Auch USA gehen gegen Einheitspreise der Hotellerie vor

Nicht nur in Deutschland gibt es Klagen gegen die Einheitspreise in der Hotellerie. Auch in den Niederlanden, Großbritannien und den USA untersuchen Behörden mittlerweile die gängige Praxis der Preisabsprachen zwischen Reiseportalen und Hoteliers: Kunden wird dabei ein freier Markt vorgegaukelt, den es gar nicht gibt. Ermittelt wird beispielsweise gegen Anbieter wie Expedia, Booking.com und Travelocity.

Das deutsche Bundeskartellamt hat seit Februar das Hotelportal HRS im Visier: Dieses Unternehmen hat sich eine Abmahnung wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht eingehandelt, weil es Hoteliers dazu verpflichtet, ihm online immer die besten Konditionen, die höchste Zimmerverfügbarkeit und die meisten Vorteile bei den Stornierungsbedingungen zu gewähren.

Deutschlands Hoteliers begrüßen die Schritte der Behörden. Der - von 1400 Hotelbetrieben getragene - Hotelverband Deutschland (IHA) etwa spricht von einem "massiven Eingriff in die unternehmerische Freiheit" und einer "eklatanten Wettbewerbsbehinderung". Er hofft, dass die sogenannte Ratenparität bald gestoppt wird.

( (tdt) )

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