Staupevirus in Glinde

Staupe: Hunde impfen und an der Leine führen

Jagdbevollmächtigter Siegmund Meyer musste drei an Staupe erkranke Füchse erlegen.

Jagdbevollmächtigter Siegmund Meyer musste drei an Staupe erkranke Füchse erlegen.

Foto: Susanne Tamm

Glinde. Die hochansteckende Virusinfektion Staupe ist im Stadtgebiet von Glinde nachgewiesen worden. Der Virus ähnelt der Tollwut.

Glinde.  Siegmund Meyer ist sauer. Der Glinder Jagdbevollmächtigte hat in den vergangenen fünf Wochen drei Jungfüchse von ihren Leiden erlösen müssen. Alle waren stark abgemagert und teilnahmslos. Das Tier, das er vor 14 Tagen schoss, übergab er dem Kreisveterinär Dr. Karlheinz Reisewitz zur Untersuchung. Diagnose: die hochinfektiöse Viruserkrankung Staupe.

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Staupe nicht meldepflichtig

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Infizierte Hundewelpen aus Osteuropa


„Ich bin echt sauer. Viele ansteckende Erkrankungen werden aus osteuropäischen Ländern eingeschleppt“, sagt Siegmund Meyer: „Die Menschen sind so unvernünftig. Sie kaufen zu junge, infizierte Welpen aus dem Kofferraum, weil sie billig sind. Dass die Tiere nur in den seltensten Fällen geimpft sind, interessiert die Leute gar nicht“, schimpft er. „Wenn das so weitergeht, haben wir auch bald wieder die Tollwut vor der Haustür.“ Aber er habe auch gehört, dass Leute ihre Hunde gar nicht impfen ließen. Das komme für ihn nicht infrage. „Das ist sparen am falschen Ende“, betont Meyer.