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IGS hofft auf Konjunkturprogramm

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Glinde (tv). "Wenn wir ein bisschen Glück haben, geht es jetzt ganz schnell", sagen Glindes Bauamtsleiter Frank Thiemann und Volker Wurr, Schulleiter der Integrierten Gesamtschule (IGS) am Holstenkamp.

Noch bis zum Sommer benötigt die unmittelbar benachbarte Wilhelm-Busch-Förderschule ihr arg in die Jahre gekommenes Gebäude, danach zieht sie in den dann fertigen Neubau um. Möglicherweise wird der Altbau noch in diesem Jahr abgerissen und an seiner Stelle der laut städtischem Raumprogramm dringend benötigte Erweiterungsbau der IGS neu errichtet. Einzige Voraussetzung: Die Maßnahme müsste bei der Verteilung der Fördergelder aus dem 50 Milliarden Euro schweren Konjunkturprogramm II der Bundesregierung berücksichtigt werden.

Zusammen mit zwei neuen Physikräumen und der Sanierung von Dächern am Schulzentrum steht der IGS-Erweiterungsbau auf der Wunschliste, welche die Stadt Glinde nach Kiel geschickt hat. "Bedingungen für die bis zu 90-prozentige Förderung aus dem Konjunkturprogramm sind, dass der Bau in diesem Jahr beginnt und 2010 fertig gestellt wird", sagt Thiemann. "Wenn tatsächlich das O.K. aus Kiel kommt, geraten wir richtig unter Zugzwang." Denn mit der Bauplanung wurde trotz dafür bereitstehender Mittel noch nicht begonnen, weil bisher noch in den Sternen steht, ob der 2,8 Millionen Euro teure Bau auch realisiert wird. Bleibt die Förderung aus, dann steht die IGS-Erweiterung lediglich im Investitionsprogramm bis 2012. "Ob und wann es dann etwas wird, hängt allein von der konjunkturellen Entwicklung ab", sagt Thiemann.

"Wir brauchen etwa 600 Quadratmeter mehr Raum für Klassen- und Fachräume", sagt Schulleiter Wurr, auch im Hinblick auf die Umwandlung der IGS zur Gemeinschaftsschule im kommenden Jahr. Klar ist nach Bauamtsleiter Thiemann, dass der Altbau der Förderschule in seinem jetzigen Zustand auch als Zwischenlösung nicht weiter genutzt werden kann: "Der erforderliche Brandschutz ist nicht mehr gewährleistet. Wir drücken schon jetzt bis zum Umzug der Förderschule beide Augen zu." Dass eine Sanierung des Wilhelm-Busch-Altbaus mit all seinen Brandschutz-, Isolations- und Haustechnik-Mängeln anstelle eines Neubaus ebenfalls keine befriedigende Lösung wäre, rechnen Frank Thiemann und Volker Wurr gemeinsam vor: "Das wäre gerade mal 100 000 Euro billiger."

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