Familientragödie

Tötung der eigenen Kinder bleibt unbestraft

Foto: NEWS & ART/Carsten Neff

Glinde. Fardeen A., der im Januar im religiösen Wahn seine beiden schlafenden Kinder Celine (4) und Elias (6) getötet hat, hat keine juristische Strafe zu erwarten. Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat möchte den Glinder (38) dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik unterbringen.

Dieser Antrag wird zwar in einer öffentlichen Verhandlung geprüft, wie Ralf Peter Anders, Sprecher der Staatsanwaltschaft, gestern erläuterte. „Die Staatsanwaltschaft Lübeck geht aber von einer Schuldunfähigkeit aus“, sagte Anders.

Als der 38-jährige Glinder am frühen Morgen des 24. Januar seinen beiden kleinen Kindern im Schlaf die Kehlen aufschnitt, stand die gesamte Stadt unter Schock. A. war ein angesehener Zahnarzt, der in eigener Praxis in Bergedorf praktiziert hatte.

Fardeen A. ist bereits seit der schrecklichen Tat vorläufig in der geschlossenen Abteilung des Ameos Klinikums für forensische Psychiatrie in Neustadt untergebracht. „Die endgültige Dauer der Unterbringung und der Behandlung kann das Gericht jedoch nicht entscheiden“, hält Anders fest. „Das hängt vom Krankheitsbild ab. Die Entscheidung haben die Ärzte zu verantworten.“

Mehr zu dem Unterbringungs-Antrag und wie es dem Rest der Familie geht, lesen Sie in der Printausgabe der Bergedorfer Zeitung/Lauenburgische Landeszeitung vom Dienstag, 27. Mai E-Paper / Abo.

( st )

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