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MSH Medical School Hamburg

Ein starker Trainingspartner für das Studium

Zukünftig werden neben den Profifußballern des FC Bayern München auch die Studierenden der MSH Medical School Hamburg von Holger Broichs Fachwissen im Bereich Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung profitieren.

Zukünftig werden neben den Profifußballern des FC Bayern München auch die Studierenden der MSH Medical School Hamburg von Holger Broichs Fachwissen im Bereich Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung profitieren.

Foto: Holger Broich

Holger Broich leitet den neuen Masterstudiengang Sportwissenschaften an der MSH Medical School Hamburg. Im Interview gibt er Einblicke in die Trainingsstrategien mit Fußballprofis und verrät, welche Chancen sich den Absolventen des neuen Studiengangs auftun.

Herr Broich, wie verlief Ihr Weg in den Profi-Fußball?

Die ersten Berührungspunkte mit dem Profi-Fußball hatte ich durch meine eigene aktive Karriere als Spieler, unter anderem beim SV Meppen und dem SC Fortuna Köln. Das Thema Fußball war dann auch der Schwerpunkt während meines Studiums der Sportwissenschaft an der Deutschen Sporthochschule Köln, sowohl in der Praxis als auch in der theoretischen Ausbildung. Damals hat mich bereits die Umsetzung theoretischer Erkenntnisse in der Praxis sehr interessiert. Direkt nach dem Abschluss meiner Diplomarbeit mit dem Thema "Leistungsdiagnostik im modernen Fußball" hatte ich meinen beruflichen Einstieg bei der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH, wo ich bis 2014 als leitender Sportwissenschaftler und Leistungsdiagnostiker, Konditions- und Rehatrainer tätig war. Parallel zu meiner Tätigkeit bei Bayer 04 Leverkusen habe ich meine Promotion an der Deutschen Sporthochschule Köln im Oktober 2009 abgeschlossen. Das Thema meiner Dissertation "Quantitative Verfahren zur Leistungsdiagnostik im Leistungsfußball: Empirische Studien und Evaluationen verschiedener leistungsrelevanter Parameter" beschäftigt mich auch heute noch sehr.

Seit 2014 sind Sie Leiter der Abteilung Wissenschaft, Leistungsdiagnostik und Fitness beim FC Bayern München. Wie kam es dazu und welche Herausforderungen gab es zu meistern?

Das war eigentlich eine Fortsetzung meiner Erfahrungen und Interessen. Ich habe frühzeitig gesehen, dass im Profi-Fußball mit Leistungen und Belastungen auf allerhöchstem, internationalen Niveau ein tieferes wissenschaftliches Verständnis unerlässlich ist. Zumal dieses auch mit der aktuellen Forschung laufend aktualisiert wird. Wissenschaft steht deshalb auch bei meinen Aufgaben an erster Stelle, allerdings in ganz engem Austausch mit der Praxis, also mit der Verbesserung oder dem Erhalt der Leistungsfähigkeit und Fitness. Hier bildet die Leistungsdiagnostik ein unverzichtbares Element.

Haben Sie ein Geheimrezept für ein erfolgreiche Karriere im Profisport?

Ich würde das nicht als "Geheimrezept" bezeichnen, aber mir liegt persönlich sehr viel an der Integration unterschiedlicher Theorie- und Praxisfelder. Bei meiner Arbeit versuche ich, genau das an die Spieler auf dem Weg zu einer erfolgreichen Karriere weiterzugeben. Von den Spielern erwarte ich dann ein Höchstmaß an Professionalität, und zwar von der Jugend an. Das bedeutet sehr viel Verzicht, ganz harte Arbeit an sich selbst über Jahre hinweg und höchsten geistigen und körperlichen Einsatz. Kommt dann noch das unverzichtbare Talent und ein Quäntchen Glück hinzu, ist eine erfolgreiche Karriere möglich.

Sie arbeiten mit Fußballgrößen zusammen. Welche Tipps haben Sie im Umgang mit den Profis?

Auch die international bekannten Spieler, die als Profis fast täglich im Licht der Öffentlichkeit stehen, sind natürlich Menschen wie wir alle. Sie können und müssen erwarten, dass sich ihr Umfeld genauso professionell verhält, wie wir es auch von ihnen fordern. Das bedeutet: Führung und Anleitung im täglichen Training, mit der nötigen Konsequenz, aber auch mit Augenmaß und immer – wenn angebracht – mit einem Lächeln. Das intensive Eingehen auf jede Person ist im Profi-Fußball genauso wichtig wie in anderen Lebensbereichen, also: Aufmerksamkeit, Zuwendung, Kritik und Lob.

Ab Oktober 2020 kann an der MSH Medical School der Master "Sportwissenschaften: Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung" studiert werden. Worauf dürfen sich angehende Studierende freuen?

Vor allem darauf, an einer jungen, innovativen Hochschule studieren zu dürfen, die die richtige Mischung aus Theorie und Praxis bietet. In dem Masterstudiengang werden wir ein ausgewogenes Grundkonzept konsequent umsetzen. Die Studierenden können sich auf die Vermittlung aktueller wissenschaftlicher Ergebnisse ebenso freuen wie auf viele Beispiele der praktischen Umsetzung. "Hands on", also der praktische Umgang mit modernsten Technologien der Leistungsdiagnostik, wird durch die hervorragende Ausstattung gewährleistet werden. Gleiches gilt für die Umsetzung in der Trainingssteuerung.

Was begeistert Sie persönlich am Berufsfeld der Diagnostik und wodurch zeichnet es sich aus?

Es gibt heute technische Möglichkeiten, von denen wir vor wenigen Jahren nur träumen konnten. Wir sind in der Lage, Leistungsmerkmale des Menschen ganzheitlich zu untersuchen, also in der Summe aller Funktionen und Organe. Es ist aber auch möglich, tiefer im Detail zu diagnostizieren - z.B. auf der metabolischen und neuromuskulären Ebene. Auch die Ebene der genetischen Voraussetzungen und Reaktionen interessiert uns sehr. All das muss von den Daten her verknüpft und betrachtet werden.

Welche Chancen sehen Sie für Absolventinnen und Absolventen im Berufsfeld Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung?

Die Berufsfelder der Sportwissenschaft haben sich in den letzten Jahrzehnten im geistes- und naturwissenschaftlichen Bereich stark ausdifferenziert. Das Studium an der MSH beinhaltet beispielsweise nicht "nur" Sport, sondern auch Schnittstellen zur Medizin, Psychologie und Neurologie. Ich sehe Berufschancen in verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise eine steuernde Tätigkeit in Vereinen, Spitzensportverbänden oder Olympiastützpunkten. Auch die wissenschaftliche Koordination zwischen Spitzensportverbänden, Wissenschafts- und Dienstleistungsinstitutionen sowie forschende Tätigkeiten an Universitäten und Hochschulen sind möglich.

Was ist Ihre Vision zu dem Thema "Duale Karriere"?

Das ist ein Thema, das in den letzten Jahren eine immer stärkere Bedeutung bekommen hat. Junge Menschen schließen nicht mehr zwangsläufig zuerst eine Ausbildung oder ein Studium ab und suchen sich danach einen Beruf. Sie machen das heutzutage vielmehr parallel zueinander, also beispielsweise eine Ausbildung in einem Unternehmen und gleichzeitig ein Studium in einem ausbildungsnahen oder auch fremden Bereich. Die Erfahrung zeigt, dass sich das sehr positiv auf die Karriere auswirken kann. Gewissermaßen habe ich das mit meiner Promotion auch so gemacht. Ich war beruflich bei Bayer 04 Leverkusen tätig und gleichzeitig in einem Promotionsstudium.

Welche Tipps würde Sie angehenden Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftlern auf den Weg mitgeben?

Ich würde Ihnen für ihre Karriere einen ähnlichen Tipp geben wie meinen Profis für ihre Laufbahn: Immer größtes Engagement zeigen, immer hart an sich selbst arbeiten und dabei nie die Freude und eine positive Grundeinstellung verlieren.

Wir freuen uns auf Sie unter:

 

 

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