Gesundheit

Weg mit dem Festtagsspeck

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Susanne Holz

Reinbek. Christstollen und Kekse, Weihnachtsgans mit Rotkohl und Klößen oder Fondue: Weihnachtszeit heißt gemütliches Schlemmen im Familienkreis. Aber auch, wenn nach den Festtagen die Hosen kneifen, muss nicht gleich eine Radikaldiät her.

Der Trimm-dich-Pfad im Vorwerksbusch eignet sich, um schlaffe Muskeln auf Trab zu bringen.

Wer im nahen Sachsenwald oder im Vorwerksbusch spazieren geht, kann wie nebenbei ein paar Kalorien verbrennen.

Oberstes Prinzip: "Es muss Spaß machen", sagt Carola Michaelsen, Trainerin bei der TSV. Bei Wind und Wetter ist die 36-Jährige unterwegs und liebt es, durch die winterliche Natur zu laufen. Der Trimm-dich-Pfad in Reinbek sei, auch wenn er in Teilen ein wenig antiquiert daherkommt, eine gute Anlaufstelle, um wieder auf Trab zu kommen. Wer den blauen Schildern im Vorwerksbusch folgt (Ausgangspunkt Parkplatz Bismarckstraße), kann schnell alle Muskelgruppen trainieren. Wichtig: "Immer vorher aufwärmen, um das Verletzungsrisiko klein zu halten", betont Michaelsen.

Sie weiß, dass sich viele zwischen Weihnachten und Silvester vornehmen, im neuen Jahr abzunehmen und fitter zu werden. Kein schlechter Plan, meint die Sportlerin, wenn man es am Anfang nicht übertreibt. "Viele nehmen sich direkt in der ersten Stunden viel zu viel vor und sind danach nicht nur kaputt, sondern auch demotiviert."

Ihr Tipp gegen den Muskelkater: Langsam anfangen. Lieber mehrmals in der Woche eine halbe Stunde abwechselnd gehen (sieben Minuten) und langsam laufen (maximal drei Minuten), als sofort los zu sprinten, nach fünf Minuten mit Seitenstechen aufzugeben und dann nie wieder Sport zu machen. Eine gute Alternative zum Spazierengehen oder Joggen sei Nordic Walking.

Um den berühmten inneren Schweinehund zu überwinden, sollte man sich mit netten Leuten zum Sport verabreden. "Zu zweit oder in der Gruppe fällt es immer leichter", sagt die Mutter eines sechsjährigen Sohnes. Wer lieber in der Halle trainiert, kann es mal mit Kampfsport, Ballsportarten oder Tanzen probieren. Hauptsache in Bewegung kommen und auch bleiben. Damit Einsteiger sich beispielsweise beim Nordic Walking oder Joggen keine falsche Technik angewöhnen, empfehle es sich, ein oder zwei Stunden bei einem ausgebildeten Trainer zu absolvieren. "Das ist kein Luxus, sondern eine Investition in eine gesunde Zukunft", ist die sportbegeisterte Reinbekerin sicher.

Für Leser, die gleich durchstarten möchten, um die festtagsmüden Muskeln fit zu machen, empfiehlt sie sechs kleine Übungen (siehe Fotos) auf dem Trimm-dich-Pfad. Bei regelmäßiger Nachahmung purzeln garantiert die Pfunde. Gut trainierte Sportler können den Rundkurs in einer halben Stunde schaffen

Und dann darf man beim Silvester-Fondue und Berlinern nach Herzenslust zugreifen.

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