25 Jahre im Bauausschuss

Rolf Budde: "Glinde ist so gut wie fertig geplant"

Glinde (unb). Dass Glinde heute ist, wie es ist, daran hat Rolf Budde einen großen Anteil. Seit 25 Jahren lenkt der 67-Jährige die Geschicke der Stadt als Mitglied im Bauausschuss mit.

Damit gehört der Glinder zu den "Urgesteinen" in der Kommunalpolitik. Dass er solange dabei geblieben ist, liegt daran, dass der Bauausschuss "der spannendste von allen ist", sagt er. "Da kann man viel bewegen und den Ort mitgestalten. Wenn man etwas entscheidet, wird es wenig später umgesetzt."

Und entschieden und gebaut wurde in den 25 Jahren viel: Das Rathaus wurde beendet, die Wohnanlage Central Park hochgezogen, die Neubaugebiete Olande und Alte Wache bebaut, der Markt, die Passage und das Bürgerhaus saniert, das Mühlencenter neu gebaut. Zwar ist Budde heute nicht mit allem zufrieden - so würde er beim Markt die sandigen Abschnitte weglassen und die Höhe beim Central Park reduzieren - "doch im Großen und Ganzen hat sich Glinde gut entwickelt", sagt Budde.

Besonders stolz sei er auf die belebte und gut erreichbare Ortsmitte, die vielen kostenlosen Parkplätze und auf das Ehrenmal am Friedhof, das auf sein Betreiben hin aufgestellt wurde. Den Entwurf dazu hat der pensionierte Maler und Dekorateur gleich mitgeliefert. Sowieso ist er ein Freund der kurzen Dienstwege: Seit Monaten renoviert er ehrenamtlich die Friedhofskapelle, streicht Wände, Türen und Decken. In der Zukunft sieht er auf Glinde keine größeren Bauvorhaben mehr zukommen: "Die Stadt ist so gut wie fertig geplant. Wir müssen jetzt nur noch Kleinigkeiten gestalten, Straßen sanieren und die Beleuchtung auf LED umstellen." Ans Aufhören denkt er noch nicht. Bei der Kommunalwahl 2013 tritt der CDU-Mann ein letztes Mal an.