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Osteopathie

Die mit den Händen heilt

Die Osteopathie gilt als besonders wirksame Therapie zur Erhaltung der Beweglichkeit des gesamten Organismus. Das kann Nicole Schlüter nur bestätigen. Die Heilpraktikerin praktiziert seit 2006 als selbständige Heilpraktikerin Hamburg. In Ihrer Praxis in der City (Großer Burstah) hat sie sich der Osteopathie verschrieben. Im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt erklärt sie, was sie an der ganzheitlichen Behandlungsmethode so nachhaltig fasziniert.

Hamburger Abendblatt: Frau Schlüter, Sie sind seit zwölf Jahren als Osteopathin tätig. Wie kamen Sie dazu?

Nicole Schlüter: Ich habe mich schon während meiner dreijährigen Ausbildung zur Physiotherapeutin eingehend mit der Osteopathie beschäftigt und bemerkt, dass meine Patienten auf die Behandlungen mehr als positiv reagierten. Parallel zur meiner Ausbildung zur Osteopathin habe ich mich zur Heilpraktikerin ausbilden lassen, denn in Deutschland dürfen nur Heilpraktiker und Ärzte als Osteopathen arbeiten. Im Rahmen einer fünfjährigen berufsbegleitenden Ausbildung am College Sutherland habe ich meine Kenntnisse auf diesem Gebiet dann immer weiter verfeinert.

Das ist eine lange Ausbildung. Ist die generell nötig in diesem Bereich?

Ja, auf jeden Fall. Denn vor allem durch Erfahrung und Austausch mit anderen entwickelt ein Osteopath ein sicheres Gespür dafür, wo die Ursache von Störungen im Bewegungsapparat beim jeweiligen Patienten liegt. Man wird zu einem Seismographen (lacht).

Wo haben Sie Ihre praktischen Erfahrungen gemacht?

Ich hatte das Glück, an großen Kliniken behandeln zu dürfen, darunter an den Krankenhäusern St. Georg und im Krankenhaus Barmbek in Hamburg, dem Loretto-Krankenhaus in Freiburg oder der Rheumaklinik und psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt. Ich war außerdem in zwei Mutter-Kind-Kliniken im Schwarzwald sowie in verschiedenen physiotherapeutischen Praxen in Hamburg sowie im Augustinum in Freiburg tätig.

Was waren und sind die häufigsten Krankheitsbilder Ihrer Patienten?

Viele Leiden an Störungen des Bewegungsapparates, aber auch im organischen, also internistischen Bereich – etwa, wenn sich ein Organ an der falschen Stelle befindet und so Schmerzen verursacht.

Als Osteopathin sind Sie ja spezialisiert auf Mobilität und Beweglichkeit. Wie genau funktioniert das?

Zunächst betrachte ich den Körper und die Bewegungsabläufe als Ganzes. Oft ist nur eine bestimmte Region des Körpers in der Bewegung eingeschränkt, doch das führt oft dazu, dass der gesamte Körper über die Zeit in Mitleidenschaft gezogen wird. Es bilden sich ganze Spannungsketten, die bei nicht mehr ausreichender Kompensation zu gesundheitlichen Problemen führen können.

Wie ermitteln Sie diese Schwachstellen?

Ich habe als Osteopathin natürlich eine detaillierte Kenntnis über den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Körpers. Hier achte ich vor allem auf die Faszien, die alle Gewebe und Organe umhüllen und miteinander verbinden. Dadurch können sie auch Beschwerden in weiter entfernt liegenden Körperbereichen verursachen, wo ich dann die osteopathische Behandlung beginne.

Sie bieten ja eine Vielzahl von manuellen Techniken an. Welche sind das im Einzelnen?

Je nach Beschwerdebild des Patienten setze ich die so genannte parietale Osteopathie, die viscerale und die craniosacrale Osteopathie ein. Bei der parietalen Osteopathie behandle ich den Bewegungsapparat mit allen Muskeln, Bändern und Gelenken, bei der visceralen Osteopathie die inneren Organe. Im Rahmen der craniosacralen Osteopathie behandle ich Schädel und Rückenmark als Einheit des zentralen Nervensystems.

Wie läuft die Diagnostik ab?

Sie umfasst alle drei genannten Bereiche. Ich taste also mit den Händen den gesamten Körper, den Bewegungsapparat, die inneren Organe sowie das sogenannte craniosacrale System bestehend aus Schädel, Kreuzbein und Rückenmarkshäuten ab. Bereits während der Untersuchung setze ich verschiedene osteopathische Behandlungstechniken ein.

Was genau erspüren Sie mit Ihren Händen?

Ich nutze spezielle Grifftechniken, durch die ich verschiedene körperliche Unregelmäßigkeiten im Zusammenspiel von Gelenken, Bindegewebe, Muskeln und Organen sehr gut erspüren kann. Im Rahmen der daraus folgenden Diagnose kann ich ersehen, ob meine Behandlung allein ausreicht, oder ob eine konventionelle Therapie – etwa bei einem Orthopäden – sinnvoller erscheint.

Was kostet eine osteopathische Behandlung?

Eine Behandlung von 45 Minuten kostet 80 Euro. Bei Privatpatienten wird sie in der Regel zu 100 Prozent erstattet, viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen osteopathische Behandlungen. Voraussetzung ist jedoch eine umfangreiche osteopathische Weiterbildung und die Mitgliedschaft in einem osteopathischen Verband. Beide Kriterien erfülle ich, daher lohnt es sich, bei der Kasse nachzufragen.

Ich freue mich auf Sie:

 

 

Kontakt

 

 

 

Praxis für Osteopathie

Nicole Schlüter (Heilpraktikerin)

Großer Burstah 31

20457 Hamburg

 

 

Tel: 0151 14 10 49 71

info@DieOsteopathin.de

www.dieosteopathin.de

 

 

Schwerpunkte

 

Osteopathie

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Kinderosteopathie

 

Sprechzeiten

 

 

Mo.-Do.:

08:00-18:00 Uhr

 

 

 

Hinweis:

Der Einfachheit halber verwenden wir für dieses Interview die Berufsbezeichnung „Osteopath“, auch wenn allen Beteiligten bewusst ist, dass eine berufsrechtliche Regelung für die Berufsbezeichnung noch fehlt. Die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker mit Schwerpunkt Osteopathie“ oder „Heilpraktiker mit osteopathischer Spezialisierung“ schien der Redaktion jedoch etwas zu sperrig.