Kolonialgeschichte

Zentralafrika-Museum bei Brüssel öffnet im Dezember wieder

Das Königliche Museum für Zentralafrika unweit des Brüsseler Stadtzentrums beleuchtet auch die düstere Kolonialgeschichte des Kongo - nach fünf Jahren Renovierung öffnet es wieder.

Das Königliche Museum für Zentralafrika unweit des Brüsseler Stadtzentrums beleuchtet auch die düstere Kolonialgeschichte des Kongo - nach fünf Jahren Renovierung öffnet es wieder.

Foto: dpa

In Brüssel öffnet das Königliche Museum für Zentralafrika nach fünf Jahren Renovierung bald wieder seine Tore. Auch die Hauptausstellung wurde überarbeitet. Das Museum gibt einen Einblick in die düstere Kolonialgeschichte Belgiens.

Tervuren. Das Königliche Museum für Zentralafrika unweit von Brüssel öffnet nach fünf Jahren Renovierung wieder. Ab dem 9. Dezember 2018 können sich Besucher in dem neoklassizistischen Prachtbau wieder über Kolonialzeit, Kulturerbe und Artenvielfalt im Zentrum Afrikas informieren.

Vermittelt wird die teils düstere Geschichte der heutigen Staaten Demokratische Republik Kongo, Ruanda und Burundi.

Der belgische König Leopold II. (1835-1909) ließ das Museum in der Gemeinde Tervuren zur Weltausstellung 1897 errichten, um der Welt seine Privatkolonie zu präsentieren. Er führte im Kongo-Freistaat ein brutales Regime: Bei Geiselnahmen, Verstümmelungen, Massakern und Epidemien fanden Millionen Kongolesen den Tod.

Wegen der kolonial-freundlichen Ausrichtung des Museums stand das Haus lange in der Kritik. Für die Erneuerung der Hauptausstellung wurde eine wissenschaftliche Kommission zusammengestellt - darunter einige Forscher afrikanischer Herkunft.

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