Es wird "rappelvoll"

Wintersportler sorgen für viel Verkehr

Fahrzeuge stehen im Stau auf der Autobahn A7 Richtung Hannover.

Fahrzeuge stehen im Stau auf der Autobahn A7 Richtung Hannover.

Foto: dpa

Beginnende oder endende Winterferien bringen am Wochenende viele Reisende auf die Fernstraßen. Besonders die typischen Routen von und zu den Wintersportgebieten füllen sich - wo wird es am schlimmsten?

Stuttgart. Stockender Verkehr und Staus - darauf müssen sich Winterurlauber am kommenden Wochenende (7. bis 9. Februar) einstellen. Denn während Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in die Winterferien starten, enden diese in Berlin und Brandenburg.

Das bringt vor allem auf den An- und Abreiserouten der Wintersportregionen viel Verkehr auf die Autobahnen. Dort wird es "rappelvoll", prognostiziert der ADAC . Auf dem Weg ins Erzgebirge und in Richtung München (A 9) dürfte es daher zu Verzögerungen kommen, schätzt der Auto Club Europa (ACE). Das gilt auch für Süddeutschland auf den Routen in die Alpen, vor allem in Richtung Österreich rund um München und Füssen. Am Sonntagnachmittag stockt es in nördlicher Richtung.

Die Autoclubs rechnen mit Spitzenzeiten am Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr, am Samstag und Sonntag von 08.00 bis 12.00 Uhr sowie von 16.00 bis 20.00 Uhr. Abseits der klassischen Winterrouten erwartet der ADAC allerdings "ruhigen Verkehr". Bundesweit schätzt der ACE die Staugefahr am Freitagnachmittag am höchsten ein.

Stockender Verkehr und Staus sind - auch aufgrund von Baustellen - besonders auf folgenden Strecken möglich:

A 1 Hamburg - Bremen - Osnabrück - Münster - Köln
A 3 Passau - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt/Main - Köln - Hilden; beide Richtungen
A4 Erfurt - Dresden - Görlitz
A 5 Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel und Karlsruhe - Heidelberg; beide Richtungen
A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7 Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
A 9 Berlin - Halle/Leipzig; beide Richtungen und München - Nürnberg - Berlin
A 10 Berliner Ring
A 11 Berlin - Kreuz Uckermark - Stettin
A 24 Berliner Ring - Pritzwalk
A 31 Meppen - Lingen/Ems
A 42 Kamp-Lintfort - Dortmund
A 43 Recklinghausen - Wuppertal
A 45 Dortmund - Hagen - Gießen
A 46 Neuss - Düsseldorf - Wuppertal
A 93 Inntaldreieck - Kufstein
A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München

In Österreich und in der Schweiz starten oder enden regional ebenfalls Winterferien. Dazu drohen Staus vor allem auf den klassischen Strecken in die Wintersportregionen und auf den Transitrouten. In der Schweiz ist von den Transitstrecken vor allem die Gotthardroute stark staugefährdet.

In Österreich sind laut ACE vor allem der Fernpass rund um Salzburg und bei Kufstein betroffen. Der ADAC nennt dazu die Tauern- (A 10), Inntal- (A 12) und die Brennerautobahn (A 13) als Schwerpunkte. In Tirol gelten auf bestimmten Strecken an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen Fahrverbote für den Durchgangsverkehr. An- und abreisende Urlauber seien in den betroffenen Zielgebieten davon ausgenommen.

Bestimmte grenznahe Streckenabschnitte sind mautfrei: Etwa der Abschnitt Kiefersfelden - Kufstein-Süd auf der Inntal-Autobahn A 12 in Tirol, die West-Autobahn A 1 von Walserberg bis Salzburg-Nord und die Rheintal-Autobahn A 14 von Hörbranz bis Hohenems.

Auch Rückreisende müssen mehr Zeit einplanen mit Staus rechnen. Das gilt laut ADAC insbesondere an den Grenzübergängen bei Suben, Walserberg und Kieferrsfelden - also auf der A3 von Linz nach Passau, der A8 von Salzburg nach München sowie der A 93 von Kufstein nach Rosenheim. Über Wartezeiten informiert die Infrastrukturgesellschaft ASFINAG auf ihrer Website.