Ahrensburg

Alle Großchancen genutzt – Hagen schlägt Strand 08

Ahrensburger Fußballer feiern bei 4:1 zweiten Sieg hintereinander

Ahrensburg. „Wir dürfen uns jetzt keinen Sand in die Augen streuen lassen. Vor uns liegt noch ein weiter, weiter Weg“ sagte Trainer Michael Schmal nach dem 4:1 (2:1)-Auswärtssieg seines SSC Hagen Ahrensburg gegen den NTSV Strand 08. Nun war das Spiel zwischen den Timmendorfern und dem Tabellenvorletzten aus Stormarn fürwahr kein fußballerischer Leckerbissen. Doch die Fortschritte, die der abstiegsbedrohte Schleswig-Holstein-Ligist derzeit Woche für Woche macht, sind unverkennbar.

Vor einer Woche hatte Schmal nach dem ersten Sieg seit elf Spielen (3:1 gegen FC Dornbreite) noch die fahrlässige Chancenverwertung bemängelt. In der Strand-Arena gab die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor den Ausschlag zu Gunsten der Gäste. Beinahe jeder Schuss war ein Treffer. „Das Spiel war nicht berauschend, aber wir haben diesmal die Tore gemacht und mehr gekämpft als der Gegner“, befand auch Innenverteidiger Erik Lembke nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel seit seinem Comeback.

Paul Kappner drehte die Partie mit einem Doppelpack

Zunächst waren es die Hausherren, die mit gnadenloser Effektivität besser in die Partie fanden. Riza Karadas traf mit dem ersten Torschuss der Partie aus 16 Metern zum 1:0. Danach stand in der weiterhin ereignisarmen Begegnung Paul Kappner in seinem zweiten Schleswig-Holstein-Liga-Spiel zweimal dort, „wo er stehen muss. Das zeichnet ihn aus“, lobte Schmal den Mittelfeldspieler für seinen Doppelpack. Nach einem von Kai Pohlmann brillant eingeleiteten Flügellauf von Gerrit Schmidt-Hartwigsen staubte er aus kurzer Distanz zum Ausgleich ab (20. Minute). Kurz vor der Pause behielt er nach einem herrlichen Pass von Vincent Janelt vor dem Tor die Nerven und brachte den SSC erstmals in Führung (42.).

Vincent Janelt ersetzte im Sturm seinen jüngeren Bruder und Matchwinner des Dornbreite-Spiels, Victor Janelt. Der 19-Jährige saß mit Fußproblemen zunächst auf der Bank, ebenso wie Dren Hoti (muskuläre Probleme). „Aber es blieb ja in der Familie“, sagte Schmal. „Vincent hat ein bärenstarkes Spiel gemacht.“

Die Stormarner haben den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt

Nach dem Treffer ins leere Tor zum 3:1 durch Schmidt-Hartwigsen, dem ein Missverständnis von Robertino Borja und Torwart Yilmaz Caglar vorausgegangen war, hatten die Schlossstädter kaum Probleme, sich gegen die gegnerischen Angriffsbemühungen zu erwehren. Ein Kopfball von Karadas aus fünf Metern über das Tor blieb Strands einzige Großchance (79.). Auf der Gegenseite erhöhte der eingewechselte Hoti mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze auf 4:1 (84.).

„Im Abschlusstraining waren die Torschüsse das Thema. Die Jungs sind auf diese Situationen jetzt besser vorbereitet“, sagte Schmal, dessen Schützlinge auf dem 500 Meter vor der Ostseeküste gelegenen Platz keine Großchance ungenutzt ließen. „Wir haben jetzt den Anschluss gefunden.“ Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt nur noch drei Punkte.

SSC Hagen Ahrensburg: Block– Jokisch, Lembke, Starke, Scheel – Herklotz, Stäcker – K. Pohlmann (89. Klamt), Kappner (63. Hoti), Schmidt-Hartwigsen – Vincent Janelt (72. Victor Janelt).