Stormarn
Pferdesport

Reiten: Das ist Stormarns neuer Perspektivkader

Der Perspektivkader 2020 des Kreispferdesportverbands Stormarn auf ungewohntem Terrain, einer Bowlingbahn in Ahrensburg (hinten v. l.): Sophie Grube, Reka Sickelmann, Lynn Jesse Hess, Mick Salzmann, Nicholas Goldbeck, Maximiliane Witthoefft, Lana Meyer-Williams, Kira Kühl, Gina Knaak, Felipa Sollorz, Antonia Brandt, Greta Schultchen, Marie Reinold (mittlere Reihe, v. l.), Lilli Seidel, Lilly Wittig, Hanna Unverhau, Amelie Hagen, Anna Mareike Koll, Sophia Roskothen (vordere Reihe, v. l.), Césarine von Eicken, Dominique Grewe, Nicolas Knaak, Emily Schepky.

Der Perspektivkader 2020 des Kreispferdesportverbands Stormarn auf ungewohntem Terrain, einer Bowlingbahn in Ahrensburg (hinten v. l.): Sophie Grube, Reka Sickelmann, Lynn Jesse Hess, Mick Salzmann, Nicholas Goldbeck, Maximiliane Witthoefft, Lana Meyer-Williams, Kira Kühl, Gina Knaak, Felipa Sollorz, Antonia Brandt, Greta Schultchen, Marie Reinold (mittlere Reihe, v. l.), Lilli Seidel, Lilly Wittig, Hanna Unverhau, Amelie Hagen, Anna Mareike Koll, Sophia Roskothen (vordere Reihe, v. l.), Césarine von Eicken, Dominique Grewe, Nicolas Knaak, Emily Schepky.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Kreispferdesportverband hat 31 Jungen und Mädchen nominiert. Ausschlaggebend war nicht nur sportliches Talent.

Ahrensburg. Der Treffpunkt war ungewöhnlich gewählt, am Ende aber ein voller Erfolg: Zur Vorstellung des neuen Perspektivkaders hatte der Kreispferdesportverband (KPSV) seinen vielversprechenden Nachwuchs auf die Bowling-Anlage des kroatischen Restaurants Mediterraneo nach Ahrensburg geladen. „Anstatt sich wie üblich auf einer Reitanlage zu treffen, wollten wir etwas Neues ausprobieren“, sagt KPSV-Sprecherin Nina Stiller. „Die jungen Kadermitglieder haben schnell zueinander gefunden, Gruppen gebildet und großen Spaß beim gemeinsamen Bowling gehabt.“

Die Kader-Mitglieder sind zwischen zwölf und 16 Jahre alt

Als weitere Teambuilding-Maßnahme plant der Verband für kommenden Mai im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf ein Sommerfest. „Wir würden es begrüßen, wenn die Mitglieder des Perspektivkaders sich nicht nur auf den Turnieren begegnen“, sagt Stiller. „Sie sollen einander näher kennenlernen, sich über soziale Netzwerke austauschen und vielleicht sogar Freundschaften schließen.“

Die 31 Mitglieder des Kaders sind zwischen zwölf und 16 Jahre alt und kommen vom Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsreiten. Neu aufgenommen wurden Césarine von Eicken, Sophia Roskothen und Emily Schepky vom PS Granderheide, Hanna Unverhau und Lilly Wittig von der RFG Bargfeld-Stegen, Rasmus Heinemann vom RV Am Bredenbeker Teich sowie Ella Zander vom RV Badendorf.

Die Berufung gilt für ein Jahr

Die Berufung in den Perspektivkader gilt zunächst für ein Jahr. Sie kann für den gleichen Zeitraum verlängert werden und endet spätestens mit dem Kalenderjahr, in dem der Pferdesportler seinen 17. Geburtstag feiert oder in den Landeskader aufsteigt.

Für eine Nominierung spielt ein abschließendes Sichtungsturnier im Herbst eine wichtige, aber nicht die entscheidende Rolle. Stiller: „Bei einem Kandidaten ist für uns das ganze Paket entscheidend. Bei der Nominierung spielt deshalb nicht nur die Anzahl der Ranglistenpunkte eine Rolle, wir beobachten die infrage kommenden jugendlichen Reiter das ganze Jahr über bei verschiedenen Veranstaltungen. Dabei spielt auch das Verhalten gegenüber den Trainern, den Eltern und den Mitstreitern eine große Rolle.“

Auch das Verhalten gegenüber Trainern und Mitstreitern spielte bei Nominierung eine Rolle

Das jeweilige Pony oder Pferd eines Kandidaten fließt ebenfalls mit in die Beurteilung ein. „Ein junges Talent sollte die Möglichkeit haben, auf längere Sicht ein gutes Pferd zu reiten. Dabei vertrauen wir auch den Empfehlungen der Trainer“, sagt die Verbandssprecherin.

Für das kommende Jahr hat sich der KPSV noch etwas Besonderes einfallen lassen: Am 18. Januar bietet Florentine Markworth-Kotthaus den Kadermitgliedern in Ahrensburg in der Sporthalle der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule erstmals einen sportmotorischen Test nach den Vorgaben des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) an. Anschließend erstellt die Verbandsärztin des Pferdesportverbands Schleswig-Holstein anhand der Ergebnisse für jeden Einzelnen einen individuellen Trainingsplan, um sowohl die koordinativen als auch die konditionellen Fähigkeiten zu verbessern.

Für Stormarns Nachwuchsreiter ist der Perspektivkader der Einstieg in ein Fördersystem, in dessen weiteren Verlauf vielleicht die Einladung zu einem Sichtungsturnier, die Berufungen in den Landeskader oder am Ende sogar die Qualifikation für die Deutsche Jugendmeisterschaft steht. „Der Sprung in den Landeskader ist natürlich ein gewaltiger Schritt. Um aber Begehrlichkeiten zu wecken, müssen wir den jungen Reitern sportlich eine Perspektive bieten“, sagt Verbandssprecherin Stiller.

Richtiger Umgang der Reiter im den Pferden ist wichtig

Eine weitere wichtige Säule des Perspektivkaders sind die ethischen Grundsätze der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Ziel dabei ist, die Jugendlichen für den richtigen Umgang mit dem Pferd weiter zu sensibilisieren. Pferde und Ponys sollten entsprechend ihrer Anlagen ausgebildet und eingesetzt, die jeweiligen Lebensbedingungen der Tiere den natürlichen Bedürfnissen angepasst werden.