Hort

Politik erwägt Kauf von Andermahr

Oststeinbek (st). Endlich eine Lösung für die Hortbetreuung ihrer Kinder - das wünschen sich die Mütter, die seit sieben Monaten mit der Politik an dieser Frage arbeiten. Am Montag nach der Sitzung des Hauptausschusses fühlten sie sich wie vor den Kopf gestoßen.

"Erschreckend", sagte Birgit Sarbach. "Eine Sitzung nach der anderen und es passiert nichts."

Denn auch der Hauptausschuss rang sich nicht zu einer Entscheidung durch, wo er vorläufig zwei Hortgruppen unterbringen will. Denn der Kostenvergleich für die Standorte warf bei den Politikern Fragen auf. Da die Verwaltung diese nicht klären konnte, vertagten sie die Entscheidung auf die Gemeindevertretung. Zusätzlich beauftragten sie Bürgermeisterin Martina Denecke damit, sich über einen Ankauf des ehemaligen Gasthofs Andermahr zu erkundigen.

Denn ab 1. August gibt es 25 Hortplätze, aber schon jetzt 39 Anmeldungen. Deshalb muss Oststeinbek zumindest für eineinhalb Jahre zwei zusätzliche Gruppen betreuen. Wenn die neue Kindertagesstätte fertig ist, soll der neue Träger dort auch eine Hortgruppe betreuen. Für den Übergang stehen mobile Räume auf dem Gelände der Helmut-Landt-Grundschule, die Anmietung von Räumen im ehemaligen Gasthof Andermahr sowie die Nutzung von Klassen zur Debatte.

Gegen die Nutzung der Klassen am Nachmittag - für Oststeinbek am preiswertesten - hatte sich die Schulleiterin ausgesprochen. Ein Nachteil von Andermahr: Die Gemeinde müsste das gesamte Erdgeschoss mit 400 Quadratmetern mieten. Dadurch würden die Betriebskosten für Oststeinbek bei 112 277 Euro pro Jahr liegen, die der mobilen Räume mit 290 Quadratmetern hingegen bei 95 384 Euro. Dafür wären die einmaligen Investitionen mit 12 000 Euro bei der Anmietung günstiger als für die Pavillons (46 200 Euro). "Bei der Miethöhe für Andermahr sollten wir über einen Kauf nachdenken", sagte Günter Nörenberg (OWG). "Wir wissen doch, was das Objekt gekostet hat." Für 361 000 Euro hatte es 2009 bei einer Zwangsversteigerung den Besitzer gewechselt.