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SV Siek will Revanche für Hinspielniederlage

Diesem Spiel fiebern die Tischtennisherren des SV Siek schon lange entgegen: Am morgigen Sonnabend ist erstmals der Aufsteiger TTC Ober-Erlenbach in der Mehrzweckhalle (15 Uhr, Hinterm Dorf) zu Gast – und dann ist Wiedergutmachung angesagt.

Siek. Den Ende Oktober vergangenen Jahres beim unglücklichen 4:6 im Hinspiel verpassten Punkten trauern die Stormarner noch immer hinterher. „Die Niederlage war völlig überflüssig. Auch ohne Irfan Cekic hätten wir dort gewinnen können, wenn nicht sogar müssen“, sagte Spielertrainer Wang Yansheng. Doch Deniz Aydin und Daniel Cords gingen damals völlig leer aus. Wang: „Diesmal erwarte ich zumindest ein Remis, ein zweiter Heimsieg in Folge wäre natürlich wunderbar.“

Dafür müsste der 52-Jährige aber selbst über sich hinauswachsen: Bei den Gästen spielt mit dem früheren deutschen Nationalspieler Thomas Keinath schließlich ein Ausnahmekönner an Position eins. Der 36-Jährige war im Jahr 2000 Europameisterschafts-Dritter im Doppel. Seit gut sechs Jahren spielt er bei internationalen Meisterschaften für die Slowakei. Im Hinspiel verlor Wang gegen Keinath glatt mit 0:3, diesmal will er es dem mit 17:3 Siegen besten Spieler der Zweiten Bundesliga Nord schwerer machen.

Die Hessen sind übrigens mit durchschnittlich mehr als 300 Fans pro Heimspiel der neue Zuschauerkrösus der Staffel. Die Sieker erwarten mindestens 200 Besucher, wollen deshalb eine zusätzliche Tribüne aufbauen. Sie setzen aber nicht nur auf den Heimvorteil. „Der Druck liegt eindeutig beim Gegner, der unbedingt punkten muss, um mindestens Fünfter zu werden und sich für die neue eingleisige Zweite Bundesliga zu qualifizieren“, sagte Sieks Abteilungsleiter Stefan Zilz.

Die in der Tabelle nur zwei Punkte hinter den Ober-Erlenbachern auf Platz sieben liegenden Sieker können dagegen befreit aufspielen, da sie sich zur kommenden Saison unabhängig vom sportlichen Abschneiden in die neue Dritte Bundesliga Nord zurückziehen werden.