Stadtverordnetenversammlung

Sporthalle schaffte es nicht auf die Tagesordnung

Reinbek (sho). Der marode Zustand der Uwe-Plog-Halle hat am Donnerstagabend erneut die Gemüter erregt. SPD, Grüne und FDP wollten das Thema bei der Stadtverordnetenversammlung mit einem Dringlichkeitsantrag noch auf die Tagesordnung setzen lassen. CDU und Forum 21 folgten diesem Wunsch nicht.

"Das Thema steht am 11. Dezember auf der Tagesordnung, wird im Rahmen der Haushaltsdebatte diskutiert", sagte Wilfried Potzahr, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Begründung von Heinrich Dierking, Vorsitzender Forum 21, gestern im Nachgang: "Eine Entscheidung hätte keinen endgültigen Charakter gehabt. Erst mit dem Haushaltsbeschluss am 11. Dezember entscheidet die Stadtvertretung endgültig. Eine Zustimmung zum Antrag hätte null Aktivität ausgelöst oder auslösen können." CDU und Forum 21 hatten sich im Ausschuss für Jugend, Sport und Kultur mit der Idee durchgesetzt, eine neue Mehrzweckhalle im Norden zu bauen, die Uwe-Plog-Halle nicht zu sanieren.

Die zahlreich erschienenen Eltern, Schulleiter und Sportler der TSV machten ihrem Unmut lautstark Luft. "Ab Montag wird in dieser Halle kein Sportunterricht mehr stattfinden. Viele Eltern untersagen ihren Kindern die Teilnahme. Das sind massive Einschränkungen, wir brauchen Alternativangebote", sagte Marina Umlauff, Schulleiterin der Grundschule Mühlenredder. Ein anderer Reinbeker befürchtete gar, dass die Politiker dieses Problem auf Jahre hinaus nicht in den Griff bekommen werden. "Ich wohne seit 1962 in Reinbek und ich sehe, es geht in dieser Frage keinen Schritt voran. Auch der Bahnhofsneubau hat 20 Jahre gedauert", sagte er entrüstet.

Die TSV Reinbek betont jedoch, dass sie die Halle weiterhin mit gutem Gewissen nutzen werde. Die Halle müsse nur bei einsetzendem Schneefall gesperrt werden. "Regen und Wind gehören nicht zu den Risiken", sagt TSV-Geschäftsführer Rüdiger Höhne.

Die Zukunft der Halle wird am 11. Dezember entschieden. Dann könnte der Beschluss des Sportausschusses - Neubau statt Sanierung - aufgrund veränderter Mehrheitsverhältnisse in der Stadtverordnetenversammlung gekippt werden.

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