Stadtplanung

Kritik an "überteuertem Plastikdenkmal"

Reinbek (amü). Die Entscheidung von Bürgermeister Axel Bärendorf, die Ausschreibung des zweiten Bauabschnittes der Holländerbrücke wegen zu hoher Kosten zu stoppen, stößt bei der SPD auf Unterstützung.

Die Fraktion stehe weiterhin zu ihrem Beschluss, die Brücke zu erneuern, sagt Volker Müller. "Das bedeutet aber nicht, dass dieses Bauwerk beliebig teuer werden darf", fügte er hinzu. Vor dem Hintergrund dringend notwendiger Investitionen bei Schulen und Kindertagesstätten werde die SPD darauf drängen, dass der Kostenrahmen nicht überschritten werde. "Sollte die jetzt veranlasste beschränkte Ausschreibung kein akzeptables Angebot ergeben, muss kurzfristig noch einmal über das Material der Holländerbrücke nachgedacht werden. Es kann nicht sein, dass sich Kommunalpolitiker auf Kosten der Steuerzahler ein völlig überteuertes Plastikdenkmal hinsetzen", kritisiert Müller.

Schon beim ersten Baulos zeichnete sich ab, dass die Angebote über den Kosten lagen. Forum 21 forderte deshalb, den Bauauftrag für die Fundamente erst zu erteilen, wenn das Ergebnis für die Ausschreibung zum Baulos zwei (Überbau) vorliegt. Damit konnte sich die Fraktion jedoch nicht durchsetzen. Das Angebot für das zweite Baulos lag mit 659 000 Euro weit über den veranschlagten 570 000 Euro.

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