisse und die Übertragung in eine verständliche Berichtsform statt. In einem weiteren Termin werden den Betroffenen dann die Ergebnisse erläutert und ggf. ein Therapieplan vorgeschlagen.

Auf welche Erfolge können Sie verweisen?

Wir arbeiten seit über 15 Jahren mit der Lernwerk-Methode und haben in unserem Stammhaus und unseren Niederlassungen bisher über 6000 Menschen therapiert. Unsere Erfolgsquote liegt über 90 Prozent. Diese hohe Therapieeffizienz erreichen wir, weil wir durch die umfassenden Vortests einschätzen können, welche Therapieform Sinn macht und ob wir die richtigen Partner sind. Erkennen oder vermuten wir, dass ein spezialisierter Augen- Ohren- oder Kinderarzt, ein Psychotherapeut oder Osteopath behandeln oder klären muss, nehmen wir den Klienten gar nicht erst auf.

Wie messen Sie den Erfolg?

Über eine permanente Erfolgskontrolle. Nach drei Monaten bewerten wir dezidiert die Therapiefortschritte. Diese müssen klar nach drei Monaten erkennbar sein. Ist dies nicht der Fall, kann es daran liegen, dass der Klient nicht oder unzureichend kooperiert, Übungen zu Hause nicht umgesetzt werden oder wir etwas übersehen haben. Wir würden in diesen Fällen nicht einfach weiter therapieren, sondern auch abbrechen. So besetzen wir keine wertvollen Therapiezeiten, sparen dem Gesundheitssystem Kosten und belasten auch nicht die Budgets der Verschreibenden über Gebühr.

So erreichen Sie uns:

 

 

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