Gutachten

Gewerbeansiedlung koordinieren

Jörg Ahrent

Bad Oldesloe. Die Bereitschaft der Akteure ist da, doch bisher besteht in der Metropolregion Hamburg keine wesentliche Zusammenarbeit, wenn es um die zukunftsorientierte Entwicklung von Gewerbeflächen geht.

Das könnte anders werden. Auf der Sitzung des Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschusses am Mittwoch (18 Uhr, Sitzungsraum F 22, Gebäude F, Mommsenstraße 14) soll ein Gutachten auf den Weg gebracht werden, das die Basis für eine abgestimmte Flächenentwicklung in der Metropolregion schaffen soll.

Die Wettbewerbsfähigkeit im nationalen wie internationalen Vergleich zu steigern, das ist Ziel einer seit 2006 bestehenden Internationalisierungsstrategie der Metropolregion. In diesem Zusammenhang wurde mittlerweile eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Kooperation in der Gewerbeflächenentwicklung befasst. Um weitere Schritte der Zusammenarbeit zu prüfen und den quantitativen wie qualitativen Bedarf an Gewerbeflächen zu klären, soll ein Gutachten in Auftrag gegeben werden.

Finanziert wird dieses Papier zu 100 Prozent mit Mitteln der Förderfonds Hamburg/Schleswig-Holstein und Hamburg/Niedersachsen. Die Trägerschaft liegt beim Kreis Stormarn und dem Landkreis Lüneburg, wobei Lüneburg die Auftragsvergabe übernehmen soll. Dafür müssen die beiden Kreise eine Verwaltungsvereinbarung abschließen.

Im Analyseteil wird das Gutachten neben der Erfassung und Bewertung der relevanten Gewerbe-Entwicklungsflächen in der Metropolregion einen Schwerpunkt bei der Identifikation der regionalen Leitbranchen setzen. Darauf aufbauend sollen im Konzeptteil konkrete Empfehlungen erarbeitet werden, um die weitere Ausweisung von Gewerbeflächen koordinieren zu können. Dazu muss geklärt werden, über welche Standortvorteile bestehende oder geplante Gewerbegebiete verfügen und welchen Sinn eine gemeinschaftliche und zielgruppenorientierte Vermarktung im regionalen Verbund macht - auch durch den Aufbau eines Gewerbeflächenpools.

Die Auftragsvergabe soll im Mai erfolgen; Analyseergebnisse werden im Herbst, konzeptionelle Vorschläge im Frühjahr 2010 erwartet.

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