Verkehr

Wentorf kündigt "Stau-Herbst" an

Wentorf. Im Herbst wird es eng auf Wentorfs Straßen. Wenn Autofahrer aus Reinbek, Bergedorf oder Dassendorf hier im Stau stehen oder die Gemeinde weiträumig umfahren müssen, tun sie das allerdings für einen guten Zweck.

Damit die Wege zum neuen Schulzentrum sicherer werden, wird an der Kreuzung Am Petersilienberg/Reinbeker Weg (L222) ein Kreisverkehr gebaut. Bevor an der Kreuzung jedoch alles ins Fließen kommt, wird der Verkehr ab Mitte September erst einmal ins Stocken geraten, denn für die Zeit der Bauarbeiten (etwa vier Monate) wird die Kreuzung voll gesperrt. 500 000 Euro lässt sich die Gemeinde den Umbau kosten.

Ordnungsamtsleiter Sascha Kröger hat die Vorbereitung einige schlaflose Nächte bereitet. Doch jetzt steht das Verkehrskonzept. 2500 Broschüren sind gedruckt, um über Ausweichstrecken und Busverbindungen zu informieren. Die Umleitungen werden weiträumig vor den Toren Wentorfs angezeigt. Für Lkw aus Reinbek gilt ein generelles Umfahrungsgebot.

Der neuralgische Knotenpunkt ist für Querverbindungen von Bergedorf nach Reinbek oder Börnsen das Nadelöhr schlechthin sagt Kröger. Etwa 15 000 Pkw befahren die L222 in diesem Bereich pro Tag. Sie werden jetzt unter anderem über Wohltorf und Lohbrügge ausweichen müssen. "Es ist eine Operation am offenen Herzen", so Kröger. Aber um nicht ein vollständiges Chaos auszulösen, sei eine Vollsperrung unumgänglich. "Sonst müssten wir jeden Tag andere Verkehrsführungen ausweisen." Vor allem die Anwohner des Bergedorfer Weges werden die Belastungen auffangen. "Die innerörtliche Umleitung wird in der Bauzeit, ähnlich zum Bau des Kreisverkehrs an der Hauptstraße, mit einem absoluten Halteverbot versehen werden. "Dies hat sich bewährt, da ansonsten auf der Umleitung Probleme bei Begegnungsverkehr entstehen könnten", erklärt Bürgermeister Matthias Heidelberg und betont: "Die Geschäfte und das Rathaus an der Hauptstraße bleiben über die innerörtliche Umleitung in der gesamten Zeit uneingeschränkt erreichbar." Für den Fernverkehr werden über Rundfunk und Fernsehen Staus gemeldet. Eine Schaltung für automatische Stauwarnungen für Navigationsgeräte ist geplant.

Die Vorbereitungen für die Vollsperrung, die im Planungsausschuss einstimmig beschlossen wurde, "haben enorm lange gedauert", sagt Heidelberg, der hofft dass die Fahrbereitschaft noch in diesem Jahr wieder hergestellt werden kann.

Da auch Busverkehr durch den Knotenpunkt führt, werden die Bushaltestellen "Am Petersilienberg" für die Bauzeit verlegt. Die Buslinie 235 (Bergedorf - Reinbek) wird an der Baustelle einspurig vorbei geführt. Der Schulbusbetrieb (Linie 8811) erfolgt während der Bauphase ausschließlich von der Haltestelle "Fritz-Specht-Weg". Um dies zu ermöglichen, wird die Verbindung zwischen Regionalschule und Feuerwehr geöffnet. "Diese 'Schleichwege' dürfen auf keinen Fall durch Autofahrer genutzt werden, sie müssen zwingend für den Busbetrieb und als Rettungswege freigehalten werden", mahnt Heidelberg.

Wann genau der Tag der Sperrung sein wird, steht derzeit noch nicht fest, da die Ausschreibung läuft. Der aktuelle Stand zu den Sperrungen kann jederzeit in der Rubrik "Verkehrsbeeinträchtigungen in Wentorf" auf der Startseite der Homepage der Gemeinde Wentorf bei Hamburg ( www.wentorf.de ) eingesehen werden.

Von Reinbek in Richtung Schwarzenbek erfolgt die Umleitung über die Schönningstedter Straße, Sachsenwaldstraße über Alte Schulstraße bis zur Kreuzung B207 in Dassendorf. In Richtung des südlichen Gemeindegebiets wird über Wohltorfer Straße, Billgrund durch den Tunnel unter der S-Bahn Wohltorf über die Eichenallee, Dorfstraße, Wentorfer Straße und Wohltorfer Weg zum Ostring umgeleitet.