Das Konzept für neue Schulform steht

Die Lehrer der Realschule und der Hertzig-Grundschule am Schulzentrum Mühlenredder haben in den vergangenen Wochen ein pädagogisches Konzept für ihre mit dem Schuljahr 2009/2010 startende Gemeinschaftsschule erarbeitet.

. Ende September hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die 290 Real- und etwa 70 Hauptschüler in dieser neuen Schulart zusammenzuführen. Das Konzept wurde jetzt dem Schul- und Sozialausschuss zur Kenntnis vorgelegt.

Zu den wesentlichen Punkten der schulischen Neuorientierung gehört eine Umgestaltung der räumlichen Organisation: Künftig soll jeder Jahrgang der Stufen fünf bis zehn eine räumliche Einheit für sich bilden - mit Klassenräumen und Teamzimmer. Schulräume sollen "Lern- und Lebensräume" werden, für deren Gestaltung die Schüler die Verantwortung übernehmen. Eine Ausstattung mit Nachschlagewerken, Computern mit Lernsoftware und Bücherkisten soll eine "lernanregende Umgebung" bieten.

Der 45-Minuten-Schulstundentakt wird in 90-Minuten-Einheiten umgewandelt. Ein Unterrichtsvormittag gliedert sich demnach in drei 90-Minuten-Blöcke, unterbrochen von zwei 20minütigen Pausen. Nachmittags besteht nach dem Prinzip der Offenen Ganztagsschule Gelegenheit, Angebote in einzelnen Fächern, zu kreativer Freizeitgestaltung oder für Hausaufgabenhilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Englisch werden in den Stufen fünf und sechs mit fünf, darüber mit vier Wochenstunden unterrichtet. Der Englisch-Unterricht in den Klassen fünf und sechs erfolgt eine Stunde pro Woche mit zwei Lehrkräften, um gegebenenfalls unterschiedlichen Wissensstand aus den vierten Klassen auszugleichen. Weitere Schwerpunkt-Fächer sind Weltkunde mit drei bis vier Wochenstunden und ab Klasse sieben Wirtschaft/Politik mit vier Wochenstunden. Eine wöchentliche Klassenratsstunde soll Mitgestaltung ermöglichen und Raum für soziales Lernen schaffen.

( (tv) )

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