Bilanz

Glinde ist knapp 83 Millionen Euro wert

Glinde. Wie viel Glindes Grünflächen, Straßen, Schulen, Kitas und alle anderen Besitztümer wert sind, haben die Mitarbeiter des Amtes für Finanzen und zentrale Dienste in den vergangenen Jahren ermittelt.

Das Ergebnis: Glindes Vermögen beläuft sich auf knapp 83 Millionen Euro. Kämmerer Norbert Grunert und sein Team legten jetzt die Eröffnungsbilanz der Stadt vor. Die ist notwendiger Bestandteil bei der Umstellung von der kameralistischen auf die doppische Haushaltsführung.

Erstmals wurden das gesamte Vermögen und die Schulden der Stadt erfasst - zum Stichtag 1. Januar 2010. Vier Jahre zuvor hatten die Mitarbeiter mit der Inventur begonnen, nachdem die Politik die Umstellung auf die Doppik beschlossen hatte.

Den größten Teil des "Tafelsilbers" machen die bebauten Grundstücke aus: 43,7 Millionen Euro. Dabei weisen allein Glindes Schulen einen Bilanzwert von 31,4 Millionen Euro auf. Als liquide Mittel lagen am Stichtag 12,3 Millionen Euro auf den Konten der Stadt. Am Ende dieses Jahres werden davon noch etwa 3,2 Millionen Euro übrig sein.

Noch können die laufenden Ausgaben durch die Einnahmen ausgeglichen werden. Doch Kämmerer Norbert Grunert gibt zu Bedenken: "Innerhalb von drei Jahren haben sich unsere liquiden Mittel um rund neun Millionen Euro verringert. Dies engt den Handlungsspielraum für die Stadt stark ein."

Um Kreditaufnahmen für künftige Investitionsvorhaben kommt Glinde nicht herum. Bis zum Jahr 2016 beläuft sich das Investitionsprogramm der Stadt auf insgesamt 25 Millionen Euro. Dabei entfallen unter anderem Kosten auf den Bau einer neuen Kita, für die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, auf den Umbau der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld und auf die energetische Sanierung der Sporthallen.

Finanziert wurde das bisherige Vermögen von 83 Millionen Euro zu 44 Prozent durch Eigenkapital. Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Stichtag auf knapp 8,2 Millionen Euro. Wobei auf die Aufnahme von Kassenkrediten, um kurzfristig die Liquidität der Stadt zu sichern, bisher verzichtet werden konnte. Private Kredite belaufen sich auf 3,3 Millionen Euro.

"Innerhalb von drei Jahren haben sich unsere liquiden Mittel um neun Millionen Euro verringert. Das engt den Handlungsspielraum ein." Norbert Grunert - Kämmerer