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Oststeinbek kämpft um Ligaverbleib

Volleyballfrauen stehen nach 3:0-Erfolg gegen Schweriner SC in der Regionalliga vor Wochen der Wahrheit

Oststeinbek. Die Lage in der Regionalliga Nord bleibt für die Volleyballfrauen des Oststeinbeker SV prekär. Der Klassenerhalt ist drei Spieltage vor dem Saisonende weiterhin ungewiss. „Zwei Partien müssen wir unbedingt noch gewinnen, um eine realistische Chance auf den Ligaverbleib zu haben“, sagte Coach Jörg Förster.

Das jedoch könnte schwer werden: Kommenden Sonnabend, 25. Februar, treten die „Cowgirls“ zunächst beim Tabellendritten Lübecker TS an. Eine Woche später haben sie in eigener Halle den fünftplatzierten Kieler TV II zu Gast, ehe am Sonnabend, 25. März, auswärts mit dem bisher ungeschlagenen Spitzenreiter VC Parchim der dickste Brocken wartet.

Förster gibt sich zuversichtlich, er sagte: „Vor einigen Wochen haben wir den damaligen Tabellenzweiten VG WiWa Hamburg II geschlagen, warum sollte uns das nicht auch gegen Lübeck oder Kiel gelingen.“

In der Tabelle belegen die Oststeinbekerinnen Rang sieben – und damit einen von drei Regelabstiegsplätzen in der Nord-Staffel. „Die jeweiligen Meister der höchsten Ligen in den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern steigen automatisch in die Regionalliga Nord auf“, sagte Heino Oje, Regionalspielwart des Deutschen Volleyball-Verbands. „Sollte eine Mannschaft von ihrem Aufstiegsrecht keinen Gebrauch machen, könnte Rang sieben allerdings doch noch für den Klassenerhalt reichen.“

Für BSP Schweriner SC – das derzeitige Tabellenschlusslicht der Regionalliga Nord – gilt eine Sonderregelung. Als Fördermaßnahme für Bundesstützpunkt-Mannschaften ist das Team aus Mecklenburg-Vorpommern von allen Auf- oder Abstiegsregelungen ausgenommen und wird auch kommende Saison wieder in der vierthöchsten Spielklasse antreten.

Die „Cowgirls“ sind für ein spannendes Finale gut gerüstet: Mit dem deutlichen 3:0 (25:22, 25:20, 25:14)-Heimerfolg gegen die Schwerinerinnen haben sie zuletzt nicht nur die überraschende Niederlage im Hinspiel wettgemacht, sondern auch dringend benötigtes Selbstbewusstsein für die kommenden schweren Aufgaben getankt.

Förster hielt an der Taktik des Rotierens fest. „Jede Spielerin sollte an dem Erfolgserlebnis teilhaben, um dieses Gefühl auch mit nach Hause zu nehmen“, sagte der Trainer.

Als eine Stärke der Mannschaft nennt Förster den immer besser funktionierenden Schnellangriff. „Stephanie Thomsen und Marie Fleischmann beherrschen das kurze Zuspiel an die Netzkante“, sagte Förster. „Mit Katharina Pape und Svenya Banse haben wir zwei Spielerinnen, die den Ball in seiner Aufstiegsphase sehr gut schlagen können.“

Lisa Nadolny, die gegen Schwerin vor allem in der Annahme glänzte, beschäftigt das Thema Abstieg bisher noch nicht. „Ich lass mich von der Tabellensituation nicht verrückt machen, sondern konzentriere mich nur von Spiel zu Spiel“, sagte die 29 Jahre alte Außenangreiferin.

Es ist ihre dritte Spielzeit am Meessen. „Wenn es uns gelingt, noch besser auf dem Spielfeld zu Kommunizieren und mit der entsprechenden Körpersprache zur Sache zu gehen, werden wir für die eine oder andere Überraschung sorgen.“

Die zu Saisonbeginn mit zehn Zugängen neu formierte Mannschaft benötigte aber mehr Zeit als gedacht, um sich zu finden. „Es wäre schön, wenn wir auch neben dem Spielfeld mehr miteinander unternehmen würden“, sagte Nadolny. „Dadurch würden sich einige Spielerinnen besser kennenlernen, das wiederum würde sich positiv auf das Zusammenspiel auswirken.“

Die 29-Jährige steht hinter der Taktik ihres Trainers. „Viel zu rotieren macht gerade im Hinblick auf unsere derzeitige Situation Sinn“, sagt sie. „So bekommt jede Spielerin ausreichend Matchpraxis, um nach einer Einwechslung von der ersten Minute hellwach mitzumischen.“

Sieben der neun Saisonniederlagen haben die Stormarnerinnen vor der Winterpause kassiert, als am Meessen die große Sporthalle aufgrund eines Wasserschadens nicht zur Verfügung stand. Die Mannschaft musste notgedrungen in eine kleine Nebenhalle ausweichen.

Förster: „Diese Zeit hat uns wichtige Punkte gekostet. Gewisse Spielzüge ließen sich aufgrund des Platzmangels einfach nicht trainieren.“