Martinique und Guadeloupe

Karneval fällt Streiks zum Opfer

Die bunten Feiern in der französischen Karibik fallen in diesem Jahr weitgehend aus.

Sowohl auf Martinique als auch auf Guadeloupe sagten zahlreiche Bürgermeister die traditionellen Straßenumzüge und Feste ab. Betroffen seien unter anderem die Inselhauptstadt von Martinique, Fort-de-France, und Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe. Hintergrund der Absagen sind die anhaltenden Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten in den französischen Überseegebieten, bei denen schon ein Mensch ums Leben kam. Auf Guadeloupe sind wegen des Generalstreiks seit Wochen fast alle Geschäfte geschlossen.

Nach der Ankündigung aus Paris, zusätzlich 580 Millionen Euro für die Überseegebiete bereitzustellen, hatte sich die Lage zwar beruhigt. Die Verhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern über eine Anhebung der niedrigsten Löhne sind aber erneut ergebnislos vertagt worden. Die Unternehmenschefs boten 50 Euro mehr pro Monat, die Arbeitnehmer fordern 200 Euro. Die Verhandlungen sollen weitergehen.