"MS Prinzess Daphne"

Kurswechsel: Die SPD wird Kreuzfahrtunternehmen

Michaela Klauer

Ab Mai 2012 bietet die SPD-Reiseservice GmbH Urlaub auf dem Megaliner an, der um den Globus schippern soll. Reisegeschäft soll wachsen.

Eine Partei auf Abwegen? Die SPD steigt in das Geschäft mit Kreuzfahrten ein. "Ab Mai 2012 werden wir das Kreuzfahrtschiff 'MS Princess Daphne' exklusiv für den deutschen Mark anbieten“, sagte SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks am Mittwoch in Hamburg. Das Geschäft werde über die SPD-Reiseservice GmbH organisiert. Die in der SPD-Beteiligungsholding DDVG organisierte Reisetochter habe 2010 bei 8 Millionen Euro Umsatz 240.000 Euro Gewinn erzielt. Hendricks kündigte an, die Partei wolle die Reisetochter ausbauen. Die in Berlin angesiedelte Firma soll von jetzt 11 Mitarbeitern auf 22 wachsen.

Laut Geschäftsführer der SPD-Reiseservice GmbH, Claus-J. Wilm, läuft der Vertrag zur Vermarktung für rund drei Jahre. Derzeit liefen die intensiven Vorbereitungen für den Startschuss am 29. April 2012. "Es geht rund um den Globus", sagte Wilm. Neben dem Mittelmeer sei dann auch die Ostsee, Norwegen und das Nord Cap Ziel der "MS Princess Daphne". Im Sommer stünden Reisen nach Island und Grönland auf dem Fahrplan. Wenn in Europa die Winterzeit beginnt, gehe es auf die Südhalbkugel. An der Vorfinanzierung des Projekts beteilige sich auch die SPD-Beteiligungsholding DDVG. Die SPD-Reiseservice GmbH habe bereits vorher einzelne Touren auf Kreuzfahrtschiffen angeboten, der Umfang des neuen Projekts sei aber neu.

Die "MS Princess Daphne" ist im Besitz der CIC (Classic International Cruises) mit Sitz in Lassabon. Es soll sich um einen "kleinen Megaliner" handeln, der 2007 aufwenig renoviert wurde. Neben einer Liegefläche verfüge das Luxus-Schiff über einen Swimmingpool sowie einen Wellness-Bereich, eine Boutique inklusive Bord-Friseur, diverse Bars und einen großen Salon.

Mit Material von dapd

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