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Ohe erst verkatert, dann wie im Rausch

Der Bezirksligameister bezwingt die Fußballer des SVNA nach 0:3-Rückstand. Ahrensburger TSV stürzt Spitzenreiter der Nord-Staffel

Reinbek/Ahrensburg. Mitten hinein in die Aufstiegsfeierlichkeiten des FC Voran Ohe platzte das Bezirksligaspiel beim SV Nettelnburg-Allermöhe – und die Stormarner Fußballer, die kommende Saison in der Landesliga spielen werden, durchliefen in 90 Minuten jedes Stadium einer durchzechten Nacht, wenn auch in verkehrter Reihenfolge. Eine knappe Stunde präsentierte sich der Spitzenreiter der Staffel Ost wie verkatert, um dann wie im Rausch aus einem 0:3-Rückstand noch einen 4:3 (0:2)-Erfolg zu machen.

Mit gegenüber dem 3:2-Sieg beim FC Elazig Spor auf sieben Positionen veränderter Startelf sahen die Gäste nach den Gegentoren durch Dennis Haunert (17. Minute), Oliver Franz (35./Elfmeter) und Ewgenij Del (50.) schon wie die sicheren Verlierer aus. Doch innerhalb von 21 Minuten schossen Arne Nüchterlein (56.), Adrian Voigt (59.), Agit Aydin (68.) und Daniel Walek (77.) Ohe zum nächsten Sieg.

Bei dem Club, gegen den die Oher vergangene Woche den Aufstieg perfekt gemacht hatten, unterlag der TSV Glinde deutlich mit 1:4 (0:2). Nur Philipp Fischer war per Elfmeter für die Mannschaft von Trainer Mario Scheck erfolgreich (79.) – da war die Partie schon entschieden. Für den FC Elazig Spor hatten zuvor Ramazan Güler (35.), Lukasz Gesla (40.), Turan Polat (53.) und Hasan Ilarslan (62.) getroffen.

Der Ahrensburger TSV, der seine Aufstiegssaison in der Nord-Staffel wohl auf Platz zehn oder elf abschließen wird, deutete gegen die zweite Mannschaft des HSV Barmbek-Uhlenhorst erneut sein großes Potenzial an. Mit einem 2:1 (0:1)-Erfolg stürzte der Aufsteiger den Spitzenreiter, der auf Platz vier fiel. Auch den SC Poppenbüttel (Tabellenzweiter) und den SC Croatia (Dritter) hatten die Stormarner 2:1 geschlagen. „Dafür haben wir zu oft gegen Teams aus der unteren Tabellenregion verloren“, sagte Co-Trainer Jens Gohlke. „Das zeigt, dass wir noch nicht die Konstanz haben, um oben mitzuhalten.“ Ambitionen auf einen Spitzenplatz wird der ATSV trotz der insgesamt starken Saison nicht anmelden. „Das Ziel für die nächste Spielzeit ist ein Platz unter den besten Acht“, so Gohlke.

Mann des Tages gegen die Hamburger war Nico Kratz, der kurz nach seiner Einwechslung den entscheidenden Elfmeter herausholte und selbst verwandelte (86. Minute). Zu dem Zeitpunkt waren die Schlossstädter sogar nur noch zu zehnt. Thore Seehaase hatte Gelb-Rot gesehen (78.). Für die Gäste traf Stephan Obst zur Halbzeitführung (30.), Huu Dat Ma glich kurz nach Wiederanpfiff aus (51.).