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Amundsen vs. Scott - Der tödliche Wettlauf zum Südpol

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Im Winter 1911 hatten der Polarforscher Amundsen und sein Kollege Scott das gleiche Ziel: den Südpol als erster Mensch überhaupt zu erreichen.

Berlin. Der norwegische Polarforscher Roald Amundsen und sein britischer Kollege Robert Falcon Scott hatten im Winter 1911 das gleiche ehrgeizige Ziel: als erster Mensch den Südpol zu erreichen. Beide machten sich im Abstand von vier Tagen auf unterschiedlichen Routen auf den Weg über den eisigen Kontinent – Amundsen und sein Team mit Hundeschlitten, Scott und seine Männer mit Ponys und Motorschlitten.

Am 14. Dezember 1911 hissten Amundsen und seine vier Begleiter am Pol die Flagge Norwegens. Kurze Zeit später machten sie sich auf den Rückweg und gingen als strahlende Sieger in die Geschichtsbücher ein. Scott und seine Männer dagegen kämpften von Anfang an mit ihrer Ausrüstung. In der eisigen Kälte fielen die Motoren der Schlitten aus, die Ponys ertrugen das harte Klima nicht. Erschöpft erreichten die Männer am 17. oder 18. Januar 1912 den Pol – und mussten feststellen, dass Amundsen schneller gewesen war.

Fehlende Lebensmittel und Krankheiten schwächten die Gruppe weiter, einem Schneesturm Ende März waren sie nicht mehr gewachsen. Keine 20 Kilometer vom rettenden Stützpunkt entfernt kamen die letzten Männer der Gruppe ums Leben. Am 29. März 1912 schrieb Scott in sein Tagebuch: „Die Kraft hat uns verlassen. Das Ende kann nicht mehr lang dauern.

( (dpa) )

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