Stormarn

Das Spiel mit dem Thrill-Faktor

Oberliga-Serienmeister SC Victoria gastiert heute beim Oststeinbeker SV. Bislang ging es dabei immer hoch her

Oststeinbek. In dreieinhalb Wochen heißen die Gegner Diego, Dzeko und Grafite, doch vor seinem Spiel des Jahres in der zweiten DFB-Pokalrunde gibt sich der SC Victoria heute Abend (19.30 Uhr) erst einmal beim Oststeinbeker SV die Ehre. Zweimal gab es dieses Duell erst in der Fußball-Oberliga, und doch hat es schon das Zeug zum Klassiker nach den emotionsgeladenen Aufeinandertreffen der vergangenen Saison. Auswärts verloren die Stormarner mit 0:1, zu Hause gelang ihnen ein denkwürdiges 4:3 - und dann war da ja noch das 1:2 im Oddsetpokal-Halbfinale, das "Vicky" erst den Weg zum Spiel gegen die "Wölfe" ebnete.

"Wenn man den Thrill-Faktor will, ist man bei dieser Partie sicher richtig", sagte OSV-Trainer Stefan Kohfahl. Zur Begegnung mit dem Hamburger Serienmeister erscheint erstmals die neue Stadionzeitung mit dem Titel "Spektakel am Meessen", der Name soll auch heute Abend wieder Programm sein. Die Gäste kommen mit Ausnahmefußballern wie Stephan Rahn, dem Torschützen beim 1:0-Pokalsieg über RW Oberhausen aus der Zweiten Bundesliga, aber ohne Roger Stilz, Jasmin Bajramovic und Dennis Theißen, die vor einer Woche gegen den FC St. Pauli II (4:5) jeweils die Rote Karte sahen.

Ein entscheidender Qualitätsverlust sei das aber nicht, so Kohfahl, "dafür ist Victoria einfach zu gut besetzt". Immerhin kann Oststeinbek abgesehen vom am Sprunggelenk verletzten Imad Mokaddem in Bestbesetzung auflaufen. Der Coach stellte Edel-Joker Patrick Hiob, dem mit sechs Treffern besten Schützen seiner Elf, einen Platz in der Anfangsformation in Aussicht und setzt wohl ganz auf Offensive. "Wenn Victoria überhaupt einen Schwachpunkt hat, dann ist es die Defensive", sagte Kohfahl und erwartet "zwei Mannschaften mit offenem Visier".

Beim Hamburger Meister könnte auch wieder Kim Bumjoon mitmischen, der Südkoreaner, der im Sommer den SV Eichede in Richtung Hoheluft verlassen hatte. Bei den Steinburgern kommen sie auch ohne den Verteidiger ganz gut zurecht und empfangen, weiterhin ohne Gegentor, an diesem Sonntag (15 Uhr) als Spitzenreiter der Schleswig-Holstein-Liga den PSV Neumünster. Die Pflichtaufgabe im Ernst-Wagener-Stadion ist zugleich die Generalprobe für das Landespokal-Halbfinale in einer Woche gegen den VfB Lübeck (Regionalliga). Im Kreispokalwettbewerb läuft das "Unternehmen Titelverteidigung" derweil nach Plan. Der SVE siegte im Viertelfinale unter der Woche mit 7:0 (5:0) beim SC Elmenhorst (Kreisklasse A). Torschützen waren Fabian Kolodzick (4), Jan-Ole Rienhoff, Felix Brügmann und Milan Prieske.

In der Verbandsliga Süd-Ost kann der SSC Hagen Ahrensburg am Sonnabend (15 Uhr, Techauer Weg) beim Spitzenreiter TSV Pansdorf befreit aufspielen. Rico Pohlmann und Jan-Hendrik Jobmann kehren ins Aufgebot zurück. Der TSV Trittau reist zur gleichen Zeit als Favorit zum Tabellenvorletzten ATSV Stockelsdorf an den Bäckergang. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt der TSV Bargteheide im Sportzentrum den TSV Malente, der FC Voran Ohe muss in der Hamburger Landesliga zum TSV Sasel an den Parkweg.