Mythos

Medea - Kindsmörderin oder Sündenbock?

Glinde (st). Medea, schillernde Figur der griechischen Mythologie, ist Thema einer neuen Werkreihe der Künstlerin Andrea Rausch.

Die präsentiert sie ab Donnerstag, 2. August, auf Einladung des Kunstvereins und der Sönke-Nissen-Park Stiftung im Gutshaus, Möllner Landstraße 53. Die Vernissage beginnt um 19.30 Uhr.

Die Malerin beschreibt ihre Arbeitsweise als assoziativ und ungeplant: "Gesichter tauchen auf, ohne Vorlage, ohne Namen, entstanden aus der Malsuppe im Gießen." Mit ihren Köpfen der Serie "Medea" meint sie eher die Umdeutung der Autorin Christa Wolff als die rachsüchtige Kindsmörderin. Wolff verstand die Medea als selbstbewusste Figur, der die Gesellschaft Katastrophen anhängt, für die sie keinen Schuldigen ausmachen kann.