Reinbek

Neuer Pflegedirektor im St. Adolf-Stift

Thomas Meyer ist verantwortlich für 595 Mitarbeiter – Anforderungen steigen

Reinbek.  Das Krankenhaus St. Adolf-Stift hat einen neuen Pflegedirektor, der für 595 Pflegemitarbeiter verantwortlich ist. Nachfolger von Martin Klein wird Thomas Meyer, der im Haus seit 2008 bereits als OP-Manager und zuletzt als Klinikmanager tätig war. Der 55-jährige gebürtige Westfale freut sich auf die neuen Aufgaben. „Als Pflegedirektor kann ich jetzt die Dinge, die ich in alter Funktion noch im Rahmen der Prozessoptimierung angestoßen habe, im Pflegedienst konkret mit Leben füllen. Den eingeschlagenen Weg möchte ich gemeinsam mit allen Mitarbeitern gestalten“, sagt er.

Meyer bildet zusammen mit dem Geschäftsführer und Kaufmännischen Direktor, Björn Pestinger, und dem Ärztlichen Direktor, Professor Dr. Stefan Jäckle, die Krankenhausleitung des katholischen Krankenhauses, in dem jährlich über 18 500 Patienten stationär und rund 25 000 Patienten ambulant behandelt werden. Insgesamt werden mehr als 8500 OPs durchgeführt.

Auf Thomas Meyer warten nun spannende Zeiten, wie auch Geschäftsführer Björn Pestinger unterstreicht. „Die Anforderungen an Qualität steigen, gleichzeitig wird es immer schwieriger, gute Fachkräfte zu gewinnen, und das beim demografisch bedingten Anstieg von alten und kranken Menschen“, sagt er. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, brauche es Reformen. „Wir im St. Adolf-Stift nehmen unser Schicksal in 2018 in die Hand, denn wir werden nicht warten können, bis Dritte ihre Vorstellungen formulieren, wir sind dabei, die Pflege bereits heute gemeinsam auf- und auszubauen“, betont Björn Pestinger.

Thomas Meyer weiß, auf was es dabei ankommt, hat er doch selbst eine Ausbildung zum examinierten Krankenpfleger absolviert. Nach Abitur und berufsbegleitenden Studienjahren hat er viele Jahre auf Intensivstationen, in Anästhesieabteilungen und im OP gearbeitet, unter anderem in Düsseldorf, München, Regensburg und Lübeck. Zudem ist Meyer Fachkrankenpfleger, zertifizierter OP-Manager und systemischer Coach.

Auch Martin Klein hatte in seiner Amtszeit ab 2004 einiges angestoßen. Mit dem gelernten Krankenpfleger, Diplom-Pflegepädagogen und Manager im Gesundheitswesen brach damals eine neue Ära an, war er doch der erste Mann auf diesem Posten, den zuvor 120 Jahre lang immer Ordensschwestern innehatten. Er führte sehr früh Pflegestandards und auch die elektronische Pflegedokumentation ein, stärkte das christliche Profil des Hauses.