Regionsliga

Handballer der HSG 404 bekommen einen neuen Trainer

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Trainer Madejak wagt den Neuanfang mit der HSG 404 und sucht noch weitere Verstärkung für den Kader.

Trainer Madejak wagt den Neuanfang mit der HSG 404 und sucht noch weitere Verstärkung für den Kader.

Foto: Oliver Zimmermann / picture alliance

Lukasz Madejak betreute zuletzt zwei Mannschaften der Hamburg-Liga. Er übernimmt das Team aus Lütjensee, Trittau und Schwarzenbek.

Schwarzenbek. Als Flensburger hatte Lukasz Madejak das Glück, in einer Handball-Hochburg aufzuwachsen. Bis zur A-Jugend-Oberliga spielte er bei den Nachwuchs-Teams des Champions-League-Siegers und dreimaligen Deutschen Meisters SG Flensburg-Handewitt. „Der Handballsport begleitet mich schon durch mein ganzes Leben“, sagt der 42-Jährige. Als er nach Hamburg kam, heuerte er bei der SG Altona als Spielertrainer an, betreute die A-Jugend-Oberligamannschaft der JSG St. Pauli/Altona. Zuletzt trainierte er zwei Männerteams aus der Hamburg-Ligisten: TH Eilbeck und HG Hamburg-Barmbek II.

SG hielt sich in Spielklasse, weil es keine Absteiger gab

Nun wird in der langjährigen Beziehung zwischen Madejak und dem Handballsport ein neues Kapitel aufgeschlagen: Von sofort an übernimmt er die Regionsliga-Männer der HSG 404, der Spielgemeinschaft von TSV Schwarzenbek, TSV Trittau und TSV Lütjensee. „Der Kontakt ist über den Spieler Kai Tiedemann zustande gekommen“, verrät Madejak.

Sportlich mag der Schritt von der 5. Liga (Hamburg-Liga) in die 7. Liga (Regionsliga) überraschend sein, zumal die SG als Schlusslicht nur deshalb die Spielklasse halten konnte, weil es wegen der Corona-Krise keine Absteiger gab. Doch für Madejak ist es alles andere als ein Rückschritt.

Die Mannschaft sucht noch weitere Verstärkung

„Das ist eine sehr nette, vielversprechende Truppe“, schwärmt er über sein neues Team, „in Hamburg hatte ich viele Studenten. Da gab es immer Wechsel im Kader. Hier ist es eine eingeschworene Mannschaft. Und von der Stimmung her ist es auch ein Gewinn. Bei der HG Hamburg-Barmbek hatten wir vielleicht acht Zuschauer in der Halle. Hier in Schwarzenbek ist jedes Heimspiel ein Ereignis.“

So soll die Erinnerung an die deprimierende vergangene Spielzeit, als die HSG 404 überfordert wirkte und weit abgeschlagen war, möglichst schnell verscheucht werden.

Lukasz Madejak sagt „Tabellenkeller“ den Kampf an

„Wir wollen mit dem Tabellenkeller nichts mehr zu tun haben“, sagt Madejak vorausblickend. 16 Mann hat er bereits im Kader – „mit einer guten Mischung zwischen Jung und Alt“, wie er zufrieden registriert. Geplant ist eine Kadergröße von 20 bis 22 Spielern. Wer beim Neuanfang HSG 404 mitmischen möchte, ruft Madejak unter 0176/238 469 18 an.

Derweil genießt der neue Coach, dass es in Schwarzenbek in gewisser Hinsicht ein klein wenig auch wieder so ist wie damals in Flensburg: „Endlich darf ich wieder mit ,Klebe’ spielen“, freut er sich, „alles andere ist einfach kein richtiger Handball.“

( vg )

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