Reisen & Entdecken „Mein Schiff 3“

Dieses Schiff könnte ein Hit werden

Die „Mein Schiff 3“ wird am 12. Juni im Hamburger Hafen von Schlagerstar Helene Fischer getauft. Unser Autor war bereits an Bord.

Kreuzfahrtschiffe gibt es inzwischen wie Sand am Meer, und nun hat die TUI mit „Mein Schiff 3“ ein weiteres Produkt auf den Markt gebracht. Schon nach wenigen Stunden an Bord spürt der Gast: Hier herrscht Wohlfühlatmosphäre. „Mein Schiff 3“ ist kein Grandhotel auf dem Wasser, sondern es hat eher etwas von einem schwimmenden Robinsonclub. Eine Kleiderordnung wie auf den Luxuslinern gibt es nicht. Die Balkonkabine ist mit 17 Quadratmetern großzügig bemessen. Alles ist hell und freundlich eingerichtet. Über der Couch hängen Bilder – von modern bis maritim. So könnte es auch im heimischen Wohnzimmer aussehen.

Der eisgekühlte Champagner und Kaviar-Kanapees stehen schon bereit

Wer ein bisschen mehr Geld ausgeben möchte, sollte sich eine Suite gönnen. Ganz oben auf dem Schiff. Zum Beispiel die Himmel&Meer-Suite mit der großen Fensterfront. Sie bietet Meerblick pur, und über eine großzügige Treppe geht es auf die eigene Dachterrasse. Als Rückzugsort dient die den Suiten vorbehaltene X-Lounge. Der eisgekühlte Champagner und Kaviar-Kanapees stehen schon bereit. Überhaupt werden Genuss und Service an Bord großgeschrieben – etwa 1000 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl der bis zu 2506 Gäste. Im Atlantik-Restaurant über zwei Ebenen geht es elegant zu. Schwere Teppiche, moderne Malerei an den Wänden. Hier kann man intim zu zweit speisen oder am großen „Family-Tisch“ Platz nehmen. Das Menü stellen sich die Gäste aus der Speisekarte zusammen – es gibt eurasische, mediterrane und klassische Küche. Je nach Lust und Laune kann der Kreuzfahrer mittags und abends zwei, drei oder auch fünf Gänge essen. Alles im Preis inklusive. Das Rinderfilet ist exzellent zubereitet, und die Polenta mit Trüffeljus passt perfekt als Beilage.

Den Wein zapft sich der Gast selber

Lebhaft geht es im Büfett-Restaurant Anckelmannsplatz zu. Den Wein zapft sich der Gast selber. Wer sich auf der Reise etwas gönnen möchte, sollte im japanischen Spezialitätenrestaurant Hanami einkehren – hier muss allerdings ein kleiner Zuschlag bezahlt werden. Für den Hunger zwischendurch gibt es einen „Gosch“ – Syltfeeling und knackige Fischbrötchen inklusive. Zwölf Bars und Lounges laden zum Feiern mit neuen Bordbekanntschaften ein. Die Überschaubar, ganz oben unter freiem Himmel, macht ihrem Namen alle Ehre. Von hier aus hat der Gast nicht nur das Meer, sondern auch die Poollandschaft und die große Bühne mit Livemusik im Blick. Zum Absacker geht’s dann noch in die Abtanzbar mit Partymusik. Rauchen ist nur im benachbarten Rauchersalon mit schweren Ledersesseln und Zigarrenauswahl erlaubt und in einigen Außenbereichen. Inzwischen stehen die Wellnessbereiche auf den großen Schiffen, denen von großen Hotels in nichts mehr nach. Ein großes Angebot an Massagen und eine luxuriöse Spa-Suite gibt es auch auf der „Mein Schiff 3“.

Auf dem neuen Schiff wird auch Kultur vermittelt: Das Klanghaus mit seinen 300 Plätzen bietet exzellenten Hörgenuss. So in etwa dürfte auch die Klangqualität bei einem klassischen Konzert in der Elbphilharmonie sein – wenn sie dann mal irgendwann fertig gebaut ist. Im großen Theater an Bord – etwa 1000 Gäste haben Platz – werden die Kreuzfahrer am Abend mit einem bunten Showprogramm unterhalten. Tanzdarbietungen, Comedy oder auch mal Auszüge aus Musicals. „Mein Schiff 3“ bietet so viel, dass sogar Landgänge zur Nebensache werden könnten. Fazit: Viel Mee(h)r geht nicht.