Kleiderkammer

Jetzt doch: Container für das DRK

Reinbek. Das Deutsche Rote Kreuz hofft, noch vor Weihnachten ihre Kleiderkammer an der Hermann-Körner-Straße wieder eröffnen zu können.

Das Dach der alten Container war schimmelig und marode, eine Schließung unumgänglich. Seit Wochen müssen Bedürftige deshalb auf andere Anbieter, beispielsweise das Sozialkaufhaus, zurückgreifen. Keine glückliche Lösung, meint der DRK-Vorsitzende Klaus-Peter Puls. Denn dort wird die Kleidung nicht kostenlos, sondern zu kleinen Preisen abgegeben. Das Problem: "Unsere Kunden haben wirklich gar keinen Cent übrig", wissen Puls und seine Mitstreiter.

Nachdem die Stadtvertreter eine Entscheidung vertagt und das Problem wieder zur Diskussion in den Sozialausschuss zurückgegeben hatten, ist nun eine Lösung in Sicht. Die alten, feuchten und schimmeligen Container werden durch neue ersetzt und wenige Meter neben dem alten Standort wieder aufgebaut. Da die Umsetzung erfolgt, weil sich das E-Werk Sachsenwald erweitern möchte, trägt dieses auch den größten Teil für das Projekt. Die Stadt beteiligt sich mit 31 000 Euro - Geld, das für eine Sanierung angefallen wäre.

Mit ihrem Antrag, bis Mai 2013 eine langfristige Lösung zu suchen, - beispielsweise feste Räume und keine Container - konnte sich die SPD im Fachausschuss nicht durchsetzen. Auch das DRK drängte auf eine schnelle Lösung. "Ich finde diese ganze Diskussion und die Verzögerung ehrlich gesagt unverschämt", erzürnte sich Brigitte Kammin. Die langjährige Mitarbeiterin des DRK betonte, dass die Ehrenamtlichen keine Luxusversion bräuchten, sondern schnell und unkompliziert Bedürftige mit Kleidung versorgen möchten. Diskussionen bis ins nächste Frühjahr gingen zulasten der betroffenen Menschen.

Ob das DRK noch vor Weihnachten wieder Kleider abgeben kann, hängt auch davon ab, ob die Container überhaupt so schnell geliefert werden können, zudem fehlt noch eine Baugenehmigung. "Wir arbeiten mit Hochdruck, sondieren den Markt", sagt Bürgermeister Axel Bärendorf.