Markt

Verbot für Skater ist jetzt offiziell

Foto: Annett Habermann

Glinde. Die Skater, die bisher auf dem Marktplatz ihrem Hobby nachgingen, müssen sich jetzt einen anderen Ort suchen. Das Skaten ist hier jetzt offiziell verboten. Hintergrund sind vor allem Beschwerden der Geschäftsleute über den Lärm, den die Bretter und Rollen machten.

In der bevorstehenden Freiluftsaison müssen sich Skateboardfahrer vorerst einen anderen Platz für ihr Hobby suchen. Ihr bevorzugtes Gebiet, der Marktplatz, ist jetzt tabu: Am Donnerstag stellte die Stadtverwaltung sechs Verbotsschilder an den Eingängen zum Markt auf.

„Das tun wir vor allem aus Rücksicht auf die Geschäftsleute“, sagt Bürgermeister Rainhard Zug. Immer wieder hatte es Beschwerden über den Krach gegeben, den die Skater mit ihren Rollen auf dem Asphalt machten. Bänke, Treppenstufen und den Brunnen nutzten sie als Rampe für waghalsige und vor allem lärmende Sprünge.

Luftsprünge können die jungen Glinder aber ab Mai nur wenige 100 Meter entfernt auf der neuen Skateranlage im Schulzentrum am Oher Weg ausprobieren. Für knapp 50.000 Euro werden auf dem Grandplatz des Sportplatzes Geräte aufgestellt. Für das Schulzentrum entschieden sich die Politiker unter anderem wegen der besseren Beaufsichtigung durch das Schulpersonal und weil keine Anwohner gestört werden können.

Aus den Fenstern des Rathauses wird man in Zukunft öfter als sonst einen Blick auf den Marktplatz werfen. Drei Wochen haben die Skater Zeit, sich an das Verbot zu gewöhnen. „Ab Mitte März wird verstärkt kontrolliert“, kündigt Zug an. „Wer sich nicht an das Verbot hält, bekommt einen Platzverweis“, sagt Ordnungsamtsleiter Bernd Mahns. Dazu sind seine Mitarbeiter ebenso berechtigt wie die Polizei.