Essen

In der Mensa wird nun frisch gekocht

Foto: Undine Brandt / Brandt

Glinde. Zum Schulbeginn am kommenden Montag übernehmen neue Betreiber die Mensa der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld. Dörte und Michael Frey betreiben seit fünf Monaten die "Stadtkantine" am Markt und bieten bald auch inder Schulkantine frisch zubereitete Speisen an.

Mittwoch, am Markttag, ist in der „Stadtkantine“ von Dörte und Michael Frey spätestens von 12 Uhr an kein Platz mehr frei. „Das ist unser bester Tag“, sagt der gelernte Hotelkaufmann. Da gehen in nur eineinhalb Stunden bis zu 90 Essen über den Tresen. Die Glinder betreiben seit fünf Monaten die „Stadtkantine“ am Markt und sind mit dem Zuspruch sehr zufrieden.

Von kommender Woche an werden es noch mehr Essen sein. Denn neben dem Restaurant wird das Paar auch den Betrieb der Mensa an der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld übernehmen. Die Stadt hatte den Vertrag mit dem alten Betreiber gekündigt, nachdem Klagen über die Qualität des Essens lauter wurden und der Betreiber zusätzlich die Preise erhöhen wollte.

Unter vielen Mitbewerbern konnten sich die Freys durchsetzen. Mit Schulbeginn kommenden Montag bereiten sie – zusammen mit acht Mitarbeitern in Küche und Ausgabe – nun täglich bis zu 200 Essen zusätzlich zu, 80 Portionen davon gehen an den angrenzenden Hort.

„Im Gegensatz zu unserem Vorgänger setzen wir auf Frische, bieten viele Salate an und kochen vor Ort“, sagt Dörte Frey. Die ausgebildete Köchin und Hauswirtschaftlerin kennt sich mit Kantinenessen aus, hat zuvor jahrelang in einer Bank für 1600 Mitarbeiter das Essen zubereitet. „Darunter waren auch viele Kinder aus der angeschlossenen Kita“, sagt die 42-Jährige, deren selbst gemachter Nackenbraten bei den Gästen legendär ist.

Doch für die Schüler sollen die Gerichte weniger deftig ausfallen. Stattdessen stehen Nuggets, Fischstäbchen, viel Gemüse und Nudeln in allen Variationen auf dem Speiseplan. Doch der ist sehr flexibel: „Die Kinder werden uns ganz schnell sagen, was sie essen möchten“, ist Michael Frey zuversichtlich. Zwischen zwei Hauptgerichten sollen Schüler, Lehrer und Essensgäste wählen können. Denn die drei Köche vor Ort kochen nicht nur für den Schulbetrieb, auch Gäste von außerhalb dürfen sich hier zwischen 12 und 14 Uhr stärken. Für Schüler kostet ein Essen 2,50 Euro, Lehrer zahlen 4,50 Euro, Fremdesser zwischen 5,50 und sechs Euro.

Neu ist auch, dass sich Kinder und Lehrer, die ohne Frühstück in die Schule kommen, mit frischen Brötchen, Würstchen oder Obst für den Unterricht stärken können. Ab 7.30 Uhr hat die Mensa geöffnet.