Verkehr

Frost ist Schuld: Engpass Gutenbergstraße bleibt

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Anne Müller

Reinbek. Seit fünf Monaten geht hier gar nichts mehr: Autofahrer, die von der K 80 in die Gutenbergstraße abbiegen wollen, werden spätestens nach hundert Metern von einem Einbahnstraßenschild ausgebremst. Dahinter erstreckt sich auf 26 000 Quadratmetern Reinbeks derzeit größte Baustelle.

Während das neue Fachmarktzentrum und der Famila-Markt an der Liebigstraße Formen annehmen, ändert sich an der Verkehrssituation der wichtigen Zufahrt zum Gewerbegebiet nichts. Obwohl diese seit November wieder frei sein sollte. "Der Zeitplan hat sich verzögert, weil die Stadt die Baustelle zu Erneuerung der Kanalisation genutzt hatte", sagt Famila-Sprecherin Bärbel Hammer. Famila, laut städtebaulichem Vertrag zuständig für die Straßenzufahrten, werde nun durch den langen Frost blockiert. Während bereits der Innenausbau für das Fachmarktzentrum läuft und die erste Ware am 16. Februar anrollen soll, sind die Zufahrtsstraßen noch nicht fertig. Das bedauert auch Norbert Wulff vom Reinbeker Tiefbauamt: "Eigentlich sollte die Fahrbahn am Sonntag asphaltiert werden." Jetzt müsse die Baufirma warten, bis die Temperaturen dauerhaft auf mindestens fünf Grad plus klettern. Bis dahin heißt es für Autofahrer: Umwege in Kauf nehmen.

Das musste gestern auch die neue Managerin des "Bille Centers" an der Hermann-Körner-Straße, Ilona Vierth, feststellen: "Die Dauerbaustelle schadet unserem Center, weil viele Kunden einen großen Bogen fahren müssen, um die Geschäfte zu erreichen", sagt sie. Die Konkurrenz des Fachmarkzentrums um den neuen Famila-Markt fürchtet sie jedoch nicht, erhofft sich eher Synergieeffekte: "Das ist für unser Nahversorgungszentrum eher eine Bereicherung, die unsere Angebotspalette ergänzt." Das bestätigt auch Olaf Timm, Investmentmanager der LB Immo Invest GmbH, die das Objekt Ende vergangenen Jahres gekauft hat. "Für uns ist es gut angelaufen", sagt Holger Junge, der mit seinem Getränkeland Heidebrecht vom Mühlenredder an die Hermann-Körner-Straße gezogen ist: "Wir haben einige Kunden dazugewonnen. Wie sich die beiden Standorte langfristig entwickeln, wird sich zeigen, denn bei Famila wird ebenfalls ein Getränkemarkt einziehen, auch ein Schuh- und Textilgeschäft sind vorgesehen, so Hammer.

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