Finanzen

Weniger Geld für Schulen und Kitas

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Die Vorrunde für die Haushaltsdebatte ist in vollem Gange. In den Fachausschüssen wird zurzeit um jeden Euro hart gerungen, der 2009 ausgegeben werden soll. Nicht allen Politikern ist angesichts der angespannten Haushaltslage nach Geldausgeben zumute. In der jüngsten Sitzung des Sozial- und Schulausschusses wurde ein harter Sparkurs eingeschlagen.

. Zum Leidwesen von Eltern und Kindern, denn die Empfehlungen, die das Gremium an die Stadtverordneten und den Finanzausschuss gibt, treffen Schulen und Kitas.

Drastisch eingedampft wurde der Etat, den die Verwaltung in marode Schulbauten stecken wollte. 125 000 Euro strichen die Politiker aus dem Haushaltsansatz. Um sich von den Rechnungsprüfern nicht noch einmal einen Sanierungsstau vorwerfen lassen zu müssen, waren etwa viermal so viel veranschlagt, schätzt Thomas Link vom Bauamt. So bleiben der Klosterbergenschule für die bauliche Unterhaltung statt 36 300 nur noch 28 300 Euro. Beim Schulzentrum wollte die CDU 40 000 Euro streichen. Auf Anraten der SPD wurden die angesetzten 100 900 Euro schließlich "nur" um 30 000 gekürzt. Dem Gymnasium ließen die Politiker für die Instandhaltung statt 110 000 noch 75 000 Euro.

Auch die Schönningstedter bekamen den Sparkurs zu spüren. Weil die Grundschule aus allen Fugen platzt, hatte die SPD vergeblich einen Anbau (160 000 Euro) beantragt.

Die Eltern der Kinder, für die noch kein Krippenplatz gefunden wurde, mussten ebenfalls enttäuscht aus der Sitzung gehen. Der Anbau der Kita Eggerskoppel (zuletzt etwa 610 000 Euro) für ein oder zwei Krippengruppen wurde ebenfalls nicht bewilligt. Hier soll längerfristig eine größere und finanziell günstigere Lösung gefunden werden. Denn obwohl Reinbek bei der Versorgung der unter Dreijährigen mit Betreuungsplätzen über der geforderten Quote von 20 Prozent liege, sei die Nachfrage größer als das Angebot, sagte Dagmar Schmalfeldt vom Sozialamt.

Zumindest der zweite Schritt der Sanierung der Klosterbergenschule wurde im Haushalt vorgesehen. Die CDU hatte eine Verschiebung der Sanierung des Schwimmbads um ein Jahr beantragt.

Die SPD hatte sich einer Bitte der Schulleiter angenommen, und die Einrichtung von eineinhalb Stellen für Schulsozialarbeiter beantragt - ebenfalls ohne Erfolg.

( (amü) )

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