Strandparty

Cocktail im Beachclub fällt aus

Foto: Undine Brandt / Brandt

Glinde. Der TSV hat den für August geplanten Beachclub kurzerhand abgesagt. In vier Wochen sollte auf dem Gelände des TSV Glinde die erste Strandparty steigen. Laut Verein gibt es noch zu viele offene Fragen bei der Sicherheit und der Organisation. Die Entscheidung sorgt für jede Menge Ärger bei den Beachclub-Befürwortern.

Im Liegestuhl unter Palmen dösen, genüsslich einen Cocktail trinken und dabei Musik hören: Das sollten Glinder im ersten Beachclub der Stadt können, der an zwei Wochenenden im August eröffnen sollte. 700 Leute hatten über das Internetportal Facebook bereits ihr Kommen zugesagt, 30 davon hatten sich bereit erklärt, an den Wochenenden, 11. und 12. August sowie 25. und 26. August, beim Aufbau, Servieren und Aufräumen zu helfen. 200 Plakate und Tausende Flyer waren bereits im Druck, 100 Tonnen feiner Sand bestellt, Sponsoren hatten ihre Unterstützung zugesagt, die Genehmigung der Stadt lag vor, die Polizei wusste Bescheid.

Doch nun, vier Wochen vor der Eröffnungsstrandparty, hat der TSV die Veranstaltung von einem Tag auf den anderen abgesagt. Auf dessen unbefestigter Vereinsfläche zwischen dem Beachvolleyballplatz und dem Parkplatz an der Straße Am Sportplatz sollte die Party steigen.

Organisator Florian Peters fiel aus allen Wolken und fühlte sich hintergangen, als er davon erfuhr. Bereits Wochen zuvor hatte der 23-Jährige, der bereits zahlreiche Events in Hamburg und Berlin organisiert hat, von TSV-Geschäftsführer Joachim Lehmann grünes Licht erhalten. „Doch der allein entscheidet nicht“, sagt Vereinsvorsitzender Peter Voss. „Der Vorstand muss bei so einer großen Sache ein Wort mitreden.“

Das tat er und kam jetzt zu dem Schluss, dass es zu viele Unwägbarkeiten gibt. „Die Frage der Toiletten, der Sicherheitsleute und der Parkplätze ist nicht geklärt. Außerdem haben wir am Eröffnungswochenende zwei Turniere. Geben wir die 400 Quadratmeter ab, fehlt uns Parkfläche. Uns blieb nichts anderes übrig, als die Notbremse zu ziehen“, sagt Voss. Unter den Jugendlichen sorgte diese Entscheidung für viel Aufruhr. Sie hinterließen wütende Einträge im Internet und beschimpften den Verein. Mittlerweile hat Peters die Seite geschlossen.

Voss kann die Empörung verstehen, ist er im Grunde auch ein Befürworter des Projektes. Deshalb will er sich nun noch einmal mit dem Glinder Organisator zusammensetzen und nach einer Alternativlösung suchen. Eine wäre das freie Grundstück neben den Tennishallen. Hier könnte der Sand auch dauerhaft liegen bleiben. Allerdings müsste die Fläche erst geräumt werden und wäre viel schwieriger zu erreichen als das Grundstück direkt an der Straße. Sollte es infrage kommen, schließt Voss nicht aus, dass es in diesem Jahr mit dem Beachclub doch noch etwas werden könnte.

Auch Florian Peters will trotz der Enttäuschung und der verlorenen 1000 Arbeitsstunden auf jeden Fall weitermachen. „Ich mache das nicht für mich, sondern für die Jugendlichen, die in Glinde zu kurz kommen.“ So ist geplant, dass der Eintritt zum Beachclub frei ist, kleine Snacks sind gratis und Überschüsse aus dem Verkauf der Cocktails sollen gespendet werden – unter anderem an den TSV.