Anzeige

Experten im Fokus

Anzeige
Weiterbildung

Neue Perspektiven schaffen

Das adasoft e. V. Bildungszentrum in Norderstedt verhilft zu einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung und neuen beruflichen Perspektiven. Vor allem Frauen und Mädchen haben bei der bereits vor 26 Jahren gegründeten Institution einen besonderen Stellenwert. Warum das so ist und wie adasoft den Kursteilnehmer/innen mit einem breit gefächerten Kursprogramm den Weg in ein neues, erfülltes Berufsleben ebnet, erklärt die Geschäftsführerin Elisabeth Hartojo im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt.

Hamburger Abendblatt: Frau Hartojo, Sie haben adasoft vor 26 Jahren im Alleingang aus der Taufe gehoben. Wie kam es dazu?

Elisabeth Hartojo: Das war quasi eine Notgeburt (lacht). Ich saß, wie damals viele Frauen, als junge Mutter in der Jobfalle. Ich hatte eine gute Position bei Nixdorf als Softwareentwicklerin, habe auch Schulungen durchgeführt und war sehr erfüllt von meiner Tätigkeit. Nach der Geburt meiner Tochter wollte ich weiterarbeiten, allerdings in Teilzeit. Das aber war damals nicht möglich. Also musste ich mich umorientieren.

Und da haben Sie sich aus dem Stand selbstständig gemacht?

Nein, es gab da noch den Umweg über das so genannte Frauentechnikzentrum in Hamburg, wo ich als Dozentin anfing. Die Frauentechnikzentren und Frauencomputerschulen waren damals gegründet worden, um Frauen den Einstieg in die EDV zu erleichtern, auf die damals ja alle Unternehmen umgestellt wurden.

Warum wurden damals explizit die Frauen gefördert? Männertechnikzentren gab es ja wohl nicht...

Nein, Männer sind anders – die brauchten ja keine Schulung (lacht). Im Ernst: Männer gehen spielerischer an neue Dinge heran, probieren so lange herum, bis sie das Problem gelöst haben oder, wie in diesem Fall, mit einem Programm umgehen können. Frauen dagegen wollen am Anfang die Zusammenhänge verstehen, also wie und warum etwas so funktioniert und trauen sich manchmal leider auch weniger zu. Wenn sie aber die Materie im Griff haben, sind sie oft besser als die Männer.

Wie ging es dann vom Frauentechnikzentrum zu adasoft?

Ich hatte irgendwann gedacht: Das, was ich hier im Frauentechnikzentrum mache, kann ich auch selbstständig anbieten. Ich habe mich dann mit adasoft selbstständig gemacht. Der Name ist übrigens Programm: Ada Countess of Lovelace (1815- 1852, d. Red.) war die erste Softwarepionierin der Welt, die schon damals grundlegende Konzepte zur Programmierung einer Rechenmaschine entwickelt hat. Diese Leistung wollte ich mit der Namensgebung besonders anerkennen.

Sie wenden sich ja vor allem an Frauen jeden Alters, die sich weiterbilden wollen oder eine berufliche Perspektive erst finden müssen. Warum steht speziell diese Zielgruppe im Vordergrund?

Das ist ja aus der Historie quasi gewachsen – es ging ja anfangs um Qualifizierung ausschließlich von Frauen im EDV-Bereich. Allerdings hat sich das Angebot mit den Jahren hin zur Aus- und Weiterbildung oder berufliche Orientierung entwickelt.

Die Vermittlung von EDV-Kenntnissen ist weitgehend in unser Kursangebot integriert. Heute ist die EDV ja ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Lebens und hat auch für die meisten Frauen (hoffentlich) ihren Schrecken verloren (lacht).

Wie sieht das Kursangebot von adasoft heute konkret aus?

Wir bieten spezielle für Berufsrückkehrerinnen Kurse zur kaufmännischen Wiedereingliederung an, wobei am Ende die Prüfung zur Fachwirtin für Büro- und Projektorganisation vor der IHK steht. Menschen, die noch keine Ausbildung haben aufgrund der familiären Situation, oder aus gesundheitlichen Gründen den erlernten Beruf nicht mehr ausüben können, haben die Chance auf eine Umschulung zu Kaufleuten für Büromanagement. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fortbildung für Betreuungskräfte im Gesundheitswesen, die auch vor allem für ältere Menschen und Quereinsteiger geeignet ist.

Was ist die Aufgabe von Betreuungskräften im Gesundheitswesen?

Sie unterstützen die Pflegekräfte, kümmern sich hier vor allem um die zwischenmenschlichen Bedürfnisse der Patienten – sie gehen mit ihnen einkaufen oder spazieren, und machen Beschäftigungsangebote wie vorlesen, musizieren, basteln usw. Das ist ein enorm wichtiges Aufgabengebiet, da die Pflegekräfte heillos übelastet sind und diesen Aspekt ihrer Arbeit zugunsten der medizinischen Versorgung nicht immer zufriedenstellend abdecken können.

Sie wenden sich auch an Unternehmen, die ihre Mitarbeiter qualifizieren wollen. Was bieten Sie denen?

Viele Unternehmen benötigen Angebote, um die eigenen Mitarbeiter kompetent weiterzubilden und für bestimmte Tätigkeiten zu qualifizieren. Wir entwickeln hier in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen maßgeschneiderte Weiterbildungskonzepte. Die Schulungen finden dann vor Ort in den Betrieben oder in unseren Räumen statt.

Wie sieht es aus mit E-Learning-Angeboten? Bei vielen Bildungsträgern werden diese Konzepte ja bereits erfolgreich angewendet?

Wir haben uns dagegen entschieden. Wir setzen auf den klassischen Präsenzunterricht durch hervorragend qualifizierte und sozialkompetente Dozent/innen. Das ist in unserem Fall sehr wichtig, weil die meisten Kursteilnehmer und vor allem Teilnehmerinnen oft lange aus dem Job heraus sind und sich Ruhe und Unterstützung beim Lernen sowie eine individuelle Ansprache und Lernberatung wünschen. Das kann eine Lernsoftware leider noch nicht leisten.

Wir freuen uns auf Sie unter:

 

 

Kontakt

 

 

 

adasoft e.V.

Am Kielortplatz 120

22850 Norderstedt

Tel: 040 52983891

www.adasoft.de

Kontakt

Schwerpunkte

 

Weiterbildung

Fortbildung

Umschulung