Protest

Verärgerung über Aumühler Baupläne in Reinbek

Reinbek/Aumühle (ru). Die Gemeinde Aumühle plant im Bereich der Großen Straße ein Baugebiet. Gegen den B-Plan "Billenkamp" regt sich jetzt Protest in Reinbek.

Burkhard Bortz sitzt vor einer Mappe mit Plänen für ein Vier-Familienhaus, das er nie bauen durfte. "Bis vor zwei Jahren gehörte mir zusammen mit meiner Schwester Angelika Rohrbach ein 1800 Quadratmeter großes Grundstück an der Großen Straße", erzählt er. Das Haus sollte auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks gebaut werden. Eine Zufahrt wäre über das Grundstück möglich gewesen. Doch zu dieser Zeit gab es für das Gebiet mitten in Aumühle keinen Bebauungsplan.

"Ich habe 2009 dem Bau-Ausschuss zusammen mit dem Architekten die Pläne vorgestellt", so Bortz. Es seien keine Bedenken geäußert worden. Nur eine Woche später - der Bau-Ausschuss hatte inzwischen getagt - seien er und seine Schwester aus allen Wolken gefallen. "Plötzlich wurde eine Veränderungssperre für das Gebiet erlassen", erinnert er sich verärgert. Sein Versuch, für das Bauvorhaben eine Ausnahmegenehmigung zu erreichen, wurde abgelehnt. Die Gemeinde hatte nun vor, für das Gebiet einen neuen Bebauungsplan aufzustellen und teilte mit, eine rückwärtige Bebauung sei nicht erwünscht. "Daraufhin haben wir das Grundstück verkauft", so der verhinderte Bauherr.

Jetzt ärgert er sich über die neuen Pläne der Gemeinde, die unter dem Stichwort "Verdichtung nach innen" das Areal, auf dem auch Bortz' ehemaliges Grundstück liegt, bebauen möchte.

Nachdem ihm vor zwei Jahren signalisiert worden sei, sein Neubau würde die Verkehrslage in der Großen Straße ungünstig beeinflussen, fragt er sich jetzt, warum plötzlich der Bau von neun Einzel- und Doppelhäusern möglich sein soll.