Stormarn
FUSSBALL

Tremsbüttel und Elmenhorst jubeln

“Wir hatten drei Monate lang ein unglaublich schwierige Phase“, sagte Tremsbüttels Trainer Flemming Nielsen

“Wir hatten drei Monate lang ein unglaublich schwierige Phase“, sagte Tremsbüttels Trainer Flemming Nielsen

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Aufsteiger holt ersten Saisonsieg in der Verbandsliga Spd-Ost. Eichede U23 bekommt Zuwachs aus dem Regionalliga-Kader.

Tremsbüttel.  Im Moment des bisherigen Saison-Höhepunkts sprach Flemming Nielsen zuerst über den Tiefpunkt. „Man wird ja manchmal müde, immer zu betonen, dass es so nicht weitergeht“, sagte der Trainer des VfL Tremsbüttel in Anspielung auf die geringe Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung und während der ersten Wochen der Spielzeit. „Wir hatten drei Monate lang eine unglaublich schwierige Phase, das war auch für mich frustrierend. Aber so ist es im Amateursport. Wenn man sich daran aufreibt, verliert man als Trainer an Qualität.“ Abschießend verkündete der merklich erleichterte Däne: „Wir haben diese Phase jetzt überstanden.“ Vier Tage nach dem überraschenden 4:1 im Nachholspiel gegen Groß Grönau ließen die Verbandsliga-Fußballer ein in der Höhe ebenfalls nicht erwartetes 4:0 gegen den SSV Pölitz folgen.
Auch das Erfolgsrezept aus dem Stormarnduell verriet Nielsen freimütig: „Wir haben uns erlaubt, die Pölitzer Spielweise zu kopieren.“ Aus einer kompakten Defensive heraus nutzten die Hausherren ihre an diesem Tag technische Überlegenheit und verwerteten in der ersten Halbzeit drei von vier Kontern zur vorzeitigen Entscheidung. „Wir sind nun endlich nahezu komplett und können uns zielorientiert vorbereiten – das zahlt sich aus“, so Nielsen.


Pölitz verliert Bünger: Für den SSV Pölitz war es eine Niederlage mit Ansage. Trainer Jan-Christian Hack standen nur zwei Ersatzspieler zur Verfügung, von denen sich einer beim Aufwärmen in der Halbzeit verletzte. „Das soll aber keine Ausrede sein. Tremsbüttel war bissiger und wir haben in den entscheidenden Zonen entscheidende Fehler gemacht“, so Hack. Während gegen Tremsbüttel viele Spieler aus privaten oder beruflichen Gründen verhindert waren, fällt Neuzugang Patrick Bünger lange aus. „Zu 99,9 Prozent hat er sich im Spiel gegen den VfB Lübeck II das Kreuzband gerissen“, sagte Hack. Endgültige Gewissheit soll es am heutigen Vormittag geben. Es wäre für den erst 22-Jährigen bereits der zweite Kreuzbandriss. Unklar, ob der mit drei Saisontoren treffsicherste Pölitzer noch einmal auf diesem Niveau spielen wird.


Elmenhorst atmet auf: Im zehnten Saisonspiel hat auch der SC Elmenhorst endlich seine ersten drei Punkte geholt. Der interimsmäßig von Georg Jobmann trainierte Aufsteiger gewann den Krisengipfel mit dem Sereetzer SV 2:1. Sereetz hatte sich wenige Tage vor der Partie von Trainer Björn Blechenberg getrennt. Nach den bereits nur knappen Niederlagen gegen Moisling (2:3) und VfB Lübeck II (2:4) gelang Aufstiegs- und Übergangs-Coach Jobmann nun der erste Verbandsliga-Sieg mit dem SCE. Gut möglich, dass er sich mit dem Erfolg verabschiedet. In dieser Woche soll ein neuer Chefcoach vorgestellt werden. „Wenn das klappt und es dann gewünscht ist, bleibe ich bis Monatsende als Co-Trainer“, so Jobmann, der seinen Spielern für die ersten Punkte eine Kiste Bier spendierte. „Die viele Arbeit zahlt sich langsam aus. Hoffentlich gibt der Sieg noch mehr Selbstvertrauen und Motivation.“


Bargteheide ärgert Eichede II: Im Heimspiel gegen den Tabellenvierten SV Eichede II schnupperte Aufsteiger TSV Bargteheide mit zahlreichen früheren Eichedern in der Startelf und auf der Trainerbank lange an einer Überraschung. Sebastian Meyer, bis 2014 beim SVE aktiv, traf zur frühen Führung. Erst nach einer Standpauke von Eichede-II-Coach Bernd Helbing-Saß und den ersten beiden von drei verletzungsbedingten Wechseln beim TSV kippte die Partie in die erwartete Richtung. Die Regionalliga-Leihgaben Sebastiao Mankumbani (2), Eyke Kleine und Christian Peters trafen zum 4:1-Erfolg des Favoriten. Die Regionalliga-erfahrenen Vincent Janelt, Ridel und Eudel Monteiro sowie der Neuzugang Kai Erschens gehören ab sofort fest zum Kader der Eicheder Zweitvertretung. „Wir mussten den Trainingskader verkleinern, um noch effizienter arbeiten zu können“, begründete Jörn Großkopf, Trainer der Eicheder Regionalliga-Mannschaft, auf der Internetseite des Vereins die Degradierung des Quartetts. „Die vier sollen jetzt in der U23 Spielpraxis sammeln und haben jederzeit Gelegenheit, sich für den Ligakader zu empfehlen.“


Reinfeld unterliegt Spitzenreiter: Ohne den gesperrten Verbandsliga-Toptorjäger Kristof Rönnau unterlag der SV Preußen Reinfeld dem Spitzenreiter GW Siebenbäumen verdient mit 1:3. Rönnaus Verfolger Fabio Parduhn traf, liegt in der Torschützenliste somit nur noch ein Tor hinter dem Reinfelder. „Wir wollten wenig Chancen zulassen, das ist uns ganz gut gelungen. Aber nach vorne fehlte die Durchschlagskraft“, sagte Co-Trainer Pascal Lorenz, der Chefcoach Ronny Tetzlaff vertrat.


Hagen dreht Auswärtsspiel: Mit einem 2:1 beim SSV Güster feierte der SSC Hagen Ahrensburg den dritten Sieg in Folge, drehte dabei einen Rückstand. „Wir kommen langsam ins Rollen“, sagte Trainer Michael Schmal. „Zusammenspiel, Spiel ohne Ball und das Umschalt-Verhalten sind schon viel besser geworden. Im Abwehr-Verhalten müssen wir uns aber noch steigern.“ Schmal war mit einem mulmigen Gefühl, weil ohne Ersatztorwart, nach Güster gefahren, nachdem kurzfristig Tim Westphal krankheitsbedingt hatte passen müssen. Henrik Dierk vertrat den Stammkeeper zum wiederholten Mal mit Erfolg.