Schlossfreunde

Trauungen im milden Kerzenschein

Reinbek. Heiraten im Schloss Reinbek - das wird jetzt noch stimmungsvoller. Denn den Bund fürs Leben können Verliebte im Gottorf-Zimmer nun im milden Kerzenschein schließen.

Um Paaren diesen romantischen Moment zu ermöglichen, hat der Verein Freunde des Schlosses Reinbek 6000 Euro investiert und einen Barock-Standleuchter aus Messing anfertigen lassen, der von der Form und der Ausgestaltung her auch schon im 16. und 17. Jahrhundert im Schloss gestanden haben könnte. Er ist 1,10 Meter groß und wiegt stolze 45 Kilo.

Zum dritten Mal hat sich der Verein damit ein Denkmal gesetzt. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Kulturzentrums hatte bereits ein imposanter Kronleuchter im Foyer Einzug gehalten. Auch im Jagdzimmer war ein Leuchter professionell restauriert worden. "Wir hatten für das Gottorf-Zimmer auf Antikmärkten und bei Auktionen nach einem passenden Stück gesucht, aber keines aus der Zeit gefunden. Deshalb haben wir den Standleuchter anfertigen lassen", erklärt Helmut R. Busch, Vorsitzender des Vereins. Seinen ersten Einsatz vor großem Publikum wird der Standleuchter am 6. Mai haben. Die Schlossfreunde begrüßen im Festsaal die diesjährigen Preisträger des Landeswettbewerbs von "Jugend musiziert". Die Mädchen und Jungen präsentieren ihr Können auf Violoncello, Saxofon, Querflöte und Tuba. Karten (sieben Euro, ermäßigt 3,50 Euro) dafür gibt es an der Konzertkasse im Sachsenwald-Forum.

Wer den Schlosspark näher kennenlernen möchte, sollte sich den 23. Mai, 18 Uhr, vormerken. Dr. Gunther Seehann, ehemals Wissenschaftler am Holzinstitut, wird den alten Baumbestand erläutern. Mitglieder des Theaterensembles der Volkshochschule lockern die Veranstaltung mit heiteren Texten auf. Der Abend klingt bei Gesprächen und einem kleinen Snack aus. "Die Touren sind mittlerweile ein Dauerbrenner in unserem Programm", sagt Busch.

Wer andere herrschaftliche Häuser und historische Schauplätze kennenlernen möchte, sollte sich die Tagesfahrt ins Landesmuseum Schloss Gottorf nicht entgehen lassen. Am 2. Juni geht es unter anderem nach Haithabu, der Handelsmetropole an der Schlei, Schleswig, Arnis (die kleinste Stadt Deutschlands), nach Kappeln, danach zur Gutsanlage nach Damp und Ludwigsburg.

Preußens Glanz und Gloria steht im Mittelpunkt einer Reise an Havel und Spree. Am letzten Augustwochenende (25./26.) wandeln die Teilnehmer auf den Spuren des "Alten Fritz". In Potsdam geht es durch das Holländische Viertel und die Russische Kolonie Alexandrowka. Wer mag, kann die Nikolaikirche, den barocken Marstall und das in Form einer Moschee erbaute Wasserwerk an der Havel besichtigen. Im neuen Palais steht der Besuch der Ausstellung "Friederisiko" zum 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen auf dem Programm. "Die Reisen sind nicht nur für unsere Vereinsmitglieder, sondern auch für Gäste offen", sagt Busch. Anmeldungen für die Reisen nimmt Vorstandsmitglied Rudolf Mattlage (Wittenkamp 26 a, Reinbek) entgegen.

"Die Park-Führungen sind mittlerweile ein Dauerbrenner in unserem Programm."

Helmut R. Busch, Vorsitzender des Vereins Freunde des Schlosses Reinbek